19. Dezember 2016

Paket-Ärger oder wenn der Postmann gar nicht klingelt

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© Narong Jongsirikul/Fotolia.com
Paket nicht angekommen, vergebens gewartet, keine Nachricht im Briefkasten – immer mehr Menschen sind frustriert, weil Pakete verloren gehen oder nicht ordnungsgemäß zugestellt werden. 

Den Adventskalender hat sie bis heute nicht bekommen. Angela Eshun hatte ihn im vergangenen Herbst online für ihren Neffen bestellt. Laut Absender war er ausgeliefert worden, doch bei der Berlinerin kam er nie an. Sie klingelte bei ihren Nachbarn, fragte in Paketshops nach und beschwerte sich schließlich beim zuständigen Paketdienstleister DHL. „Die sagten, es könne passieren, dass Pakete aufgrund des hohen Aufkommens später zugestellt werden.“ Tatsächlich blieb der Adventskalender jedoch verschwunden.

Paket-Ärger zu Weihnachten

Etwa drei Milliarden Pakete sind 2015 deutschlandweit auf Reisen gegangen – und es werden jährlich mehr. Einer Studie des Beratungsunternehmens McKinsey zufolge wird sich die Anzahl der verschickten Pakete bis zum Jahr 2025 fast verdoppeln auf fünf Milliarden Sendungen. Immer mehr Menschen erledigen ihre Einkäufe im Netz. Was nicht gefällt, geht wieder zurück. Besonders viel zu tun haben Paketdienste in der Vorweihnachtszeit: Im November und Dezember sind doppelt so viele Pakete unterwegs wie in den übrigen Monaten. Umso ärgerlicher, wenn Weihnachtsgeschenke dann zu spät oder gar nicht eintreffen.

Angela Eshun kann viele solcher Geschichten erzählen. Seit gut drei Jahren kauft die 34-Jährige fast ausschließlich online ein. Nach Feierabend will sie ihre Ruhe haben und hat keine Lust mehr auf Einkaufstrubel und Schlangestehen. Zwei bis drei Mal pro Woche gibt sie eine Onlinebestellung auf: Kleidung, Schuhe, Einrichtungsgegenstände, Geschenke für Freunde und Familie. Bei den Nachbarn ist sie schon bekannt dafür, dass sie mal wieder auf der Suche nach einem Paket ist. Im Paketshop um die Ecke nennen die Angestellten sie mittlerweile beim Vornamen. Meistens nimmt die Berlinerin den Paket-Ärger mit Humor, manchmal nervt es sie aber auch gewaltig: „Das ist dann der Moment, in dem ich eine E-Mail an den Kundenservice schicke.“

Was müssen Verbraucher hinnehmen? Wie können sie sich wehren? Und was müssen Sie selbst beachten, wenn Sie ein Paket verschicken? Die Antworten dazu finden Sie in verbraucherblick 12/2016.

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