Quellensteuer bei Dividendenzahlung

  • Hallo, ich versuche gerade, meine Dividendenbuchungen im Wertpapierdepot anzulegen. Bei ausländischen Papieren fehlt aber die Möglichkeit, die anrechenbare oder nicht anrechenbare Quellensteuer anzugeben, obwohl dies sogar in der Hilfe empfohlen wird. Passt ja ansonsten auch nicht wirklich.


    Weiß jemand vielleicht, was ich falsch mache?

  • Das kanns ja aber nicht sein, in der Hilfe wird ja sogar ausdrücklich die Quellensteuer angesprochen. Und QSt und KESt sind nun mal nicht ganz dasselbe, ganz abgesehen von der nicht abziehbaren QSt.

  • Bei ausländischen Papieren fehlt aber die Möglichkeit, die anrechenbare oder nicht anrechenbare Quellensteuer anzugeben, obwohl dies sogar in der Hilfe empfohlen wird.

    Ja, der Hilfetext scheint aber schon lange nicht mehr aktualisiert worden zu sein.

    Das kanns ja aber nicht sein, in der Hilfe wird ja sogar ausdrücklich die Quellensteuer angesprochen. Und QSt und KESt sind nun mal nicht ganz dasselbe, ganz abgesehen von der nicht abziehbaren QSt.

    Reich ein Ticket beim Support ein.

  • So, ich habe soeben eine Antwort auf das Ticket bekommen, das ging wirklich überraschend schnell :thumbup:


    Die Antwort allerdings lässt stark zu wünschen übrig, denn die Quellensteuer fällt weiterhin bei vielen ausländischen Dividenden an, auch wenn sie bei inländischen Dividenden seit 2009 durch die Kapitalertragsteuer ersetzt wurde.


    Fazit: Wertpapiererträge vieler ausländischer Aktiengesellschaften sind mit diesem Programm also nicht korrekt zu erfassen. Sorry, aber damit ist das ganze Programm im Prinzip unbrauchbar, außer der Nutzer behilft sich mit umständlicher manueller Aufaddierung der nicht ohne Grund separat aufgeführten Posten :thumbdown:


    Was die Bewertung der programminternen Hilfetexte angeht, wenn sie offenbar seit fast 9 Jahren nicht gepflegt worden sind, wirft auch nicht gerade ein professionelles Bild auf die Software. Schade eigentlich :thumbdown:

  • Hi Zocki,

    ich habe auch ausländische Aktien und bin ebenfalls davon betroffen. Aber ich muss zur Rettung der Buhl-Leute das Argument einwerfen, dass die für Intensiv-Nutzer ein eigenes Börsenprodukt im Ladenregal liegen haben. WISO MeinGeld kann Wertpapierdepots, weil Wertpapierdepots heute ein ganz normaler Bestandteil der privaten Finanzverwaltung geworden sind. Und genau da hört WISO MeinGeld auch eigentlich wieder auf. Es gibt eine Schnittstelle zum Börsenprodukt. Analog zur Steuersoftware. Die gesamte Software deswegen "unbrauchbar" zu reden finde ich übertrieben. Private Finanzverwaltung ist mehr als nur Börse... das schreibt jemand, der Fonds, Anleihen und Aktien hält.


    Wenn Buhl unseren Anforderungen gerecht würde, dann wäre es für jemanden der nur seinen Fondssparplan abbilden möchte vermutlich zu kompliziert. Das ist die Krux, wenn man Software für den Mainstream herstellen will. Ich kann damit leben, weil der Mehrwert für mich darin liegt, dass ich alles auf einem Blick habe oder manuell irgendwelche Orders und Kurse eintippen zu müssen.

  • Hi ak-hilden,


    das Börsenprodukt habe ich ebenfalls ausprobiert und die genannte Schnittstelle funktioniert nur in eine Richtung, nämlich die aktuellen Kurse aus dem Börsenprodukt zu Mein Geld zu übertragen, nicht aber anders herum, um z. B. das bereits in Mein Geld von der Bank abgerufene Depot in das Börsenprodukt einzulesen. Man müsste dort also jede einzelne Buchung händisch eingeben, was noch viel mehr Arbeit wäre. Ganz davon abgesehen, sind dort nicht mal alle Standardwerte (wie z. B. Royal Dutch Shell) als Wertpapiere einzupflegen.


    Sorry, aber ich habe eher den Eindruck, dass hier überwiegend halbgare Produkte vermarktet werden. Der Überblick über alle Konten ist natürlich eine feine Sache, aber in der Produktbeschreibung wird deutlich mehr versprochen als tatsächlich geboten wird.

  • das Börsenprodukt habe ich ebenfalls ausprobiert und die genannte Schnittstelle funktioniert nur in eine Richtung, nämlich die aktuellen Kurse aus dem Börsenprodukt zu Mein Geld zu übertragen,

    Das ist nicht ganz korrekt. Es können auch Depots komplett aus der Börse übernommen werden.

    Man müsste dort also jede einzelne Buchung händisch eingeben, was noch viel mehr Arbeit wäre.

    Es ist keine Banking-Software.

    Ganz davon abgesehen, sind dort nicht mal alle Standardwerte (wie z. B. Royal Dutch Shell) als Wertpapiere einzupflegen.

    Das hängt von der Version ab, die Du hast:


    Sorry, aber ich habe eher den Eindruck, dass hier überwiegend halbgare Produkte vermarktet werden.

    Das sehe ich nicht so. Es werden Schwerpunkte gesetzt, die nicht mit Deinen Erwartungen konform gehen.

    Der Überblick über alle Konten ist natürlich eine feine Sache, aber in der Produktbeschreibung wird deutlich mehr versprochen als tatsächlich geboten wird.

    Auf welche Aussage stützt Du Dich da konkret?

  • ich habe auch ausländische Aktien und bin ebenfalls davon betroffen. Aber ich muss zur Rettung der Buhl-Leute das Argument einwerfen, dass die für Intensiv-Nutzer ein eigenes Börsenprodukt im Ladenregal liegen haben. WISO MeinGeld kann Wertpapierdepots, weil Wertpapierdepots heute ein ganz normaler Bestandteil der privaten Finanzverwaltung geworden sind. Und genau da hört WISO MeinGeld auch eigentlich wieder auf. Es gibt eine Schnittstelle zum Börsenprodukt. Analog zur Steuersoftware. Die gesamte Software deswegen "unbrauchbar" zu reden finde ich übertrieben. Private Finanzverwaltung ist mehr als nur Börse... das schreibt jemand, der Fonds, Anleihen und Aktien hält.


    Wenn Buhl unseren Anforderungen gerecht würde, dann wäre es für jemanden der nur seinen Fondssparplan abbilden möchte vermutlich zu kompliziert. Das ist die Krux, wenn man Software für den Mainstream herstellen will. Ich kann damit leben, weil der Mehrwert für mich darin liegt, dass ich alles auf einem Blick habe oder manuell irgendwelche Orders und Kurse eintippen zu müssen.

    Dem stimme ich 100%ig zu. Genau so sehe ich das auch.

  • Die Antwort allerdings lässt stark zu wünschen übrig, denn die Quellensteuer fällt weiterhin bei vielen ausländischen Dividenden an, auch wenn sie bei inländischen Dividenden seit 2009 durch die Kapitalertragsteuer ersetzt wurde.

    Es wäre bei einer solchen Bewertung sinnvoll und fair, die entsprechenden Passagen aus der Antwort zu zitieren.

    Fazit: Wertpapiererträge vieler ausländischer Aktiengesellschaften sind mit diesem Programm also nicht korrekt zu erfassen. Sorry, aber damit ist das ganze Programm im Prinzip unbrauchbar,

    Sorry, aber das halte ich für unsachlich. Nur weil die Funktionalität des Programmes an einer Stelle nicht den sehr speziellen Bedürfnissen entspricht (was ich zumindest bei faktisch jeder Software feststellen kann), wird dadurch mitnichten das ganze Programm unbrauchbar. Wenn dem wirklich so wäre, so würdest Du nur einen kleinen Teil des Programms nutzen und dann wäre es in der Tat das falsche für Dich.

    Was die Bewertung der programminternen Hilfetexte angeht, wenn sie offenbar seit fast 9 Jahren nicht gepflegt worden sind, wirft auch nicht gerade ein professionelles Bild auf die Software. Schade eigentlich

    Auch hier kenne ich faktisch keine Doku, die 100% aktuell ist. Das würde ja außerdem auch bedeuten, daß es seit 9 Jahren keinem Benutzer aufgefallen ist. Denn aus meiner Erfahrung ändert man bei Buhl die Doku so schnell als möglich, wenn man auf entsprechende Fehler hinweist.