Wie diese Shop-Einnahmen idealerweise buchen?

  • Guten Morgen in die Runde,


    normalerweise erzeuge ich unserer Ausgangsrechnungen mit MB. Zuordnung/Buchung der Zahlungseingänge also kein Problem.


    Nun verkaufen wir zusätzlich über eine weitere Internet-Plattform. Dieses System erzeugt bei Verkäufen direkt eine Rechnung und sendet diese auch direkt an den Kunden. Da die gesamte Zahlungsabwicklung vom Betreiber dieser Plattform übernommen wird, haben wir unsere Forderungen an diesen Betreiber abgetreten. Wir erhalten nun unser Geld direkt vom Betreiber in der Art:


    Auszahlungsbetrag = Rechnungsbeträge - Verkaufs-/Handlingsprovisionen


    Praktisch: 3 Kundenrechnungen, die in Summe 250,- ergeben, eine Rechnung des Betreibers an uns über 20,-, ergeben einen Auszahlungsbetrag von 230,-.


    Wie buche ich dies korrekt und auf welches Konto?



    Besten Dank & guten Wochenenstart

    Meine Welt: EÜR, IST-Versteuerer, MB, Variante 3, SKR03 // Windows 10
    HINWEIS: Die von mir hier verfassten Beiträge äußern lediglich die persönliche Meinung des Verfassers und sind in keiner Weise qualifizierte, individuelle Beratung.

  • Dieses Thema beschäftigt mich leider immer noch.


    An anderer Stelle habe ich diese Vorgehensweise als Vorschlag bekommen. Kann mir ein/e Kundige/r sagen, ob ein solches Verfahren sinvoll und - falls ja - wie in MB abgebildet werden kann. Danke!



    "... natürlich kann man mit Debitoren und Kreditoren buchen.
    Ist aber sehr umständlich.
    Trotzdem hat man hinterher eine vernünftige Übersicht.


    Rechnungsausgang
    10001 Debitoren Januar 2013
    an 1792 Verrechnungskonto Debitor


    Rechnungseingang
    1591 Verrechnungskonto Kreditor
    an 70000 Kreditor Shopbetreiber



    Zahlungseingang
    1200 Bank
    an 1361 Geldtransit Shopbetreiber
    an 10001 Debitoren Januar 2013


    70000 Kreditor Shopbetreiber
    an 1361 Geldtransit Shopbetreiber


    4971 Provision Shopbetreiber
    1576 Vorsteuer 19%
    an 1591 Verrechnungskoto Kreditor


    1792 Verrechnnungskonto Debitor
    an 8400 Erlöse 19%
    an 1776 UST 19%


    Das Konto 1361 Geldtransit Shopbetreiber muss nach diesen
    Buchungen im auf 0,-- sein.


    Das Konto 1591 Verrechnungskonto Kreditor und
    das Konto 70000 Kreditor Shopbetreiber müssen den
    gleichen Betrag auf den Konten stehen haben
    Konto 1591 im Soll und das Konto 70000 im Haben
    Zusätzlich hast Du eine OP-Liste.
    Gewinnauswirkung haben diese Konten nicht.


    Das Konto 10001 Debitoren Januar 2013
    bis Konto 10012 Debitoren Dezember 2013
    und
    das Konto 1792 Verrechnnungskonto Debitor müssen den
    gleichen Betrag auf den Konten stehen haben
    Konto 10001 bis 10012 im Soll und das Konto 70000 im Haben
    Zusätzlich hast Du eine OP-Liste.
    Gewinnauswirkung haben diese Konten nicht.


    Die Kosten (Provisionen) und Erlöse müssten unter dem
    gleichen Datum wie der Zahlungseingang gebucht werden.


    Natürlich auch die Buchung:
    70000 Kreditor Shopbetreiber
    an 1361 Geldtransit Shopbetreiber
    unter dem Datum des Zahlungseingangs.
    "

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  • Moin,
    nach meiner Einschätzung müsstet Du dann für jede Rechnung die aufgeführten Buchungen manuell durchführen, ein ganz schöner Aufwand.


    Der Aufwand ist recht groß. Dafür hätte man aber eine perfekte Übersicht, die man sich sonst vielleicht per Excel zusätzlich zu den "einfachen" Buchungen auch machen müsste.
    Zudem muss man ja per Splittbuchung in der einfachen Variante auch mehrere Buchungen je Zahlungseingang durchführen.



    ...und ob es überhaupt funktioniert..


    Das ist natürlich ein äußerst gewichtiger Einwand. Warum sollte/könnte das nicht funktionieren?



    Gruß

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  • Welche Übersicht brauchst Du genau bei Deinen Shoperlösen, die MB nicht hat...


    Zum Beispiel ob die Verrechnungen überhaupt und wenn ja korrekt abgewickelt werden. Wenn die in festen Intervallen stattfinden Auszahlung an uns beispielsweise 10 oder zwanzig Verkäufe beinhaltet, geht der Überblick schnell verloren. Bucht man die Verkäufe wie vorgeschlagen einzeln via Verrechnungskonnto, kannn man - so vermute ich - viele Vorgänge auch über einen längeren Zeitraum besser verfolgen und überwachen. Oder habe ich hier jetzt einen Denkfehler?

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  • Warum keine Splitbuchung in x einzelne Erlöse mit ordentlicher Beschriftung?


    Darauf wird es wohl hinauslaufen. Der alternative Weg erscheint doch buchungstechnisch äußerst aufwendig - zumal ich nicht weiß, ob MB diese Buchungen über die "manuelle Buchung" auch ermöglicht. Denn ich habe nicht gesehen, dass man dort Einzeldebitoren resp. Einzelkreditoren direkt bebuchen kann.

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  • Moin,
    bekommst Du die Rechnungen, die die Verkaufsplattform automatisch generiert, auch automatisch in Kopie?
    Führst Du die Kunden, die über die Plattform einkaufen, auch in Deinen Stammdaten in MB?
    Du könntest die Verkäufe ja auch in MB "nachstellen", ein Rechnungsformular in interneren Verkaufsbeleg umbenennen und dann die Zahlungen, diesen Belegen zuordnen. Die Provision buchst Du wie beschrieben als Splittbuchung.
    Führst Du die Kunden nicht, könntest Du einen "Plattforum-Proforma"-Kunden anlegen, über den alle Verkäufe laufen, für eine Übersicht sollte das reichen..

  • Moin,

    bekommst Du die Rechnungen, die die Verkaufsplattform automatisch generiert, auch automatisch in Kopie?


    Ja


    Führst Du die Kunden, die über die Plattform einkaufen, auch in Deinen Stammdaten in MB?


    Nein.


    Du könntest die Verkäufe ja auch in MB "nachstellen", ein Rechnungsformular in interneren Verkaufsbeleg umbenennen und dann die Zahlungen, diesen Belegen zuordnen. Die Provision buchst Du wie beschrieben als Splittbuchung.

    Das "Nachstellen" wollte ich ja eigentlich vermeiden. Warum diesen Aufwand nochmal treiben, wenn dies schon ein System für mich erledigt?


    Führst Du die Kunden nicht, könntest Du einen "Plattforum-Proforma"-Kunden anlegen, über den alle Verkäufe laufen, für eine Übersicht sollte das reichen..


    Aber dann müßte ich doch auch alle Verkäufe einzeln nachstellen, oder?


    Wäre dies ok: Ich buche den Zahlungseingang in der Splittbuchung als Erlöse 19%, die Provisionen/Kosten entsprechend und hefte als Belege die Kopien der vom Shop-System generierten Rechnungen sowie die entsprechenden Abrechnungen des Betreibers ab. Fertig.


    Zu Auswertungszwecken wären natürlich separate Konten für diese Erlöse/Kosten schön. Hier liegt die gedankliche Keimzelle des umständlichen Weges via Verrechnungskonten.

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  • Moin,
    wäre es nicht auch möglich, eine Verkaufsbeleg anzulegen,diesen immer bei einem erneuten Onlinerechnungsstellung aufzurufen und entsprechend zu erweitern?
    Du würdest diese (Rechnung) solange fortführen, bis Du von deinem Anbieter die Zusammenstellung bekommst. Du könntest auch einen Proformaartikel anlegen, so dass Du immer nur die Summe der Onlinerechnung einträgst. So sollte eine Kontrolle und Auswertung möglich sein. Diese Zusammenfassung heftest Du dann nach Zahlungseingang mit der Abrechnung des Betreibers als internen Beleg ab.