Überweisungen mit QR-Code

  • In Zeiten von SEPA in denen der Kreditor seinen Cashflow über alle Möglichkeiten von verschiedenen Konten steuern kann, halte ich eine vollautomatische ÜW-Generierung für Hilfreich.

    Oh, das bestreitet niemand. :) Wobei ich das bei den Supermärkten, Tankstellen, Versandhäusern, Ärzten usw. bisher noch nicht erlebt habe. Die sind darauf erpicht, den Kunden eine BV einzuimpfen.

  • die Zusätzliche HW wird nur bei papiernen Belegen benötigt. Für elektronisch übermittelte normalerweise nicht.

    Ich bekomme einen Großteil meiner Rechnungen bereits elektronisch. Nur beziehen sich diese auf regelmäßige Zahlungen, wofür ein Lastschriftverfahren eingerichtet ist. Da bringt mir ein QR-Code nichts. Und selbst wenn ich selbst überweisen würde, hätte ich die Daten einmalig in der Adressverwaltung angelegt und würde diese immer wieder nutzen. Ich suche immer noch den Anwendungsfall, wo eine Privatperson ständig von unterschiedlichen Empfängern Rechnungen bekommt, so dass sich eine derartige Funktionalität lohnen würde.

    Nebenbei ist natürlich auch ZUGFeRD mit dem XML eine Möglichkeit, Rechnungsdaten direkt zu verarbeiten.

    Sicherlich ist sie das und kann auch m. E. über eine Importfunktion mit einem überschaubaren Aufwand realisiert werden. Nur sind wir dafür noch mind. 3 Jahre zu früh dran. Leider gibt es in Deutschland nur eine Pflicht, dass eRechnungen von öffentlichen Auftraggebern angenommen werden müssen, aber keine - wie in anderen Ländern - dass diese von Unternehmen auch genutzt werden müssen. Darüber hinaus gibt es auch noch Schwellenwerte, die beachtet werden müssen. D. h. die eRechnung wird erst einmal ganz langsam loslegen. Erst wenn die Vorteile bei allen angekommen sind, wird es hoffentlich zu einer großen Aktzeptanz und Verbreitung kommen.

  • Wenn ich, ob als Privatperson oder als "Klein"unternehmer (EÜR Kategorien lassen Grüßen!), Einkäufe bei unterschiedlichsten Lieferanten (auch Ausland) tätige und damit Zahlungsaufforderungen (Rechnungen) von diesen erhalte die ggf. auch noch selber unterschiedlichste Konten betreiben, ist die Wahrscheinlickeit, dass ich auch ständig auf unterschiedliche Konten zahlen muss sehr hoch. Was nützt mir das Gerede von Freiheit des "Internetbusiness" wenn ich doch immer nur bei "Ama" ober "I bäh" kaufen soll?


    Falk

  • Ich kaufe auch viel über das Internet ein. Die von mir genutzten Zahlungsarten sind dabei aber eher Paypal, Kreditkarte oder das Lastschriftverfahren. Liegt aber auch daran, dass Zahlung auf Rechnung für Privatpersonen eher selten angeboten wird. Und man sollte nicht vergessen, dass Mein Geld vorrangig für diese gedacht ist.


    Verstehe mich nicht falsch, ich absolut kein Gegner davon, Rechnungsdaten zu importieren und elektronisch weiter zu bearbeiten. Es sollte nur über einen einfachen Standard laufen, der auch mit wenig Aufwand zu integrieren ist. Daher setze ich lieber auf die eRechnung.

  • Ich suche immer noch den Anwendungsfall, wo eine Privatperson ständig von unterschiedlichen Empfängern Rechnungen bekommt, so dass sich eine derartige Funktionalität lohnen würde.


    Wer Privatpatient ist und Kinder hat, die des öfteren Mal zum Arzt müssen, der bekommt ständig von unterschiedlichen Empfängern Rechnungen. Denn jeder Bluttest o.ä. geht an ein anderes Labor und pro Test wird eine separate Rechnung gestellt.


    Das ist aber nur ein Teil meiner Anforderung. Wenn in einer Familie öfter auch mal bei kleineren Internetläden eingekauft wird, die kein Paypal o.ä. anbieten, dann hat man regelmäßig Rechnungen von unterschiedlichen Firmen. Ist ja toll, wenn man hierfür einen Kontakt anlegen kann - allerdings kaufe ich mir halt nur einmal ein altes Buch bei einem Kleinsthändler aus Buxtehude.


    Einen Standard bzgl. der QR-Codes gibt es schon. Und es gibt auch viele Banken, die entsprechende Funktionen in Ihre Apps einbauen. Wenn die Sache mit dem QR-Code so sinnlos ist wie von Dir beschrieben - warum gibt eine Bank dann für die Entwicklung entsprechender Funktionen so viel Geld aus? Das ist doch ein Widerspruch an sich...

  • Ich kaufe auch viel über das Internet ein. Die von mir genutzten Zahlungsarten sind dabei aber eher Paypal, Kreditkarte oder das Lastschriftverfahren. Liegt aber auch daran, dass Zahlung auf Rechnung für Privatpersonen eher selten angeboten wird. Und man sollte nicht vergessen, dass Mein Geld vorrangig für diese gedacht ist.


    Verstehe mich nicht falsch, ich absolut kein Gegner davon, Rechnungsdaten zu importieren und elektronisch weiter zu bearbeiten. Es sollte nur über einen einfachen Standard laufen, der auch mit wenig Aufwand zu integrieren ist. Daher setze ich lieber auf die eRechnung.

    Na. Wenn das so ist, kann Buhl ja den EÜR-Baum endlich löschen ;)
    Falk

  • Wer Privatpatient ist und Kinder hat, die des öfteren Mal zum Arzt müssen, der bekommt ständig von unterschiedlichen Empfängern Rechnungen. Denn jeder Bluttest o.ä. geht an ein anderes Labor und pro Test wird eine separate Rechnung gestellt.

    Und wieviele davon liefern einen QR-Code auf ihrer Rechnung? Ich habe auch eine Reihe von Ärzten und auf keiner Rechnung ist einer angebracht. Selbst die Rechnungen der Abrechnungsbüros enthalten bei mir keinen. Und wie bereits geschrieben, wenn man die Bankverbindung erst einmal im System hat, kann man diese immer wieder verwenden, dann benötigt man den QR-Code auch nicht mehr. Wie häufig würde man diese Funktionalität dann tatsächlich benötigen? Das ist für mich die Frage.

    Wenn die Sache mit dem QR-Code so sinnlos ist wie von Dir beschrieben - warum gibt eine Bank dann für die Entwicklung entsprechender Funktionen so viel Geld aus? Das ist doch ein Widerspruch an sich...

    Mein Geld ist eine Desktop-Software. Das ist für mich schon ein Unterschied zu einer App, die vorrangig für Handys und Tablets erstellt wird.

    Na. Wenn das so ist, kann Buhl ja den EÜR-Baum endlich löschen

    Das ist aber auch der einzige Punkt inklusive der dazugehörigen Auswertungen, um den einfachen Selbständigen einen Wechsel auf die großen umfangreicheren Buhl Produkte zu ersparen. Wir hatten hier auch schon Anregungen, MG mit Funktionalitäten zu erweitern, die rein geschäftlicher Natur sind, die sicherlich nie integriert werden.

  • Wenn die Sache mit dem QR-Code so sinnlos ist wie von Dir beschrieben

    Das hat Sven nicht gesagt. Für den, der in kurzen Zeitabständen eine nennenswerte Menge von Rechnungen mit QR-Code bekommt wäre das ohne Zweifel eine feine Sache. Ob das aber für den Großteil der MG-Anwender oder den Kleinsthändler aus Buxtehude zutrifft, ist zumindest fraglich.

  • Henne/Ei. Wenn z.B. die Buhl Business-SW auch die Erstellung solcher QRs ermöglichen würde, würde das der Verbreitung ggf. auch weiter förderlich sein.

    Das ist nun wirklich eine andere Baustelle. Entweder der QR-Code ist soweit verbreitet, daß es sich lohnen würde oder er ist es nicht.

  • Gerade aufgrund der Normierung kann man davon ausgehen, dass in Kürze immer mehr Rechnungen genau solche QR-Codes enthalten.

    Es ist schon interessant was manche User für Mutmaßungen anstellen. In den 30 Monaten sei dieser "Mutmaßung" ist mir noch keine einzige Rechnung mit QR-Code untergekommen. Und ich bekomme in meinem privaten Bereich mehr Rechnungen (auf Papier oder elektronisch) als manch einer vermutet.
    Ergänzend habe ich dann mal meine Frau gefragt, die eine Kreditorenbuchhaltung macht mit > 300 Rechnungen im Monat, ob ihr schon Rechnungen mit QR-Code begegnet sind.
    Antwort: "Was ist das?"
    Soviel zum Thema Verbreitung von QR-Codes auf Rechnungen und dem "dringenden" Bedarf sowas in MG um zusetzen. Ich denke da gibt es andere hilfreichere Funktionen die man umsetzen kann.

  • Seit der letzten Aktivität ist wieder einmal einiges an Zeit vergangen. Trotzdem hat sich in der Sache nichts getan. In einem anderen Thread wird berichtet, dass wohl ein andere App von Buhl den QR-Code einlesen kann bzw. dass man diese Funktion dann doch nicht findet:


    Girocode oder QR Code

    https://www.buhl.de/finanzblick/finanzblick-und-sepa/


    Irgendwie ist es schon komisch: alle reden von Digitalisierung, von Industrie 4.0 von Vernetzung und so weiter. Aber ich tippe immer noch IBAN-Nummern von Rechnungen ab. Vom Komfort gibt es sogar Rückschritte: durch die Abschaltung des iTAN-Verfahrens bei der Sparda-Bank muss ich jetzt immer über die Sparda-Secure-App gehen. Die geht aber nur im Zusammenhang mit dem Netbanking und die Sparda-Bank sieht es nicht für nötig an, hier eine HBCI-Schnittstelle zu schaffen.


    Die Tatsache, dass auf vielen als PDF verschickten oder per Post versandten Rechnungen immer noch kein QR-Code zu finden ist, bestätigt für mich nicht die Notwendigkeit der Tatsache, dass es nötig wäre hier eine Vereinfachung zu schaffen. Und auch die Anlage von Kontakten hilft nur mäßig weiter. Denn bei den Arztrechnungen werden wie geschrieben öfters einmal externe Labore beauftragt. Die stellen dann einmalig eine Rechnung - ich bekomme von denen nie wieder eine IBAN zu Gesicht. Manche Bankverbindungen ändern sich auch, manche Ärzte wechseln die Vertragslabore etc. pp.

  • Da gibt es ja schon auch Gegener hier im Forum. So z.B. in diesem Thread von Sven v. 05.06.2016 der lieber auch die eRechnung baut.

    Ich frage mich bloß, ob es ZUGFeRD, XRechnung, EDIFACT oder sonst welches Verfahren sein wird. Da wäre mir das "einfach QR" um die Bankverbindung mit Betrag und Verwendung zu übermitteln für einen Privatmann schon akzeptabel.

    Die anderen Verfahren dürften noch einige Herausforderung größer für Buhl sein.

  • Was heißt hier Gegner? Klar ist es nicht schön, IBANs abtippen zu müssen, aber der QR-Code ist für mich dennoch der falsche Weg. Wie man sieht hat sich in den letzten beiden Jahren diesbezüglich auch nicht viel getan. Ich erhalte immer noch keine Rechnung mit einem QR-Code. Ehrlich gesagt verwundert mich das auch nicht, da die eRechnung voranschreitet.


    Gesetzt ist definitiv das XRechungsformat. Dieses wird vom Bund genutzt und ist ab 27.11.2020 für alle Auftragnehmer des Bundes verpflichtend. Da sich diese XML-Datei - mehr ist es leider nicht mehr - nicht mal einfach so erstellen lässt, werden sich viele Rechnungsteller eine Software suchen müssen, die dieses erstellen können. Somit wird die elektronische Rechnung voranschreiten. Welche Auswirkung auf den privaten Markt haben wird, ist m. E. unklar. Es ist schlecht vorstellbar, dass sich Verbraucher mit einer reinen XML-Datei als Rechnung zufrieden geben werden. Das ZUGFeRD 2.0 ist ebenfalls EU-konform, hat jedoch noch einen visuellen Anteil. Daher ist davon auszugehen, dass sich voraussichtlich für den Verbraucher eher dieses Format durchsetzen wird.


    Weiterhin problematisch ist der Datenschutz. Ich kann mir nicht vorstellen, dass vertrauliche Rechnungen - wie z. B. Arztrechnungen - zukünftig per unverschlüsselter E-Mail versendet werden. Hier gibt es bis heute keine pratikable Lösung. Die DE-Mail ist in meinen Augen ein Totgeburt, da viel zu umständlich und zu aufwendig. Viele Anbieter setzen da lieber auf eine Benachrichtigung per E-Mail und den anschließenden Download aus einem Portal nach vorheriger Anmeldung. So eine Art zentrales Rechnungsportal - wie es der Bund auch umsetzt - müsste es auch für Ärzte oder generell geben, so dass die Rechnung dort über eine verschlüsselte Verbindung heruntergeladen werden könnte. Dann könnte man auch ein Format wie ZUGFeRD verwenden. Letztendlich ist ein maschinenlesbares elektronisches Format die sinnvollste Lösung zur elektronischen Weiterverarbeitung. Eine derartige Schnittstelle sollte sich auch in eine Desktopsoftware wie MG integrieren lassen. Aktuell bleibt aber nur abzuwarten und zu beobachten was passieren wird.

  • In einem anderen Thread wird berichtet, dass wohl ein andere App von Buhl

    Mein Geld ist keine App, sondern ein ganz normales PC Programm.

    den QR-Code einlesen kann bzw. dass man diese Funktion dann doch nicht findet

    Das stimmt allerdings. Ich habe die Finanzblick-App auf dem Smartphone ausprobiert und finde dort auch nicht die beschriebene Funktion. Wobei die Blogeinträge von 2013/14 sind. Ich werde mal bei Buhl nachfragen, wie der Stand der Dinge ist.

  • Ich habe die Finanzblick-App auf dem Smartphone ausprobiert und finde dort auch nicht die beschriebene Funktion. Wobei die Blogeinträge von 2013/14 sind. Ich werde mal bei Buhl nachfragen, wie der Stand der Dinge ist.

    Und hier ist schon die Antwort:


    Buhl Support schrieb:

    […] Die Blogeinträge beziehen sich auf finanzblick iOS und ein älteres Auftragsformular. Die Funktion "Überweisung fotografieren" enthält leider noch nicht die Möglichkeit, einen SEPA-QR Code zu erkennen und in eine ausgefüllte Überweisung umzuwandeln. Eine solche Funktion wurde bereits zuvor von anderen Usern angeregt und ist daher bereits in unsere Planung aufgenommen. Eine weitergehende Aussage (insbesondere zur Reihenfolge) der Neuaufnahmen und Funktionserweiterungen ist derzeit noch nicht möglich.[…]

    Diese Aussagen beziehen sich wie gesagt auf die finanzblick App, nicht auf Mein Geld.