Lexikon

Beispiel: Verwendung von Stop-Loss-Aufträgen

Der Anleger Müller hat 100 Aktien der XY AG zum Kurs von 45 Euro pro Aktie erworben. In den darauf folgenden neun Monaten steigt der Kurs der Aktien auf 70 Euro pro Aktie. Herr Müller erwartet auf Grund der guten Geschäftsentwicklung des Unternehmens sowie der guten Entwicklung der deutschen Börse, dass der Kurs noch weiter steigen wird, so dass er die Papiere weiter halten will. Trotzdem will er seinen Kursgewinn gegen starke Kursverluste absichern.

Darum erteilt er seiner Bank einen Stop-Loss-Auftrag mit einem Kurs von 65 Euro. In den folgenden Wochen geraten die deutschen Börsen in den Sog von größeren Kursverlusten an den asiatischen Börsen, die auch den Kurs der XY-Aktie drücken. An einem Tag wird der von Herrn Müller gesetzte Stop-Loss-Kurs erreicht, so dass seine Hausbank die Aktien zum nächstfolgenden Kurs verkauft. Der nächste Kurs beträgt 59 Euro. Herr Müller konnte einen Kursgewinn von 14 Euro pro Aktie retten.

Fällt der Kurs der XY-Aktie im Folgenden weiter, so hat der Stop-Loss-Auftrag Herrn Müller vor stärkeren Verlusten bewahrt. Kommt es allerdings schnell wieder zu einer Erholung der Kurse, die den Kurs der XY-Aktie wieder über 59 Euro steigen lässt, so hat Herr Müller womöglich durch den Stop-Loss-Auftrag die Chance auf einen höheren Kursgewinn vertan.