Rücklagen für nicht monatliche Ausgaben festhalten

  • Und was in der Zelle "Bildung Rücklage" steht, buchst du jeden Monat auf ein Tagesgeldkonto um?

    Nehmen wir mal als Beispiel den Februar. Im Februar müsste ich 309 € auf das Tagesgeldkonto überweisen, allerdings werden im Februar 75 € an Ausgaben fällig. Somit muss nur 234 € auf das Tagesgeldkonto überwiesen werden. Anders im Juni. Im Juni müsste ich 270 € Rücklagen bilden. Da aber im Juni für 413 € Ausgaben anfallen, löse ich nach diesem System 143 € Rücklagen auf (Überweisung vom Tagesgeldkonto aufs Girokonto).
    Bei mir sind die Beträge zu klein, deshalb werde ich das für mich nicht realisieren.


    Viele Grüße
    Thomas

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    I think there is a world market for maybe five computers (IBM-Vorsitzender Thomas Watson, 1943)

  • Ich habe noch eine alternative Berechnung hinzugefügt, die einen komplett anderen Blickwinkel hat. Hier definiere ich einen gleichbleibenden Kontostand und buche nur die Differenz zum oder vom Tagesgeldkonto.
    Wieder die Beispiele Februar und Juni. Im Februar werden 275 € aufs Tagesgeldkonto gebucht und im Juni hole ich 63 €.

    Viele Grüße
    Thomas

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  • Das klingt schon sehr einleuchtend. Am liebsten wäre es mir aber, nur in einer Anwendung, also MeinGeld, zu bleiben. Ich kenne mich und meinen Alltag, MG zu pflegen tue ich gerne. Aber jetzt noch parallel eine Excel-Tabelle zu synchronisieren, z.B. Änderung von Fixkosten, wird höchstwahrscheinlich dazu führen, dass ich es eine Zeit lang mache und irgendwann vernachlässige ich es.
    Ideal wäre es, sich eine Auswertung zusammenzubauen, die mir zu einem Stichtag klar visualisiert, wie viel ich umzubuchen habe, um ein gewisses Ziel zu erfüllen.
    Für Excel spricht natürlich, dass man damit deutlich flexibler ist, was solch eine Auswertung angeht.

  • Ständiges Umbuchen ist sicherlich auch eine Möglichkeit, wäre mir aber zu aufwendig. Daher bei mir das zweite Girokonto, wovon direkt abgebucht werden kann. Und der Dauerauftrag muss auch höchstens nur einmal pro Jahr angepasst werden.

  • Ständiges Umbuchen ist sicherlich auch eine Möglichkeit, wäre mir aber zu aufwendig

    Das sehe ich genauso, allerdings lasse ich alles auf einem Konto und erhöhe entsprechend den Kontostand. Für große Rechnungen würde ich mich dann am Sparbuch bedienen.


    Viele Grüße
    Thomas

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  • Ich halte es da wie @pumuckl-online. Wie man auch in seiner Beispielrechnung sieht, sind die meisten nicht monatlichen Kosten eher geringe Beträge. Meist unter 100,- €. Diese gehen von meinem Giro ganz normal ab.


    Alle nicht monatlichen Zahlungen habe ich mir allerdings nach Fälligkeitsmonat in eine Excel-Datei gespeichert. So sehe ich, wann welche Zahlungen in welcher Gesamtsumme benötigt werden. Erhöht sich eine Zahlung kann ich dieses leicht anpassen.
    In der Regel sind dann die kritischen Monate Dezember/Januar, wenn man erhöhte Ausgaben für die Feiertage hat und im Januar die Versicherungen und andere Kosten gleichzeitig anstehen. Der Fehlbetrag, der auf dem Girokonto entstehen würde, wird auf einem gesonderten Tagesgeldkonto per monatlichen Dauerauftrag angespart (großzügig Aufgerundet).


    Dann gibt es noch höhere erwartete Zahlungen wie das Heizöl des Treaderstellers. Hierfür spare ich ebenfalls auf einem separaten Tagesgeldkonto monatlich an.


    Der restliche Überschuss wandert dann auf ein weiteres Tagesgeldkonto um größere unerwartete Ausgaben abfedern zu können oder auch für den Urlaub etc.. Hierbei achte ich lediglich bei den Rückbuchungen darauf, dass ich möglichst noch einen Betrag für Notlagen habe. Sollte dieses Konto einen zu hohen Kontostand aufweisen, wandert der Überschuss in längerfristige Anlageformen.


    Bislang ist dieses Konzept gut aufgegangen, selbst bei zwei aufeinander folgenden höheren, unerwarteten Zahlungen.

  • Ja ich habe drei Tagesgeldkonten. Allerdings ist die Verwendung jetzt nicht so strickt, wie es den Anschein hat.


    Ich habe eins für Fahrzeugkosten. Hier werden Kosten für die Reifen und Durchsichten monatlich als Gesamtsumme angespart. Zusätzlich halte ich eine Summe für unerwartete Reparaturen bereit.
    Ein weiteres besitze ich um die nichtmonatlichen Fixkosten und erwartete hohe Zahlungen anzusparen/vorrätig zu halten.
    Das dritte ist an mein Depot gekoppelt. Hier spare ich unregelmäßige hohe Zahlungen an und kann Überschüsse direkt längerfristig bis langfristig anlegen.


    Das Konto für das Fahrzeug wird solange angespart, bis die Summe für zwei Sätze Autoreifen(Sommer/Winter). ein Satz Motorradreifen und 2000,- € für eine unerwartete Reparatur vorhanden sind. Kann ich neue Reifen oder eine Reparatur vom Giro bezahlen ohne das dieses eventuell in den Minusbereich abrutscht, bleibt das TG-Konto wie es ist. Gleiches gilt für das zweite TG-Konto.


    TG-Konto eins und zwei haben somit einen festen Wunschkontostand. Dieser verändert sich lediglich durch Zinseingänge und Abbuchungen, wenn das regelmäßige Einkommen nicht ausreicht. So minimiere ich das Risiko in Zahlungsschwierigkeiten zu kommen.


    Alles was ich am Ende des Monats nicht benötige wird auf das dritte TG-Konto überwiesen. Mein Giro ist somit am Monatsende, unmittelbar vor dem Gehaltseingang, nur noch gering im Plus.

  • Ich verstehe die ganzen Umstände mit Rücklagenkonten, basierend auf den weiteren Ausgaben nicht.


    Wenn man alle absehbaren Buchungen im Zu-oder Abfluss (ob monatlich, quartalsweise oder anders geartet) als Planungs- oder Offlinebuchung in der Zahlungsverwaltung hinterlegt, kann man in der Finanzprognose sofort den Cashflow sehen. Ich sehe, wie der Kontostand ist und da ich sowieso nicht unnötig Geld ausgebe, gibt es da kein Problem. Kein Mehraufwand mit zusätzlichen Tabellen oder Konten. Überschuss geht sowieso auf das Tagesgeldkonto bzw. weitere Anlageformen.


    Falk

  • Also ich weiß schon gern gegen Ende des Monats wieviel Geld ich noch zur Verfügung habe. Und da ich die Finanzprognose nicht ständig griffbereit habe, kann ich nicht wirklich erkennen, welche Auswirkung dies im großen Ausgabemonat Januar hat. Darüber hinaus will ich auf meinem Hauptgirokonto kein Geld anhäufen. Und ein Aufwand ist es definitiv bei mir nicht. Neben ein paar kleinen Anpassungen der Exceltabelle, die nicht zwangsläufig zur Änderungen des Abschlags führen müssen, kontrolliere ich auch nur die Finanzprognose. Und selbst diese Kontrolle wäre solange nicht notwendig, solange sich kein Betrag erhöht.

  • Wenn man alle absehbaren Buchungen im Zu-oder Abfluss (ob monatlich, quartalsweise oder anders geartet) als Planungs- oder Offlinebuchung in der Zahlungsverwaltung hinterlegt, kann man in der Finanzprognose sofort den Cashflow sehen.

    Richtig. Jedoch finde ich die Finanzprognose, trotz sauber gepflegter Zahlungsverwaltung, nicht besonders aussagekräftig, da variable Ausgaben darin nicht berücksichtigt werden. Wie auch? Die sind ja ungeplant und in ihrer Höhe äußerst Variabel. Mal steht ein Urlaub an, mal muss das Auto repariert werden, mal hat man zum Geburtstag eingeladen.
    So etwas kann in der Finanzprognose nicht berücksichtigt werden, hat aber einen entscheidenden Einfluss auf den Kontostand.


    Natürlich gilt das auch für die hier vorgestellten Systematiken. Svens System schafft aber die Sicherheit, dass ein unregelmäßiger Fixkostenposten einen nicht unerwartet ins Minus rutschen lässt, weil man ihn vielleicht übersehen hat.

  • Fixkosten oder unregelmäßig?
    In der Finanzprognose kannst Du doch sehen, wann Zahlungen fällig sind. Meine Prognose zeigt mir die nächsten 12 Monate.


    Urlaub reiche ich am Anfang des Jahres beim AG ein und dann weiß ich auch, wann ich etwa die Zahlungen leisten muss und aus der Erfahrung bzw. Urlaubsplanung mit dem ggf. Anhang kann ich grob schätzen, was ich dafür zahlen muss.


    Fiction: wenn ich 10.000 Einnahmen habe (wär schön :D ) und im Monat geplante Ausgaben von 8.000, bleiben 2.000 als Rücklage übrig. Die kann ich jetzt verschieben, oder ggf. bis zum nächsten Monat, wenn eine größere geplante oder ungeplante Zahlung fällig wird, auf dem Giro stehen lassen.


    Wer natürlich nach dem Motto lebt "da ist am Monatsende noch Geld auf dem Konto, das muss unbedingt weg, weil es sonst schlecht wird und das frische Geld infiziren könnte" den kann ich in sofern beruhigen, als dass das bei mir noch nie passiert ist. Selbst wenn das Geld mehrere Monate auf dem Girokonto oder anderen gelegen hat. Und ich heiße auch nicht Dagobert und gehe Geldumschaufeln ... :thumbsup:


    Selbstbeherrschung gehört natürlich dazu.

  • Fiction: wenn ich 10.000 Einnahmen habe (wär schön ) und im Monat geplante Ausgaben von 8.000, bleiben 2.000 als Rücklage übrig. Die kann ich jetzt verschieben, oder ggf. bis zum nächsten Monat, wenn eine größere geplante oder ungeplante Zahlung fällig wird, auf dem Giro stehen lassen.

    Wer monatlich 2.000 € Rücklagen bilden kann, ist fein raus. Es gibt aber genügend Menschen, bei denen sind das 200 € oder noch weniger. Oft wird das Urlaubs- und Weihnachtsgeld benötigt um die variablen Kosten über das Jahr hinweg zu decken. Da gehört schon eine Menge Selbstbeherrschung dazu, das Geld stehen zu lassen.


    Um das in Griff zu bekommen, muss man sich mit seinen Finanzen beschäftigen (z.B. mit der Nutzung von MG). Und ob Rücklagen auf dem Girokonto oder Sparbuch oder Tagesgeldkonto gebildet werden, ob das in Excel oder auf einem Post-it vorgehalten wird spielt keine große Rolle. Jeder, der seine variablen Kosten kennt, wird sein eigenes System finden.


    Viele Grüße
    Thomas

    8) Wiso Mein Geld Professional 365, v22.4.1.482, Sony NB, Intel i7, 2.2Ghz, 8GB, SSD, Windows 10 64bit


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  • Murphys Gesetz: Was passieren kann, passiert auch.


    Im ungünstigsten Fall benötigt mein Auto eine größere Reparatur und einen Satz neue Winterreifen nach dem Urlaub, den ich zwischen den Feiertagen im Dezember hatte. Die Waschmaschine geht kaputt und nun wollen auch noch alle Versicherungen bedient werden. Dieses Szenario ist vermutlich nicht einmal so abwegig.


    Sicher kann man Geld für diese Situation auf dem Giro vorhalten. Ich persönlich parke es lieber um es bei Bedarf zur Verfügung zu haben.

  • Die Selbsbeherrschung sorgt eben dafür, "nicht notwendige" Vergnügungen möglichst einzuschränken und die Rücklagen werden natürlich noch, soweit in der derzeitigen Zinslage überhaupt machbar, gewinnbringend auf einem weiteren Konto geparkt.


    Ich habe definitiv keine 2000 EUR im Monat übrig (daher Fiction) und unvorhersehbare Ausgaben sind eben, wie das Wort schon sagt, unvorhersehbar und damit auch finanziell nich kalkulierbar. Für solche Fälle muss man maximale Rücklagen bilden.


    Dein Beispiel:
    Kosten für Urlaub sind in der Höhe und Zeitlich etwa bekannt, Reifenverschleiß kennt man auch, es sei denn, der Reifen erleidet einen Schaden. Zahlungstermine für Versicherungen sind auch kalkulier- und planbar.


    Unabsehbare Kosten werden aus den Rücklagen bedient, die möglichst monatlich maximiert erfolgen.


    Falk

  • @Falk1 Ich will niemanden vorschreiben, wie er mit seinem Geld umzugehen hat. Ich will auch nicht behaupten, dass mein Vorgehen das Non Plus Ultra ist. Jeder soll es so machen, wie er/sie am besten klar kommt.


    Du hast mit deiner Aussage definitiv recht, dass die meisten Kosten in etwa zeitlich und in der Höhe bekannt sind.


    Für mich persönlich ist es einfacher und übersichtlicher die Rücklagen zweckentsprechend auf verschiedenen Konten zu bilden. Man könnte es auch Faulheit nennen.


    Mein Beispiel:
    Für meinen Urlaub in 12 Monaten lege ich fest, dass dieser mich maximal 2000,- Euro kosten soll. (Man gönnt sich ja sonst nichts) Ich kann somit die nächsten 11 Monate 182,- Euro ansparen oder sorge dafür, dass ich mein Girokonto auf 2000,- Euro plus bringe und darauf achte, diesen Wert bis zum Urlaub nicht mehr zu unterschreiten.


    Meine Reifen muss ich in etwa alle 2 Jahre wechseln. Pro Satz zwischen 600 - 800 Euro. Die Winterreifen halten etwas länger. Beim Motorrad kann ich den Zeitpunkt schon nicht mehr sagen, da der Verschleiß von meiner freien Zeit und vom Wetter abhängt. Der Satz kostet mich aber auch mindestens 600 Euro. Spätestens am Verschleiß erkenne ich aber wann in etwa neue angeschafft werden müssen. Habe ich dann zweckgebundene Rücklagen, sehe ich sofort ob es reicht oder noch etwas fehlt. Ich bin in diesem Fall nicht mehr vom Kontostand meines Girokontos angewiesen.


    Auch rechne ich damit, dass mich eine unerwartete Reparatur am Auto oder Motorrad schnell mal 2000 Euro kosten kann. Ob und wann eine solche Reparatur entsteht, kann niemand absehen. Allerdings wird die Wahrscheinlichkeit mit zunehmenden Alter der Fahrzeuge immer höher. Spare ich diesen Wert auf dem Rücklagenkonto für Fahrzeuge an, kann ich im ungünstigsten Fall auch bei höheren Reparaturkosten auf die Rücklagen für Reifen zugreifen, wenn diese nicht gleichzeitig anstehen.


    Alternativ kann ich natürlich auch alles auf einem Konto als Rücklagen bilden. Muss ich bei Bedarf etwas nachrechnen und aufpassen, dass ich keine erwarteten Kosten übersehe.

  • Bei mir läuft das folgendermassen:
    Alle bekannten regelmäßigen Zahlungen werden als Planungs-, Offline oder Onlenebuchungen in der Zahlungsverwaltung gepflegt. Ausgaben wie Lebensmittel, Kraftstoff etc sind ca. Ausgaben als Planungsbuchung.
    Der Überschuss am Monatsende (Disziplin lässt grüßen) geht auf ein weiteres Konto als Rücklage. Und die großen Ausgaben sehe ich in der Zahlungsverwaltung und der Finanzprognose, so dass ich weiß, wann ich ins Minus laufen würde und kann vom Rücklagenkonto auf das Giro transferieren.


    Deine Intension ist, die Rücklagen zu kalkulieren, damit Du weisst, wieviel Geld du "verprassen" kannst. Ich dagegen bilde maximale Rücklagen ohne den "Mindestansatz".


    Bei mir reicht eben ein Rücklagenkonto, weil ich auch dort die Ausgaben/Finanzprognose kontollieren kann.


    Und damit komme ich, solage ich online-Banking nutze, ganz gut zu recht. Und das sind nun auch schon 20 Jahre.