Lexikon

Termingeld

Termingeld oder Termineinlagen sind Geldanlagen, deren Laufzeit oder Kündigungsfrist mindestens einen Monat betragen. Termingeld ist nur zur kurzfristigen Geldanlage geeignet, da der Kunde während der Laufzeit nicht über die Einlage verfügen kann und ein Renditenachteil gegenüber längerfristigen Geldanlagen besteht. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten: Festgeld und Kündigungsgeld.

Festgeld

Beim Festgeld vereinbart der Kunde mit dem Kreditinstitut eine feste Laufzeit und damit auch einen festen Auszahlungs- bzw. Rückzahlungszeitpunkt der Geldeinlage. Meist wird das Geld dann aber nicht ausgezahlt, sondern auf einem Girokonto als sogenannte Sichteinlage gutgeschrieben.

Am Ende der Laufzeit ist meist eine Verlängerung (Prolongation) zu den aktuellen Zinssätzen möglich. Die maximale Laufzeit beträgt zwei Jahre. Die Zinsen werden zum Ende der Laufzeit gutgeschrieben. Bei Laufzeiten von mehr als einem Jahr ist die jährliche Zinszahlung üblich.

Kündigungsgeld

Beim Kündigungsgeld vereinbart der Kunde mit der Bank eine bestimmte Kündigungsfrist und keine Laufzeit. Er kommt also erst an sein Geld, wenn er die Geldanlage fristgerecht kündigt. Der Zinssatz ist bei Kündigungsgeld – üblich ist das „Sparbuch mit dreimonatiger Kündigungsfrist“ – variabel.

Kundennutzen

Termingeld ist in Deutschland beliebt. Immer noch ist das Sparbuch mit seiner gesetzlichen Kündigungsfrist von drei Monaten weit verbreitet. Konkurrenz macht vermehrt das Tagesgeld, das aber wegen der täglichen Verfügbarkeit nicht in den Bereich Termingeld fällt.

Außer bei deutschen Privatanlegern spielt Termingeld auch bei großen (institutionellen) Anlegern eine wichtige Rolle, weil auf diese Art sehr kurzfristig Vermögen angelegt (geparkt) werden kann. Die Banken sprechen dabei von „kurzfristigem Liquiditätsüberschuss“.

Termingelder sind nur zur kurzfristigen Geldanlage geeignet, weil der Kunde während der Laufzeit nicht über die Einlage verfügen kann und ein Renditenachteil gegenüber längerfristigen Geldanlagen besteht.

Wird das Termingeld nicht gekündigt, verlängert sich die Laufzeit in der Regel um denselben Zeitraum. Da die bereits aufgelaufenen Zinsen wieder neu angelegt werden, entsteht so ein Zinseszins-Effekt.

Einlagensicherung

Termingelder unterliegen bei deutschen Kreditinstituten der deutschen gesetzlichen Einlagensicherung und darüber hinaus zusätzlich häufig der freiwilligen Einlagensicherung einzelner Bankenverbände.