21. Oktober 2019

Weizenmischbrot: teuer oder billig

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Die Deutschen sind stolz auf ihr Brot. Und sie essen es auch gern: Fast 1,7 Millionen Tonnen Brot kauften die Deutschen im vergangenen Jahr. Am beliebtesten sind Weizen- und Roggenmischbrote. Weit über 3000 Brotsorten gibt es in Deutschland – eine Vielfalt, die ihresgleichen sucht. Die Deutsche Brotkultur wurde daher von der Unesco zum immateriellen Kulturerbe erklärt. Doch das traditionelle Brot aus Bäckershand hat Konkurrenz bekommen.

Eigentlich müsste es um das deutsche Bäckerhandwerk also bestens bestellt sein. Doch das Gegenteil ist der Fall. Discounter und Backshops machen den deutschen Handwerksbäckern das Leben schwer. Rund zwei Drittel aller Brote kaufen die Konsumenten inzwischen nämlich dort und nicht mehr beim Bäcker ein. Und auch mit Nachwuchsmangel haben viele Bäckereien zu kämpfen. Mitten in der Nacht aufstehen, damit Kunden morgens frisches Brot vorfinden – diese Vorstellung reizt immer weniger junge Leute. In den vergangenen 60 Jahren sank die Zahl der Bäckereien auch aus diesem Grund, von rund 55.000 in Westdeutschland auf 10.926 Betriebe mit rund 35.000 Filialen in Gesamtdeutschland im Jahr 2018.

Tipp: Wer möglichst natürliches und mit traditionellen Zutaten gebackenes Brot möchte, sollte am besten beim Bäcker nachfragen, welche Inhaltsstoffe in Brot und Brötchen sind. Denn auch die meisten Handwerksbäckereien machen längst nicht mehr alles selbst. Vor allem aufwendig herzustellendes Laugengebäck und Croissants kaufen viele Bäckereien als Tiefkühlrohlinge zum Aufbacken dazu.

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Erik Hane
Erik Hane arbeitet für die Medienproduktion Cartagena. Er ist Autor zahlreicher Dokumentationen, Repor-tagen und Magazinbeiträge für das öffentlich-rechtliche Fernsehen mit Schwerpunkt Wirtschaft und Verbraucherschutz.