VSt bei Eingangsrechnungen und EÜR/IST-Besteuerung

  • Hallo.


    Ich evaluiere i.M. noch den Kaufmann 2012 Prof. und bin immer mehr angetan von der Software, je mehr ich das System dahinter verstehe. Man braucht doch etwas mehr Zeit, um sich irgendwie einzufinden. Auch finde ich den Chat-Support wirklich eine sehr tolle und überaus nützliche, sowie informative Alternative zum kostenpflichtigen Telefonie-Support. Lob, wo lob gebührt. :-)


    Jetzt aber zu meinem Anliegen. Es geht grob um das Thema Eingangsrechnungen und deren Verwaltung, wenn man IST-Besteuert ist und EÜR macht.


    Wenn ich eine Eingangsrechnunge verwalten will, bieten sich mir ja verschiedenste Möglichkeiten:


    • Buchung im Hauptbuch (z.B. 4950 an 1200) mit Belegnummer etc.
    • ein Überweisung zum Zahlen tätigen, Kontoumsätze abrufen und Zuweisung über Zahlungsverkehrseingang (wobei die Katagorie etwas unglücklich benannt ist, weil man hier weniger an Ausgänge denkt)
    • direkt einen OP erzeugen übers Hauptbuch mit Kreditorenverwaltung
    • direkt eine neue Rechnung manuell erfassen mit Kreditorenverwaltung
    • direkt einen neuen OP anlegen


    Jetzt habe ich das "Problem", dass man bei IST-Besteuerung ja generell trotzdem sofort die VSt geltend macht und für die EÜR eben das Geldflussprinzip gilt, d.h. ich würde gerne eine Rechnung erfassen, so dass die VSt geltend gemacht wird, aber es sonst keine Auswirkungen hat. Wenn ich dann die Rechnung bezahle, soll die restliche Buchung erfolgen. Wenn ich das nun richtig sehe, bleibt mir "nur" der Weg generell mit Kreditoren zu arbeiten, ansonsten müsste ich immer direkt eine Rechnung bezahlen, um die VSt auch buchungstechnisch geltend machen zu können. Oder irre ich mich da? Das ist z.B. gerade für Rechnungen, die ungünstig am Monatsende kommen und nicht mehr bei der Bank gebucht werden, ggf. relevant, aber auch für Rechnungen, die man vielleicht ein paar Tage später bezahlen möchte, dies aber dann im nächsten Monat wäre.


    Generell möchte ich eh mit Kreditoren-/Debitoren arbeiten, aber ich finde es etwas umständlich als Dienstleister ohne Wareneinkäufe wirklich für jede Eingangsrechnung einen Kreditor anzulegen, besonders wenn es einmalige oder sehr seltene Zahlungen sind. Kann man hier ggf. ein Personenkonto anlegen, dass quasi ein Auffangbecken für Kreditoren ist, die eben kein eigenes Konto bekommen oder ist das von der Buchhaltung oder irgendeinem anderen Grund nicht korrekt? Wie macht ihr das?


    Dann würde ich gerne noch kurz fragen, bei "Zahlungsverkehreingang-Datensatz neu erfassen" gibt es ja die Felder für "Bank (Gutschrift)" und "Bank (Lastschrift)". Wenn ich nun manuell Kontobuchungen erfassen möchte, ist mir dieser Dialog noch nicht so ganz klar. Wie wähle ich denn hier meine Hausbank aus bzw. für was genau stehen denn die zwei Bankangaben z.B. wenn ich eine Ausgangszahlung hierüber erfassen möchte? (wenn z.B. ein Bankkonto noch nicht online geführt wird)


    Lieben Dank vorab für jede Hilfe/Info und jedem noch ein schönes Wochenenden...
    matthias

  • Jetzt habe ich das "Problem", dass man bei IST-Besteuerung ja generell trotzdem sofort die VSt geltend macht ...

    Nur als Hinweis: Das ist der Grundsatz, aber kein Muss.


    Selbst viele Steuerberater machen das aus Vereinfachungsgründen anders, was zum Teil auch dem Schutz des Unternehmers bei schlechter Liquidität dient.

  • Hallo khaos,


    Kann man hier ggf. ein Personenkonto anlegen, dass quasi ein Auffangbecken für Kreditoren ist,

    Im Prinzip ja. Korrekte Dokumentierung der einzelnen Vorgänge wird dadurch natürlich noch wichtiger.



    Dann würde ich gerne noch kurz fragen, bei "Zahlungsverkehreingang-Datensatz neu erfassen"

    Da stellt sich mir eigentlich eher die Frage: Warum wollen Sie hier einen Zahlungsverkehreingang-Datensatz neu erfassen? Was Sie hier erfassen, muss ja sowieso noch in die Buchhaltung überführt werden. Die Zwischenschritte kann man sich also sparen und den Buchungssatz direkt in der FiBu eintragen.


    Mit freundlichem Gruß


    Christoph Diel