Lexikon

Zur Geschichte

Arbeiter, die das 70. Lebensjahr vollendet hatten, ein Zuschuss zum Lebensunterhalt gezahlt. Eine Invalidenrente wurde bei dauerhafter Erwerbsunfähigkeit gezahlt. 1911 kam eine Hinterbliebenenrente hinzu. Seit 1913 gibt es eine eigenständige Rentenversicherung für Angestellte. Die gesetzliche Rentenversicherung überstand die beiden Weltkriege und die Zwischenkriegszeit mit Inflation und Weltwirtschaftskrise. In Westdeutschland führen nach dem zweiten Weltkrieg die Landesversicherungsanstalten (LVA) und die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) die gesetzliche Rentenversicherung weiter. In der sowjetischen Besatzungszone wurde 1947 eine Einheitsversicherung für alle Zweige der Sozialversicherungen eingeführt, die in der DDR 1951 dem Freien Deutschen Gewerkschaftsbund (FDGB) unterstellt wurde.

1957 erfolgt in der Bundesrepublik eine einschneidende Rentenreform. Die Rente ist nun nicht länger Zuschuss zum Lebensunterhalt, sondern ersetzt den Lohn. Entsprechend wird sie seitdem laufend an die Entwicklung der Bruttolöhne angepasst. Eine weitere Rentenreform öffnete die gesetzliche Rentenversicherung 1972 für Selbstständige und Hausfrauen. Mit der deutsch-deutschen Währungsunion wurde das westdeutsche Rentensystem auf die damalige DDR übertragen.

Zuständig für die gesetzlichen Renten ist die Deutsche Rentenversicherung Bund ^Link www.deutsche-rentenversicherung-bund.de^. Außerdem gibt es noch die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, die für einige Berufsgruppen zuständig ist. Diese Träger erlassen die Rentenbescheide. Gibt es Fehler im Bescheid, muss der Rentner Widerspruch einlegen. Wird der Streit nicht beigelegt, landet er vor dem Sozialgericht. So ein Verfahren ist für den Versicherten kostenfrei.