22. November 2021

Starthilfe Elterngeld

© Kseniya Ivanova/Shutterstock

Viele frischgebackene Eltern wollen sich meist um ihr kleines Kind kümmern und deshalb im Job kürzertreten oder sogar aussetzen. Um das geringere Einkommen abzufedern, können sie für bis zu 28 Monate Geld vom Staat bekommen. Das nutzen viele Mütter und Väter. Doch der Antragsprozess ist je nach Lebenslage recht kompliziert. Daher ist es sinnvoll, sich schon vor der Geburt mit der Sachlage auseinanderzusetzen. verbraucherblick erklärt die Grundlagen für Einsteiger und Details für Fortgeschrittene.

Das Elterngeld ist eine sogenannte Entgeltersatzleistung, die allen Eltern nach der Geburt zusteht, wenn sie für die Kinderbetreuung ihre Arbeit reduzieren oder ganz aussetzen. Man muss nur wenig von der Einkommens- und Vermögenssituation offenlegen und kann das Elterngeld flexibel nutzen. Beantragen können es neben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auch Selbstständige, Studierende, Auszubildende, Arbeitslose sowie Hausfrauen und -männer. Sowohl zusammen als auch getrennt lebende Eltern haben einen Anspruch, ebenso Alleinerziehende. Nur wer vor der Geburt mehr als 250.000 Euro brutto im Jahr beziehungsweise als Paar mehr als 300.000 Euro verdient hat, geht leer aus.

Basisinformationen

Je flexibler die Nutzung, desto komplizierter sind Antrag und Berechnung. Die Grundregeln:

  • Das Elterngeld beträgt etwa 65 Prozent des Netto-Einkommens. Für die Berechnung wird ein Schnitt aus den Gehältern der letzten zwölf Monate vor der Geburt gebildet.
  • Es gibt mindestens 300 Euro und höchstens 1800 Euro pro Monat. Beide Eltern können gleichzeitig Elterngeld bekommen, sie dürfen sich aber auch abwechseln.
  • Das ist das Basiselterngeld: Die Eltern können maximal 14 Monate Elterngeld untereinander aufteilen – vorausgesetzt, jeder beantragt mindestens 2 Monate. Wenn nur einer von beiden Elterngeld beantragt, gibt es die Leistung nur für 12 Monate. Alleinerziehende können allein die 14 Monate Elterngeld beziehen. 
  • Die Mutterschutzleistungen werden angerechnet. 

mehr lesen Sie in verbraucherblick 11/2021.

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Marina Engler schreibt seit Anfang 2014 als freie Journalistin für verschiedene Verbrauchermagazine. Ihre Schwerpunkte sind Gesundheit und Pflege. Da die journalistische Neugier tief in ihr verankert ist, befasst sie sich auch regelmäßig mit ganz anderen Themen.
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