20. August 2016

Regionalsiegel bei Lebensmitteln

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© Goran Bogicevic/Shutterstock.com

Es ist klein und fällt mit seiner hellblauen Färbung auf: Das Regionalfenster. Unter gut 1000 derartiger Siegel zählt es zu den neuesten auf dem wachsenden Markt der Label. Es soll Verbraucher konkret und transparent über die Herkunft von Lebensmitteln aufklären. Gelingt das? 

Seit gut zwei Jahren prangt es auf den Verpackungen unserer Nahrung. So richtig zur Kenntnis nehmen es die wenigsten Verbraucher. Zwischen anderen, meist größeren Schriftzügen wie „Bestes aus der Region“, „Heimische Früchte“ oder Umwelt- und Entsorgungskennzeichnungen scheint das bläuliche Logo wenig wahrgenommen zu werden. Falls doch, weckt es einen bestimmten Eindruck: „Die Erwartungen der Verbraucher an ein regionales Produkt gehen in der Regel dahin, dass es aus dem Umkreis kommt, in dem man lebt, oder eben aus dem Bundesland. Häufig ist es so, dass die Produkte auch aus anderen Bundesländern stammen oder aus mehreren zusammengesetzten Großregionen kommen“, sagt Waltraud Fesser von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Einige Verbraucher fühlen sich von Labeln eher genervt statt informiert, wie eine nicht-repräsentative Kundenumfrage des ZDF-Verbrauchermagazins WISO zeigt. Wie viel Regionales ist im Supermarkt zu bekommen? Eine Test-Kundin wird in diverse Geschäfte geschickt, um einen normalen Wocheneinkauf zu machen. Ziel: Lebensmittel aus zehn Kategorien zu kaufen, darunter Fleisch, Käse, Marmelade, Brot und Äpfel. Lesen Sie die Ergebnisse in verbraucherblick 08/2016.

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