20. November 2019

Tulpen und Touristen

© 1072232519 Elena Lysenkova/Shutterstock

Schmale Giebelhäuser, Coffeeshops und Horden von Besuchern: Amsterdam gilt als lebendes Klischee für Holland-Urlauber und Partytouristen. Es kann dort aber auch sehr schön und beschaulich sein. Vor allem im Frühling, wenn die Tulpen blühen, lohnt sich ein Ausflug in die Hauptstadt der Niederlande. Dann ist insgesamt etwas weniger los als zu Sommerferienzeiten und auch ein Besuch des Keukenhofs, der nur acht Wochen im Jahr geöffnet ist, lässt nicht nur die Herzen von Blumenfans höher schlagen.

Abendstimmung, eine leichte Brise weht, die untergehende Sonne spiegelt sich im Wasser einer Gracht, Hausboote dümpeln vor sich hin. Es duftet nach Frühling, nach frischem Apfelkuchen und, ja, da schwebt ein Hauch Marihuana durch die Luft – wahrscheinlich aus einem der zahlreichen Coffeeshops Amsterdams, in denen der Verkauf und Genuss von berauschenden Hanfprodukten toleriert ist. Doch biegt man aus der malerischen Seitenstraße wieder auf eine der Hauptstraßen der Innenstadt, wird es schon wieder weniger gemütlich. Heerscharen von Menschen, nicht wenige davon betrunken und laut, strömen die Kanäle entlang oder versuchen, sich schwankend auf einem der vielen geliehenen Hollandräder zu halten – sehr zum Ärger der Einwohner der Stadt, und auch zum Ärger all jener, die schöne Stimmungen und Bilder gerne in Ruhe in sich aufsaugen möchten.

Beste Reisezeit ist April
Wer außerhalb der Hauptferienzeiten kommt, muss sich Amsterdam mit weniger Mitbesuchern teilen. Ganz besonders zu empfehlen ist der April. Denn dann ist Tulpenzeit, und man kann im nah gelegenen Keukenhof die Blüten in schönster und kitschigster Farbenpracht erleben. Selbst für jene, die sich beim Anblick einer wirklich außerordentlich hübschen Blume höchstens mal ein „Nett“ abringen, ist dieses gärtnerische Spektakel einen Besuch wert.

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modler
Max Modler
Maximilian Modler hat die Electronic Media School in Potsdam besucht und dort ein crossmediales Volontariat mit Schwerpunkt auf Verbraucher- und Wirtschaftsthemen absolviert. Er lebt und schreibt in Berlin, unter anderem für Spiegel Online, die Stiftung Warentest und natürlich für verbraucherblick.