Rückwirkend EU-Rente, Beträge als Brutto oder Netto eintragen

  • Hallo in die Runde.

    ich weis, dass das Thema rückwirkende EU-Rente mehrfach abgehandelt wurde. Allerdings konnte ich zu meinem Problem keine Antwort finden.

    Ich habe im Juli 2021 eine EU-Rente beantragt und diese im Januar 2023 rückwirkend genehmigt bekommen. Für diesen Zeitraum habe ich Krankengeld und danach ALG1 erhalten. Die EU-Rente wurde dann mit dem Krankengeld und dem Arbeitslosengeld verrechnet. Die monatliche Erwerbsminderungsrente ist niedriger als das Krankengeld/ALG1, so dass das FA die Progressionseinkünfte für 2021 und 2022 nachberechnet hat. Dazu folgende Fragen:

    1. Das FA hat mir die Berechnung des Progressionsbeitrages zugesendet. Dabei wird die Differenz des Bruttokrankengeldes zum Netto-Rentenbetrags (Rentenbeitrag abzüglich KV und PV-Beiträge) angesetzt. Ist das so steuerrechtlich korrekt und wie trage ich die Beträge dann ins Steuerprogramm ein?

    2. Muss das Krankengeld bis Juli 2021 separat ins Steuerprogramm eingetragen. Welchen Betrag (Brutto oder Netto) muss ich ansetzen?


    Leider gibt der § 32b EStH keine Auskunft über diese Problematik.


    Mit freundlichen Grüßen. Thomas

  • ich weis, dass das Thema rückwirkende EU-Rente mehrfach abgehandelt wurde. Allerdings konnte ich zu meinem Problem keine Antwort finden.

    Das ist doch der Standardfall, der nun wirklich mehrfach erläutert wurde:

    rückwirkend EU-Rente - Forumssuche

    Krankengeld EU-Rente - Forumssuche

    Nachzahlung EM Rente

  • Ist das so steuerrechtlich korrekt

    Das Finanzamt muss den Betrag als Rente nehmen, den die Rentenversicherung verrechnet hat. Abgerechnet wird nach den Regeln der Rentenversicherung

    und nicht nach Regeln des Steuerrechts.


    Ausgangsbetrag für die Abrechnung eines Erstattungsanspruches ist

    • bei Rentenbeziehern, die in der Kranken- und Pflegeversicherung der Rentner pflichtversichert sind, die so genannte "Nettorente", das heißt der

    dem Berechtigten zustehende Rentenbetrag gemindert um die Eigenbeteiligung des Rentners am Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung

    und den Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung,


    Bei privat krankenversicherten Rentnern ist hingegen die Bruttorente der Ausgangsbetrag für die Verrechnung.


    Das für 2021 verbleibende Krankengeld muss nicht aufgeteilt werden, für den Progressionsvorbehalt ist immer der Jahreswert maßgeblich.