22. Juni 2020

Lückenlos

© 157861376 Antonio Guillem/Shutterstock

Ob Inlay, Implantat oder Zahnspange: Zahnbehandlungen können je nach Umfang schnell mehrere tausend Euro kosten. Und fast immer müssen gesetzlich Krankenversicherte einen Eigenanteil bezahlen, der ebenfalls durchaus im vierstelligen Bereich liegen kann. Daran ändert auch die Tatsache wenig, dass die Kassen ab Oktober 2020 höhere Festzuschüsse zahlen. Anbieter von Zahnzusatzversicherungen werben damit, dass sie Kosten übernehmen. Doch für wen lohnen sich solche Policen – und was gilt es, vor dem Abschluss zu beachten?

Wer schon einmal eine Zahnbehandlung hinter sich gebracht hat, weiß: Das tut nicht nur auf dem Behandlungsstuhl weh, sondern auch im Portemonnaie. Denn die Gesetzlichen Krankenkassen übernehmen zwar die Behandlungskosten der Regelversorgung, aber bereits bei einer Füllung oder einer Krone kann es dem Patienten passieren, dass er aus eigener Tasche zuzahlen muss. Schon kleinere Abweichungen vom Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen, können einen ordentlichen Aufpreis bedeuten. Wer beispielsweise statt einer Brücke ein Zahnimplantat möchte, kann sich auf Kosten von 1000 oder 2000 Euro aus eigener Tasche einstellen. Wer als gesetzlich Versicherter eine sogenannte Zahnzusatzversicherung hat, bekommt diese Kosten meistens zumindest teilweise ersetzt.

Jeder Fünfte mit Zahnzusatzversicherung
Kein Wunder also, dass Zahnzusatzversicherungen gefragt sind. Allein 2018 wurden nach Angaben des Verbands der Privaten Krankenversicherung 343.000 neue Verträge abgeschlossen. Und insgesamt haben rund 16 Millionen Deutsche eine solche Police – also rund jeder Fünfte. Wer eine derartige Versicherung abschließen möchte, sollte zunächst überlegen, ob dies wirklich erforderlich ist. Die Verbraucherzentralen zählen sie jedenfalls nicht zu den dringend notwendigen Versicherungen. „Jeder Patient sollte sich zunächst einmal mit den Leistungen der Krankenkasse auseinandersetzen“, empfiehlt Julika Unger, Beraterin beim Referat Versicherungen der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Im Vorteil ist dabei, wer regelmäßig zum Zahnarzt geht und sein Bonusheft jährlich abstempeln lässt. Dabei gilt: Je weniger Lücken das Bonusheft hat, desto größer ist der Kostenanteil, den die gesetzliche Krankenkasse bei einer Zahnbehandlung übernimmt. „Hinzu kommt, dass einige Zahnzusatzversicherer die Leistungshöhe an der regelmäßigen Vorsorge orientieren“, betont die Versicherungsexpertin

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Claudia Lindenberg
Claudia Lindenberg ist seit 1998 als Journalistin mit Schwerpunkt auf Finanzthemen tätig. Die studierte Volkswirtin arbeitet seit 2016 als freie Finanzjournalistin und hat sich auf die Themen Immobilien und Immobilienfinanzierung, Versicherungen sowie Geldanlage und Investmentfonds spezialisiert.