Lexikon

Vermögenswirksame Leistungen / Arbeitnehmer-Sparzulage

Vermögenswirksame Leistungen sind Geldleistungen, die der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer anlegt. Bis zu bestimmten Einkommensgrenzen gibt es einen Zuschuss vom Staat. VL-Sparer können unter bestimmten vom Gesetzgeber festgelegten Anlageformen wählen.

Wer wird gefördert?

Die Zahlung vermögenswirksamer Leistungen (VL) ist im 5. Vermögensbildungsgesetz geregelt. Ziel ist die Förderung der Vermögensbildung von Arbeitnehmern. VL werden im Tarif- oder Arbeitsvertrag vereinbart.

Gefördert werden Arbeiter, Angestellte, Beamte, Richter, Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit. Der Arbeitgeber überweist die vereinbarte Sparrate direkt an den Anbieter, die Höchstgrenze liegt bei monatlich 40 Euro.

Anlageformen

VL-Sparer können unter folgenden gesetzlich festgelegten Anlageformen wählen:

  • Banksparplan
  • Bausparvertrag
  • Lebensversicherung
  • Aktienfonds
  • Betriebliche Altersvorsorge

Der Arbeitnehmer kann das Institut frei wählen.

Arbeitnehmersparzulage

Der Staat unterstützt Sparer zusätzlich mit der Arbeitnehmersparzulage. Sie ist an bestimmte Einkommensgrenzen gekoppelt. Das zu versteuernde Einkommen darf folgende Grenzen nicht überschreiten:

Ledige: 17.900 Euro pro Jahr

Verheiratete: 35.800 Euro pro Jahr

Der Staat zahlt bis zur Grenze von 470 Euro pro Jahr und Arbeitnehmer neun Prozent Sparzulage. Wer die staatliche Zulage kassieren will, darf allerdings erst nach sieben Jahren über das angelegte Geld verfügen. Die Arbeitnehmersparzulage muss jedes Jahr mit der Steuererklärung beantragt werden.

Wer einen Bausparvertrag abschließt hat zusätzlich Anspruch auf die Wohnungsbauprämie, wenn das zu versteuernde Einkommen unter 25.600 Euro (Ledige) bzw. 51.200 Euro (Verheiratete) liegt. Wer die Voraussetzungen erfüllt, bekommt 8,8 Prozent Wohnungsbauprämie – allerdings nur auf jährliche Sparleistungen bis zu 512 Euro (Ledige) bzw. 1.024 Euro (Verheiratete).