Lexikon

Beispiel: Spekulation unter Verwendung von Stop-Buy-Aufträgen

Anleger Meier vermutet, dass die XY AG Ziel einer Übernahme durch ein anderes Unternehmen werden könnte. Da Herr Meier aber weder ganz sicher ist, ob es tatsächlich zu einer solchen Übernahme kommen wird, noch weiß, wann diese stattfinden könnte, möchte er die Aktien dieses Unternehmens, das ansonsten keine besonders attraktive Investition darstellt, nicht schon jetzt kaufen. Anleger Meier will die Aktien nur haben, wenn es tatsächlich zu einer Übernahme kommt.

Aus diesem Grund gibt er seiner Bank einen Stop-Buy-Auftrag. Als Indikator dafür, dass es tatsächlich zu einer Übernahme kommen wird, setzt Herr Meier das Erreichen eines Kurses von 70 Euro pro XY-Aktie fest. Er vereinbart daher mit seiner Bank, dass sie 500 XY-Aktien für seine Rechnung kaufen soll, wenn der Kurs der XY-Aktie 70 Euro erreicht oder überschreitet. Der Stop-Buy-Auftrag soll für einen Monat gelten. Erreichen die Aktien tatsächlich den Kurs von 70 Euro, so wird die Bank 500 Aktien zum nächstmöglichen aktuellen Kurs kaufen. Erreicht die XY-Aktie hingegen die Stop-Buy-Marke nicht, so verfällt der Auftrag am Ende der Laufzeit.