19. Juni 2020

Nicht nur lochen und abheften

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Jährlich grüßt die Rentenversicherung. Mit der Renteninformation informiert die Deutsche Rentenversicherung alle, die mindestens 27 Jahre alt sind und die allgemeine Wartezeit (Mindestversicherungszeit von fünf Jahren) erfüllt haben. Doch die wenigsten lesen diesen Brief wirklich aufmerksam. Stattdessen landet er im besten Fall im Renten-Ordner, meist jedoch in der Schublade mit dem Krimskrams. verbraucherblick hilft, die Renteninformation richtig zu verstehen und so Rentenansprüche zu sichern.

Gedanken über die eigene Rente wollen sich die wenigstens gern machen. Für die meisten Berufstätigen ist der Lebensabend weit weg und irgendwie beschleicht viele vermutlich ein eher ungutes Gefühl. Wird die Rente reichen? Dabei hat doch der im April verstorbene Rentenpolitiker und ehemalige Bundesarbeitsminister Norbert Blüm den historischen Satz gesagt: „Die Rente ist sicher.“ Sicher schon, nur in welcher Höhe? Die Renteninformation ist erstmals im Jahr 2002 verschickt worden, um die Versicherten jährlich über die Entwicklung ihrer Rentenansprüche aufzuklären. Das Schreiben lenkt den Fokus auf den Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge. Dabei verschleiert der Brief aber, dass eine Absicherung für den Fall von Erwerbsminderung und Tod mindestens genauso so wichtig ist. Schade, dass es sich bei der Renteninformation nur um ein Stück Papier handelt, welches bekanntlich geduldig ist. Besser wäre es, die Renteninformation würde rot blinken – der Inhalt ist nämlich durchaus alarmierend.

Vorderseite der Renteninformation
Für das Studium der Renteninformation sollte man genug Zeit einplanen. Einem Reisekatalog gleich, beschreibt sie die tatsächliche Lage eher optimistisch. Besser ist es, man liest die gelieferten Informationen mit einem kritischen Blick.

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Dirk R. Schuchardt
Dirk R. Schuchardt ist seit über 20 Jahren freier Dozent, Autor und Chefredakteur von Rentenfernsehen.de. „Altersvorsorge ist nichts anderes als ein Zwiegespräch mit seinem künftigen Ich“! ist seine Maxime. In seinen Seminaren beweist er stets, dass das Thema Rente alles andere als langweilig ist.