Lexikon

Universal Serial Bus (USB)

Den Personal Computer umstellen immer eine Reihe von Peripheriegeräten: Tastatur, Maus, Drucker, Scanner und vieles mehr wollen mit dem Rechner verbunden sein. Lange Zeit hatte fast jedes Medium seinen eigenen Anschluss, mit eigenen Steckern und Kabeln. Ein universeller Standard hat damit Schluss gemacht.

Vorbei sind die Zeiten, an denen die serielle Standardschnittstelle RS 232 und die parallele Schnittstelle nahezu die einzigen Anschlussmöglichkeiten für Geräte an den PC waren. Die Unternehmen Compaq, IBM, Intel, NEC und Northern Telecom (NT) gaben den Anstoß zur Entwicklung einer PC-Schnittstelle, die eine deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeit als die oben genannten Anschlüsse ermöglichte und die Chance bot, im laufenden Betrieb des Systems Geräte anzuschließen und zu entfernen.

Eigenschaften

Folgende Eigenschaften zeichnen die Version 1.1 des USB-Standards aus:

  • Übertragung von Daten mit 1,5 MBit/Sek. (LowSpeedModus) bzw. 12 MBit/Sek. (HighSpeedModus).
  • Integrierte Stromversorgung für die angeschlossenen Geräte.
  • Bis zu 127 Geräte anschließbar.
  • Synchrone und Asynchrone Übertragungsmodi.
  • Kabellänge: bis fünf Meter.

In der Version 2.0, die seit 2001 angeboten wird, haben die Anbieter vor allem die Übertragungsgeschwindigkeit optimiert:

  • Highspeed-Modus mit bis zu 480 MBit/Sek.

Hier konkurriert der Standard vor allem mit der Firewire-Schnittstelle aus dem Hause Apple. Vor allem der Anschluss digitaler Videokameras oder von Wechselfestplatten kommen für den Standard in Frage. Da Firewire länger im Markt ist verfügen die meisten Peripheriegeräte über diesen Anschluss.

Für USB wird ein Host und ein Client-Gerät benötigt, der Host ist normalerweise ein Computer, der den Datenverkehr steuert. In der Variante „USB On-the-Go“ übernimmt ein „Endgerät“ die Steuerung der Verbindung, so dass etwa eine Digitalkamera und ein Drucker ohne Einsatz eines PCs miteinander verbunden werden können.

Zukunft

Eine neue Arbeitsgruppe unter der Führung von Intel erarbeitet derzeit den Nachfolgestandard USB 3.0, der abwärtskompatibel bleiben soll, dafür aber Datenübertragungsraten von über 5 Gbit/S. ermöglichen soll. Dafür werden voraussichtlich neue Kabel vonnöten sein, die einen optischen Leiter ergänzend nutzen.

Ebenfalls in der Entwicklung ist Wireless USB. Unter dieser Bezeichnung werden bereits Geräte angeboten, die drahtlos eine Übertragungsrate von bis zu 1 MBit/s erreichen. Hier wird, wie auch bei WLAN und Bluetooth die freien Frequenzen um 2,4 GHz genutzt um Daten zu übertragen, Wireless USB tritt damit auch in Konkurrenz vor allem zu Bluetooth. Für demnächst sind Wireless-USB Geräte in Aussicht gestellt, die eine Übertragungsrate wie USB 2.0 auf eine Entfernung von maximal 10 Metern ermöglichen sollen.

Informationen: www.usb.org