Lexikon

Sonderfälle bei der Kostenübernahme

Krankenhaus: Unter sämtlichen Kliniken der Bundesrepublik, die ausschließlich Krankenhausbehandlung gewähren, kann in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt das für die Behandlung geeignete Haus ausgewählt werden. Eine vorherige Leistungszusage der Versicherung ist nicht erforderlich. Grundsätzlich erhalten alle Patienten die allgemeinen Krankenhausleistungen.

Sanatoriumsaufenthalt/Heilkuren: In einem inländischen Sanatorium sind Aufwendungen während eines Aufenthalts alle vier Jahre einmal beihilfefähig (bei chronischen Erkrankungen unter Umständen auch häufiger), wenn die Sanatoriumsbehandlung von ärztlicher Seite her für notwendig erachtet wird und andere Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind.

Für Begleitpersonen von Schwerbehinderten, deren Notwendigkeit behördlich festgestellt ist, sind die Aufwendungen für Unterkunft und Verpflegung bis zu 70 Prozent des niedrigsten Satzes des Sanatoriums beihilfefähig. Voraussetzung ist eine Bestätigung des Sanatoriums, dass eine Begleitperson notwendig ist.

Voraussetzung ist, der Beihilfeberechtigte ist seit mindestens drei Jahren und noch auf Dauer im öffentlichen Dienst beschäftigt. Eine Heilkur kann also grundsätzlich nur aktiv im Dienst stehenden Beihilfeberechtigten genehmigt werden. Berücksichtigungsfähige Angehörige (Ehegatte, Kinder) können jedoch Arzt- und Aufwendungskosten (bei Vorliegen einer ärztlichen Verordnung) geltend machen. Sanatoriumsbehandlungen sind auch bei berücksichtigungsfähigen Angehörigen möglich.

Zahnersatz: Voraussetzung für Zahnersatzleistungen ist grundsätzlich: Beihilfeberechtigte müssen bei Behandlungsbeginn mindestens 1 Jahr ununterbrochen dem öffentlichen Dienst angehören. Nicht beihilfefähig sind:

  • große Brücken
  • Glaskeramik einschließlich der Nebenkosten

Brillen: Fassungen sind seit 01.08.1999 nicht mehr beihilfefähig. Seit 01.01.2002 sind jedoch wieder Schulsportbrillenfassungen für Schulkinder beihilfefähig. Bei den Gläsern werden grundsätzlich die ungetönten, mineralischen Gläser bis zu bestimmten Höchstsätzen anerkannt (es empfiehlt sich daher, die Kosten entsprechend durch den Optiker aufschlüsseln zu lassen).

Psychotherapie: Psychotherapeutische Maßnahmen sind vor Beginn durch die Beihilfefestsetzungsstelle genehmigen zu lassen. Lediglich probatorische Sitzungen können auch vor Erteilung der Genehmigung als beihilfefähig anerkannt werden.

Physiotherapeutische Maßnahmen: Wie z. B. Krankengymnastik, Fangopackungen, Massagen und dergleichen sind beihilfefähig im Rahmen der jeweils geltenden Höchstsätze.