24. Oktober 2021

Mal was anderes

© Pixel-Shot/Shutterstock

Die einen tun es, weil sie Abwechslung brauchen, die anderen, um der Arbeitslosigkeit zu entgehen: Umschulen. Das bedeutet, einen ganz anderen Beruf zu lernen als den, den man ausübt, vielleicht sogar schon lang. Immerhin kann man sich in vielen Fällen dabei fördern lassen. Gefragt sind krisensichere Jobs und solche, die es auch in Zukunft geben dürfte. Durch die Corona-Pandemie haben sich einige Trends derzeit verschärft – in der Pflege gibt es mehr Bedarf, in der Kulturbranche weniger 

Eine Umschulung ist das Erlernen eines Berufes, mit dem man bislang eher wenig zu tun hatte. Die Pilotin wird beispielsweise zur Lokführerin, der Krankenpfleger zum Steuerfachangestellten, die Schriftstellerin zur Sozialarbeiterin. Es gibt viele verschiedene Berufe, zu denen man sich umschulen lassen kann – und viele gute Gründe, dafür eine Förderung durch die Arbeitsagentur, das Jobcenter oder die Rentenversicherung zu erhalten. Rund 50.000 Deutsche lassen sich der Agentur für Arbeit zufolge pro Jahr im Durchschnitt umschulen, gefördert durch die Agentur für Arbeit und das Jobcenter. Eine Umschulung dauert in der Regel zwei Jahre. Zumindest ist das die aktuelle Förderungshöchstdauer.

Sinnvoll für wen?

Eine Umschulung kann sinnvoll für alle sein, die aktuell nicht in ihrem Beruf arbeiten können oder deren Beruf in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten zunehmend automatisiert und dadurch wegfallen wird. Es kommt also auf die individuelle Situation und die Lage am Arbeitsmarkt an. Außerdem empfiehlt sich eine Umschulung für Menschen, die aufgrund einer Berufskrankheit oder anderen Krankheit ihren Job nicht mehr ausüben können. Für Beamte wäre die Maßnahme allerdings weniger empfehlenswert. Für sie ist es meist besser, beispielsweise bei einem Burnout als Lehrer, sich auf einen Posten mit einem anderen Tätigkeitsbereich versetzen zu lassen, etwa in der Verwaltung. Schließlich kann es auch sein, dass einem der erlernte und ausgeübte Beruf schlichtweg keinen Spaß mehr macht – dann kommt es sehr auf die Umstände an, ob eine Umschulung finanziell gefördert wird.

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Maximilian Modler hat die Electronic Media School in Potsdam besucht und dort ein crossmediales Volontariat mit Schwerpunkt auf Verbraucher- und Wirtschaftsthemen absolviert. Er lebt und schreibt in Berlin, unter anderem für Spiegel Online, die Stiftung Warentest und natürlich für verbraucherblick.
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