Lexikon

Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK)

Die USK wurde am 1. Oktober 1994 gegründet. Sie ist die freiwillige Selbstkontrolle der Unterhaltungssoftware-Wirtschaft. In einer Prüfstelle werden interaktive Medien, also Computer- und Videospiele, geprüft. Die USK arbeitet beim Förderverein für Jugend und Sozialarbeit e.V., einem freien Träger der Jugendhilfe. Ein weiterer Vertragspartner ist der Verband der Unterhaltungssoftware Deutschland e.V. (VUD). Die USK prüft jährlich über 1000 Produkte und versieht sie mit einem Alterskennzeichen.

Die Unterhaltungssoftwarefirmen reichen auf freiwilliger Basis ein Computer- oder Videospiel bei der USK ein, bevor es in Deutschland auf den Markt kommt. Erst dann wird die USK aktiv. Die Mitglieder des VUD haben sich verpflichtet, Unterhaltungssoftware vor Veröffentlichung Markt einzureichen. In der USK geprüfte Produkte stellen etwa 90 Prozent des Marktes der Unterhaltungssoftware (umsatzbezogen für den PC) dar. Den größten Anteil dieses Erfolges verdankt die USK einer Vorgabe des deutschen Warenhaushandels. Die Vorgabe besagt, dass nur noch USK-geprüfte Spiele zum Kauf angeboten werden dürfen.

Seit ihrer Gründung archiviert die USK Unterhaltungssoftware, entweder geprüfte Produkte oder Schenkungen und Leihgaben. So ist ein einzigartiges Archiv über interaktive Medien entstanden.

Die USK finanziert sich ausschließlich über Prüfgebühren der Firmen, die Spiele zur Prüfung eingereicht haben. Sie ist ein gemeinnütziger Verein und nimmt keine öffentliche Mittel in Anspruch. In einem Beirat bestehend aus Vertretern aus Bund und Ländern, der Fachöffentlichkeit, der Forschung und beider Vertragspartner wird die Tätigkeit der USK kontrolliert. Außerdem setzt der Beirat die Gutachterinnen und Gutachter, die die Spiele einstufen sollen, ein. Immer drei Gutachter prüfen zusammen ein Produkt in Hinblick auf Jugendschutz, Strafrecht und der fünf USK-Alterseinstufungen:

  • Ohne Altersbeschränkung. Spiele mit diesem Siegel sind aus der Sicht des Jugendschutzes für Kinder jeden Alters unbedenklich.
  • Ab 6 Jahren. Spiele, die auch Gegnerschaft und Wettbewerb beinhalten, wirken abstrakt-symbolisch, comicartig oder in anderer Weise unwirklich. Somit ist keine emotionale Überforderung der Kinder ab Grundschulalter zu befürchten.
  • Ab 12 Jahren. Hier spielen kampfbetonte Grundmuster in der Lösung von Spielaufgaben bereits eine größere Rolle. Deren Bewältigung möchte man Grundschulkindern nicht mehr zumuten.
  • Ab 16 Jahren. Eine bestimmte Reife des sozialen Urteilsvermögens und die Fähigkeit zur kritischen Reflexion der interaktiven Beteiligung am Spiel sind erforderlich.
  • Nicht geeignet unter 18 Jahren. Das gewaltträchtige Spielkonzept sowie die effektvoll programmierte Visualisierung und Soundgestaltung der Folgen von action (menschlich gestaltete Gegner) wird sowohl für Kinder als auch für Jugendliche als nicht geeignet eingestuft.

USK

Gubener Str. 47

10243 Berlin

Tel. 030 279 62 11

Fax. 030 279 63 01

E-Mail: info@usk.de

Internet: www.usk.de