18. Juni 2017

Versicherungen oft unnötig

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Ob der Verlust des Smartphones, die kaputte Brille oder das verpasste Fußballspiel: Versicherer versprechen, sie könnten einen vor fast jedem finanziellen Schaden der Zukunft bewahren. Die Rechnung geht auf – meist aber vor allem für die Unternehmen selbst.

Viele Versicherungsgesellschaften sind erfinderisch, wenn es um neue Angebote geht. So gibt es etwa Policen nur für Unfälle während des Karnevals oder auf dem Oktoberfest. Auch Spieler des im vergangenen Jahr äußerst beliebten Smartphone-Spiels „Pokémon Go“ konnten sich gegen Unfälle absichern, die beim Spielen passierten. Oder ein Lautsprecherhersteller verkauft eine mobile Box mit einer Rechtsschutzversicherung, die bei Ruhestörung greift.

Absurd? Vielleicht – war oder ist aber alles auf dem Markt. Und der ist in Deutschland riesig. Im vergangenen Jahr zählte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft rund 431 Millionen laufende Verträge, also im Durchschnitt mehr als fünf pro Einwohner. Die Tendenz ist steigend: 2012 waren es nur gut 423 Millionen Policen. Deshalb verwundert es kaum, dass die Unternehmen sich immer neue Spezialversicherungen ausdenken.

Verbraucherschützer blicken skeptisch auf das ausufernde Schutzangebot. Was Sie dazu wissen sollten, verraten wir in verbraucherblick 06/2017.

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