Lexikon

Umlaufrendite

Die Umlaufrendite drückt die durchschnittliche Rendite aller in einem Markt gehandelten Anleihen aus. Sie ist ein Indikator für das Zinsniveau in einer Volkswirtschaft. Die Rendite einzelner Anleihen kann von der Umlaufrendite abweichen, da neben dem allgemeinen Zinsniveau auch andere Faktoren für die Rendite individueller Anleihen von Bedeutung sind.

Die Umlaufrendite verzinslicher Wertpapiere gilt als einer der wichtigsten Indikatoren für das allgemeine Zinsniveau einer Volkswirtschaft. Sie gibt die durchschnittliche Rendite aller in einem Markt gehandelten verzinslichen Wertpapiere, wie Anleihen, Obligationen, oder Schuldverschreibungen, am jeweiligen Börsentag wieder und ändert sich täglich.

Die Umlaufrendite kann den meisten Tageszeitungen mit eigenem Wirtschafts- und Börsenteil entnommen werden. Sie unterscheidet sich in der Regel von der Rendite einzelner Anleihen sowie von der Emissionsrendite. Die Rendite einzelner Anleihen hängt zwar auch von der Umlaufrendite, also vom allgemeinen Zinsniveau ab. Daneben gibt es aber auch andere Faktoren wie beispielsweise die Bonität des jeweiligen Anleiheschuldners und die Restlaufzeit der Anleihe.

Die Umlaufrendite kann dem Anleger einen Hinweis darauf geben, welche Rendite sich momentan am Markt durchschnittlich erzielen lässt. Dabei muss er aber beachten, dass die Umlaufrendite sich auch auf die durchschnittliche Laufzeit aller derzeit gehandelten Anleihen bezieht. Erwirbt der Anleger eine Anleihe mit einer kürzeren Laufzeit, so wird die Rendite dieser Anleihe, vorausgesetzt die Bonität des Anleiheschuldners ist gleich, meist eine niedrigere Rendite aufweisen. Umgekehrt verhält es sich oft bei Anleihen mit einer längeren Laufzeit. Der Grund ist, dass sich die Umlaufrendite auf eine durchschnittliche Laufzeit bezieht und langlaufende Anleihen in der Regel höher verzinst sind als Kurzläufer.