Lexikon

UN-Kinderrechtskonvention

Am 20. November 1989 wurde die UN-Kinderrechtskonvention von der UN-Vollversammlung einstimmig angenommen. Sie gilt als Meilenstein für Kinderrechte im internationalen Recht. Der Grundgedanke der Konvention ist, dass Kinder bereits mit eigenen Rechten geboren werden, die man auch respektieren muss.

Die Konvention zielt darauf ab, Kinder zu schützen und zwar durch eigene Rechte. Im Mittelpunkt stehen die Rechte von Jungen und Mädchen auf Gleichheit, Gesundheitsversorgung und Bildung. Diese Rechte sollen beispielsweise Kinderarbeit verhindern: Weil die Kinder ein Recht auf Bildung haben, gehen sie zur Schule statt zu arbeiten. Der Gleichheitsgrundsatz soll wiederum dafür sorgen, dass alle Kinder zur Schule gehen können, egal welcher Herkunft und welches Geschlechtes sie sind. Die Unterzeichnerstaaten werden durch die Konvention verpflichtet, die Kinder vor Gewalt und Ausbeutung zu schützen.

Dennoch müssen Millionen von Kindern weltweit arbeiten oder erhalten keine Schulbildung. Es wird geschätzt, dass jedes Jahr etwa 10 Millionen Kinder sterben, bevor sie fünf Jahre alt werden. Rund 100 Million Mädchen und Jungen weltweit gehen nicht zur Schule.

Die UN will sich mit der Kinderrechtskonvention für die Verbesserung der Lebensverhältnisse der Kinder weltweit einsetzen und überwachen, dass die Rechte der Kinder eingehalten werden. Die 192 Unterzeichnerstaaten müssen alle fünf Jahre den Vereinten Nationen über die Umsetzung berichten. Die Umsetzung der Konventionen gestaltet sich natürlich sehr unterschiedlich von Land zu Land. Wichtig ist sie dennoch, weil alleine die Information, dass Kinder Rechte besitzen, auf Dauer etwas bewirken kann. Deshalb steht in den meisten Ländern zunächst einmal Aufklärung im Vordergrund.