9. April 2020

Tröpfchenweise

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Es gibt im Wesentlichen zwei Möglichkeiten, das Wasser von oben zu nutzen: Die Regentonne ist eine einfache Variante und dient zur Pflanzenbewässerung. Das Nass aus der aufwändigeren Regenwassernutzungsanlage lässt sich zusätzlich für die Waschmaschine, die Toilettenspülung und zum Putzen einsetzen. Welches sind die Vor- und Nachteile der beiden Varianten, wie funktionieren sie, wie plant und errichtet man sie? Und was kosten sie?

Der durchschnittliche Leitungswasserverbrauch in Deutschland betrug 2018 dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft zufolge 127 Liter pro Person und Tag. In der Dekade zuvor hatte er relativ stabil bei 123 Litern gelegen. Als wichtigsten Grund für den – am 17. April 2019 gemeldeten – Anstieg hatte der Verband die außergewöhnlich trockene Witterung bezeichnet. Nur 4 Prozent des täglichen Wassers verwendet der Bundesbürger für Essen und Trinken, während er mit 27 Prozent die Toilette spült, mit 12 Prozent Wäsche wäscht und 6 Prozent für Raumreinigung, Auto- und Gartenpflege einsetzt.

Das muss nicht so sein: Wer etwas für die Umwelt tun und Trinkwasser sowie Gebühren für die Einleitung des Regens in die Kanalisation sparen möchte, kann seine Pflanzen mit Regenwasser gießen, mit den gesammelten Niederschlägen putzen und diese sogar für die Toilettenspülung und die Waschmaschine einsetzen. Die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung (fbr) in Darmstadt hat im Frühjahr 2018 eine repräsentative Emnid-Umfrage zur Regenwassernutzung an 1000 Bundesbürgern durchführen lassen. Demnach halten es 95 Prozent der Befragten für sinnvoll, Regenwasser in Haus und Garten zu verwenden. „Rund 50 Prozent des Trinkwasserverbrauches können in Haushalten durch Regenwasser ersetzt werden“, sagt fbr-Fachreferent Dietmar Sperfeld.

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Christina Anastassiou
Christina Anastassiou arbeitet seit 2003 als freie Journalistin mit einem Schwerpunkt auf Finanz- und Wirtschaftsthemen. Die Diplombiologin mit dem Zusatzfach Betriebswirtschaftslehre schreibt über Geldanlagen, Finanzierung und mittelständische Unternehmen. Außerdem interessiert sie sich sehr für Gesundheit, Medizin und andere Verbraucherthemen.