Lexikon

Subventionen

Als Subvention bezeichnet man eine Transferzahlung des Staates an ein Unternehmen. Subventionen werden meist gezahlt, ohne dass der Empfänger eine direkte Gegenleistung zu erbringen hat. Ziel der Subventionierung ist es, die marktwirtschaftliche Verteilung in eine politisch gewollte Richtung zu korrigieren.

Unter Subventionen versteht man Transferzahlungen, die der Bund, die Länder und Gemeinden oder die Europäische Union (EU) an Unternehmen zahlen. Solche Zahlungen werden grundsätzlich aus politischen Zielsetzungen gewährt. So kann es sein, dass der Staat bestimmte finanziell bedrohte Unternehmen unterstützt, um die vorhandenen Arbeitsplätze zu retten. Ein Beispiel hierfür ist in Deutschland der Kohlebergbau. Andere Subventionen werden gewährt, weil der Staat der Meinung ist, dass der Erhalt eines bestimmten Unternehmens oder einer ganzen Branche von nationalem Interesse ist. Wie hoch die tatsächliche Summe der staatlichen Subventionen ist, ist umstritten, da sie sich vielfach nur schwer erfassen lassen.

Subventionen werden in der Regel gezahlt, ohne dass der Empfänger direkte Gegenleistungen dafür erbringen muss. Es kann aber in bestimmten Fällen auch sein, dass der Empfang von Subventionen an bestimmte Verhaltensweisen gebunden ist. So können beispielsweise Subventionen gezahlt werden, damit Unternehmen bestimmte Produktionstechniken anwenden, die als umweltfreundlich gelten, aber zusätzliche Kosten für die Unternehmen verursachen.

Die verschiedenen Formen von Subventionen lassen sich danach unterscheiden, wie die Unterstützung des Unternehmens durch den Staat erfolgt. Man unterscheidet

  • Barsubventionen
  • Steuer- oder Abgabensubventionen
  • Beschaffungssubventionen
  • Verbilligungssubventionen oder Infrastruktursubventionen und Verordnungssubventionen.

Aus marktwirtschaftlicher Sicht ist die Zahlung von Subventionen kritisch zu sehen, da Unternehmen Gelder erhalten, die ihnen gemäß ihrer Marktleistungen nicht zustehen. Dadurch werden Anbieter benachteiligt, die solche Zahlungen nicht erhalten. In der Marktwirtschaft können solche Eingriffe die Selbststeuerung des Marktes gefährden. Im Extremfall kann es sein, dass gesunde aber nicht subventionierte, Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, weil sie nicht mit den staatlich unterstützten Unternehmen konkurrieren können.