7. Februar 2022

Flieger wegen Sicherheitskontrolle weg? – Anspruch auf Entschädigung

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Führt eine Sicherheitskontrolle dazu, dass Reisende ihren Flieger verpassen, haben sie Anspruch auf Entschädigung. Dafür müssen sich Passagiere aber den Hinweisen des Flughafens entsprechend rechtzeitig zum Check-In eingefunden haben sowie ohne erhebliche Verzögerungen zur anschließenden Sicherheitskontrolle gelangt sein. Dies hat das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am 27. Januar 2022 entschieden und die Berufung der Bundesrepublik Deutschland, die für Sicherheitskontrollen an deutschen Flughafen zuständig ist, abgewiesen (AZ 1 U 220/20). Das OLG begründete das Urteil damit, dass ein Fluggast sich nicht auf eine beliebige Dauer einstellen müsse, sondern sich nach den Empfehlungen des Flughafenbetreibers oder den Vorgaben der Fluggesellschaft richten darf. Im konkreten Fall hatte ein Passagier seinen Flug von Frankfurt in die Dominikanische Republik verpasst. Er hatte für den 11.50 Uhr geplanten Abflug nachweisbar den Check-In um 9 Uhr absolviert. Nach Bekanntgabe des Gates für den Abflug hatte sich der Reisende um 10 Uhr in die Warteschlange der Sicherheitskontrolle gereiht und war damit weit früher als die empfohlenen 90 Minuten.

Fliegen ist nicht nur wegen der Corona-Pandemie eine Herausforderung geworden, auch die Klimabilanz ist eine gewisse Hürde geworden. Lässt sich überhaupt mit gutem Gewissen fliegen? Ein paar Optionen gibt es schon, seinen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Welche das sind, lesen Sie im Beitrag „Klimafreundlicher reisen – Was bringt CO2-Kompensation?“.