Lexikon

Weinfonds

Weinfonds gehören zur Gruppe der geschlossenen Fonds. Sie gelten als hochspekulativ. Anleger verbinden bei diesen Fonds Genuss mit Investment. Die Fonds kaufen Spitzenweine, lagern sie mehrere Jahre und profitieren so von der Wertsteigerung. Die Zeichner können am Ende der Laufzeit den Wein bekommen oder ihn höchstbietend versteigern.

Weinfonds gehören zu den Spezialitätenfonds. Bei einem solchen Fonds schließen sich Weinliebhaber zusammen und kaufen direkt von den Zwischenhändlern erstklassige und teure Weine. Sie werden gelagert, um noch an Qualität zu gewinnen. Damit steigt auch die Rendite. 1990 zum Beispiel brachte eine Flasche Chateau Petrus bis zu 1.500 Euro.

Allerdings sind Weinfonds auch eine hochriskante Anlage. Die professionelle Lagerung und Überwachung der Weine ist teuer und bei Händlern steigt das Insolvenzrisiko. Weinfonds sollte darum nur zeichnen, wer sich im Weinhandel sehr gut auskennt.

Wer sich für einen Weinfonds interessiert, muss wie bei allen anderen Fonds auch den Ausgabeaufschlag und die Verwaltungsgebühr beachten. Denn beide sind im Regelfall nicht günstig und mindern die Rendite.

Weinfonds gehören zu den geschlossenen Fonds.