Rücklagenabrechnung Entnahmen

  • Sehe ich mir die HG Abrechnung an, wirds fragwürdig...ìch meine, es darf doch nicht in der HG Abrechnung auftauchen?

    Der Meinung bin ich auch. Die Entnahme aus der IHR hat nichts auf der HGA verloren, sie sollte lediglich ein extra Bestandteil der Unterlagen sein. So kenne ich das auch von Hausverwaltern, die andere Programme nutzen.

    Das bläht die Hausgeldabrechnung unnötig auf.

  • Ich habe nochmal nachgeschaut, welche Buchungsarten es im Assistenten gibt. Für Entnahmen gibt es folgende Varianten:


    a) Umbuchung aufs Hauskonto

    b) Direkte Entnahme vom Rücklagenkonto

    c) Abflüsse aufs Hauskonto, die nicht verteilt werden sollen

    d) Direkte Abflüsse vom Rücklagenkonto, die nicht verteilt werden sollen


    Bei der Umbuchung aufs Hauskonto wird der Betrag relevant für die Abrechnung und verteilt. Bei der direkten Entnahme wird der Betrag als "besondere Entnahme" gebucht. Wenn ich's mir nochmal überlege, müsstest Du eigentlich nun Typ c) verwenden.


    Erklärung:

    Bestand IHR: 10000 Euro

    Bestand Giro: 2000 Euro

    Nun zahlst Du eine Rechnung von 5000 Euro als Entnahme aus der IHR. Dafür musst Du zunächst das Geld aufs Girokonto überweisen (außer, Du kannst direkt vom Rücklagenkonto überweisen, dann wäre Buchungsart (d) relevant). Nehmen wir mal an, Du zahlst Rechnungen IMMER vom Girokonto. Dann buchst Du einen Abfluss aufs Hauskonto, der nicht verteilt werden soll (c). Danach steht der Betrag dem Hauskonto zur Verfügung, und Du kannst überweisen. Diese Überweisung buchst Du als Ausgabe auf das Umlagekonto 4610 (Entnahme).


    Somit müsste alles funktionieren. Probier' das mal aus!

  • Abflüsse, die nicht verteilt werden sollen, stehen zwar nicht in der HGA, allerdings kann ich dann auch nicht für jeden ET dessen Anteil mit ausgeben, sondern nur eine Aufstellung der Gesamtkosten. Die Zahlungen aus der IHR kann der ET allerdings steuerlich geltend machen.....wenn er denn eine Abrechnung darüber bekäme.

  • Für mich ist das damit ausreichend diskutiert: Das Programm bietet hier nicht die Möglichkeiten, die Du und andere sich wünschen. Somit schlage ich vor, das dem Support in Form einer Anfrage zu melden. Schließlich geht es hier um einen ziemlich wichtigen Punkt. Ich hatte auch schon überlegt, ein Ticket anzulegen.

  • Hörst sich plausibel an, ich versuch`s - Danke, ich melde den Ausgang. :love:

  • Für mich ist das damit ausreichend diskutiert: Das Programm bietet hier nicht die Möglichkeiten, die Du und andere sich wünschen. Somit schlage ich vor, das dem Support in Form einer Anfrage zu melden. Schließlich geht es hier um einen ziemlich wichtigen Punkt. Ich hatte auch schon überlegt, ein Ticket anzulegen.

    Ich habe demnächst einen weiteren Supporttermin und werde im Anschluss berichten.

  • Sehe ich mir die HG Abrechnung an, wirds fragwürdig...ìch meine, es darf doch nicht in der HG Abrechnung auftauchen?

    Der Meinung bin ich auch. Die Entnahme aus der IHR hat nichts auf der HGA verloren, sie sollte lediglich ein extra Bestandteil der Unterlagen sein. So kenne ich das auch von Hausverwaltern, die andere Programme nutzen.

    Das bläht die Hausgeldabrechnung unnötig auf.

    Ich denke das ist aber eine falsche Ansicht.

    Entnahmen aus der IHR sind de facto eine "Einnahme" der WEG. Genauso wie monatliche Hausgelder.

    Sie tragen dazu bei, für größere Ausgaben die Abrechnungssumme pro Eigentümer am Jahresende zu verringern. So kommt es nicht zu hohen Sonderumlagen. Deswegen gehören diese Entnahmen - sofern sie eben für die Begleichung von IH-Reparaturen verwendet werden - auf die Jahresabrechnung. Da wird auch nix aufgebläht. Es sind gerade mal 1-2 Zeilen mehr, siehe Beispiel.


    Wenn man mal diese Tabelle sich genau anschaut und versteht, wie die Berechnung ist - dann ist das komplett logisch.

    Die Entnahme , genau wie die Zuführung, gehört auf die Abrechnung. :!::thumbsup:



  • Zitat

    Entnahmen aus der IHR sind de facto eine "Einnahme" der WEG.

    Ich denke, dass es beide Möglichkeiten gibt: Die WEG kann Beträge aus der IHR entnehmen und zurückverteilen, d.h. einfach das Gegenteil von der Zuführung buchen, die ja ebenfalls Bestandteil der Abrechnung ist. Aber ich verstehe schon die Auffassung, dass einmal zugeführtes Geld in dem Moment, in dem es ausgegeben wird, ja nicht nochmal umgelegt werden muss. Es würde tatsächlich reichen, deren Anteile für das Finanzamt auszuweisen. Dafür reicht dann als Beleg ja auch die Rücklagenentwicklung komplett aus. Ansonsten fließt das Geld direkt aus der Rücklage an den Handwerker. Natürlich muss man die Ausgabe dann so buchen, dass auch sie nicht nochmal verteilt wird. Zusätzlich muss diese sich auch als Leistung nach EStG §35a erfassen lassen, damit sie auch auf der Bescheinigung für‘s Finanzamt auftaucht. Es wäre schön, wenn Buhl das noch besser dokumentieren könnte. Ich weiß nicht, ob das, was ich vorschlage, funktioniert, da ich die Kosten immer genau wie Du schreibst verteilt habe. Schade, dass hier niemand zu sein scheint, der den kompletten Durchblick hat!

  • Vielleicht reden wir ein wenig aneinander vorbei , alle... :censored:


    Ich glaub schon den Durchblick zu haben....:/:whistling:


    Abflüsse/Zahlungen/Entnahmen aus der IHR : warum sollen die pro Eigentümer ausgegeben werden ? Der Eigentümer kann diese NICHT steuerlich geltend machen, das hast Du falsch verstanden - oder missverständlich ausgedrückt.

    Abflüsse, die nicht verteilt werden sollen, stehen zwar nicht in der HGA, allerdings kann ich dann auch nicht für jeden ET dessen Anteil mit ausgeben, sondern nur eine Aufstellung der Gesamtkosten. Die Zahlungen aus der IHR kann der ET allerdings steuerlich geltend machen.....wenn er denn eine Abrechnung darüber bekäme.


    Ein Eigentümer kann WERBUNGSKOSTEN AUS V+V (sofern vermietet) steuerlich geltend machen. Dazu gehören bei einer Wohnung auch Instandshaltungs oder Modernisierungskosten. Diese Kosten werden belegt durch die Hausgeldabrechnung, in welcher der Verwalter Reparaturen und ähliches dokumentiert. Zum einen durch die Liste der Umlage/nicht umlagefähigen Kosten, zum anderen z.B. durch die Bescheinigung der nach §35 EStG abzugsfähigen Handwerkerkosten.



    Auf welche Art und Weise diese Handwerkerrechnungen BEZAHLT wurden - ob übers Girokonto, direkt vom IHR Konto, per Sonderumlage - das alles ist dem FA erstmal "Wumpe". Das ist nur für die Eigentümer von Interesse, ob Sie die dicken Rechnungen eben aus dem laufenden Betriebskonto begleichen können, nochmals nachschiessen müssen oder sich das Geld vom Sparkonto (der IHR) holen.


    Also: eine Entnahme aus der IHR ist erstmal nur dazu da, das Sparschwein der Gemeinschaft zu erleichtern. Mit dem Geld muss etwas getan werden, was den Grundsätzen ordnungsgemäßer Verwaltung entspricht. Zum Partymachen ists nicht da....


    https://www.promeda.de/blog/instandhaltungsruecklage/

  • Zitat

    Abflüsse/Zahlungen/Entnahmen aus der IHR : warum sollen die pro Eigentümer ausgegeben werden ? Der Eigentümer kann diese NICHT steuerlich geltend machen,...

    Schon klar, es geht ja nicht um die Entnahme selber, sondern die darauf folgende Ausgabe selber. Ich verstehe schon, was Du schreibst, aber der Punkt ist doch, dass ich eine Handwerkerrechnung nicht per Umlagekonto Großreparatur umlege, sondern direkt aus dem Vermögen der Instandhaltungsrücklage begleiche, denn die Zahlungen in die IHR sind ja bereits verteilt worden. Das hat erstmal nichts damit zu tun, was ich wo erfassen muss, damit WISO Hausverwalter die Informationen für‘s Finanzamt richtig ausgibt.

    Was Du schreibst, geht auf jeden Fall so; die Frage ist, ob man so buchen kann, dass die Ausgabe eben nur noch in der Rücklagenentwicklung mit für die Wohneinheit spezifischen Anteil auftaucht.