Zahlungen zu einer Rechnung verbuchen

  • Also, wir verkaufen z.B. Reifendrucksensoren für Autos, und hier sind schon viele Reifenbuden überfordert und die Kunden teilweise auch, weil denen von irgendwelchen Leuten absoluter Blödsinn erzählt wird.


    Nun nehmen wir eine Bestellung über ein paar Teile, die von der Logik her so nicht verbaut werden, der Kunde checkt aus und bezahlt. Soweit so gut. Wir fragen ihn vor der Verarbeitung der Bestellung, ob das genauso geliefert werden soll, weil er z.B. bei einem Reifendrucksensor extra Ventile mitbestellt, die man aber nur braucht, wenn man bei bestehenden Sensoren einen reifenservice macht, von Haus aus sind diese ventile schon dabei. Meistens erkennt der Kunde dann den fehler und möchte die extra Ventile dann nicht mehr... Und jetzt kriegt er natürlich keine Rechnung über alles und dazu eine Gutschrift für 4 ventile, sondern eine Rechnung über 4 sensoren und sonst nichts.


    Ergebnis: Der Kunde fühlt sich bei uns gut aufgehoben, weil wir mitdenken. Auch wenn er die Ventile für später gleich mitbestellt hat, ist er für die Nachfrage nicht böse, sondern sieht sich kompetenten Verkäufern gegenüber. Diese Praxis ist seit Jahren bewährt und der einzige, der da Nachteile erleidet, ist DHL, weil wir uns unter 1% Rücksendequote bewegen, was letztendlich Sinn der Sache ist.

  • Ihr unterschätzt das Thema Kundenservice etwas... Beratung ist eben oft unverzichtbar und in Internetshops muss man eben abwägen, ob man alles haarklein darstellt und damit viele andere Kunden langweilt oder aber ein wenig draufschaut, was die Kunden kaufen und bei Bedarf eben nachzuhaken, ob das wirklich so beabsichtigt ist.


    Kein Kunde war bisher böse, wenn man nachgefragt hat. Wenn ein Autohaus bestellt, fragen wir auch nicht nach, da gehen wir einerseits davon aus, dass die wissen, was sie tun, andererseits gilt dort das Wderrufsrecht nur sehr eingeschränkt... :)