16. September 2020

Neue Heizung mieten statt kaufen

© Andrey_Popov/Shutterstock

Der Kauf einer neuen Heizung kostet mehrere tausend Euro. Alternativ dazu können Immobilienbesitzer sich die Anlage leihen, Energie- oder Wärme-Contracting im Fachjargon genannt. Dabei überträgt man die Aufgaben rund um die Energieversorgung einem Dienstleister, dem Contractor, der die Heizung je nach Vertrag finanziert, einbaut, wartet und repariert – und die Kosten mit den Kunden abrechnet. Was bedeutet Contracting für Eigentümer und Mieter, welche Chancen und Herausforderungen birgt es?

Heizungsanlagen in Deutschland sind durchschnittlich 17 Jahre alt, in knapp 40 Prozent der Wohnungen sogar mindestens 20 Jahre. Das sind Ergebnisse der Studie „Wie heizt Deutschland 2019?“ vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. Spätestens nach 20 Jahren aber – so empfiehlt es die deutsche Heizungswirtschaft ihren Kunden – sollte man eine Heizung austauschen. Denn alte Anlagen entsprechen hinsichtlich Effizienz und Kohlendioxid-Emissionen nicht dem Stand der Technik. 

Doch eine neue Heizung kann oder will sich nicht jeder Immobilienbesitzer beziehungsweise jede Wohneigentümergemeinschaft (WEG) leisten. Eine Alternative zum Heizungskauf ist es, eine Anlage und den dazugehörigen Service gegen eine monatliche Rate zu mieten, was als Energie- oder Wärme-Contracting bezeichnen wird. Die Verträge laufen in der Regel über 10 Jahre, individuell aushandeln lassen sich auch 15 bis 25 Jahre. Die Bundesstelle für Energieeffizienz (BfEE) analysiert den Markt für Energieeffizienzdienstleistungen und -maßnahmen seit 2016 jährlich. Aus der Markterhebung 2019 geht hervor: 38 Prozent der 532 identifizierten Contracting-Anbieter sind Energieversorgungsunternehmen. Weitere 38 Prozent bezeichnen sich als Contractoren, 15 Prozent sind Architektur-, Energieberatungs- oder Ingenieurbüros, 6 Prozent kommen aus der Immobilienwirtschaft sowie dem Facility Management, sprich Gebäudemanagement. Die restlichen 3 Prozent sind sonstige Anbieter, darunter Energieagenturen, IT- oder Softwareanbieter oder Handwerksunternehmen. 

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Andreas Einbock
Andreas Einbock ist seit November 2015 Redakteur bei verbraucherblick. Seine Schwerpunkte sind Finanzen, Technik und Energie – und natürlich das Sparen, weshalb er die meisten Spartricks selbst testet. Zuvor hat er für eine Sonntagszeitung, einen Industrieverband und eine Industrie- und Handelskammer geschrieben.