Heizkostenabrechnung mit zwei Gasanschlüssen auf 8 WE unterschiedlich aufteilen

  • Hallo Hausverwaltergemeinde


    Ich resigniere gerade an der Heizkostenabrechnung (Hausverwalter 2018). Ich habe ein Gebäude, darin sind 8 WE (Wohnung Nr. 1 bis 8).


    4 WE (Wohnung 5,6,7,8) gehen auf eine Sammelheizung mit eigener Gasrechnung und in jeder Wohnung ist die getrennte Erfassung der Heizkosten über Zähler möglich. 2 WE (Wohnung 2 und 3) gehen auf eine weitere Sammelheizung, auch mit eigener Gasrechnung und ebenso sind hier Zähler installiert. Zwei weitere WE (Wohnung 1 und 4) haben jeweils eine eigene Heizung mit eigenem Anschluss, sind also nicht weiter zu berücksichtigen.


    Nun das Problem: Wie bekomme ich in einem Gebäude zwei Heizungsanlagen eingerichtet, denen ich dann jeweils ein entsprechendes Umlagekonto anlege, welches ich dann in den entsprechenden Wohnungen über die HKV abrechnen


    Ich hoffe diese Frage ist nicht zu trivial, das würde meinen beschränkten Horizont nur deutlich machen.:wacko:












  • Wie bekomme ich in einem Gebäude zwei Heizungsanlagen eingerichtet

    Das geht nicht, denn man kann nur eine Heizkostenart eingeben. Ich habe ein Haus mit 6 Etagenheizungen, sowie 2 x 3 mit eigener Therme. Da hatte ich den Support gefragt, geht nicht.


    Abhilfe: ich habe LEIDER 3 Einheiten angelegt, dann natürlich alle Betriebskostenarten entsprechend manuell umgerechnet. War ein nicht unerheblicher Aufwand, aber nicht anders machbar.

    Um dies alles sauber zu berechnen, habe ich mir händisch eine Exceltabelle erstellt, brauche also heute nur noch die Daten eingeben und die berechneten Posten in die 3 Gebäude einzugeben.




  • Ich habe mal versucht das noch grafisch darzustellen. Die blauen Sternchen sind die Energiemessgeräte. Wie schon beschrieben sind Whg. 1 und 4 nicht zu berücksichtigen, da diese einen eigenen Anschluss haben und die Mieter mit dem Energieversorger direkt abrechnen.

  • Wie bekomme ich in einem Gebäude zwei Heizungsanlagen eingerichtet

    Das geht nicht, denn man kann nur eine Heizkostenart eingeben. Ich habe ein Haus mit 6 Etagenheizungen, sowie 2 x 3 mit eigener Therme. Da hatte ich den Support gefragt, geht nicht.


    Abhilfe: ich habe LEIDER 3 Einheiten angelegt, dann natürlich alle Betriebskostenarten entsprechend manuell umgerechnet. War ein nicht unerheblicher Aufwand, aber nicht anders machbar.

    Um dies alles sauber zu berechnen, habe ich mir händisch eine Exceltabelle erstellt, brauche also heute nur noch die Daten eingeben und die berechneten Posten in die 3 Gebäude einzugeben.

    Dann ist es wohl am einfachsten die Heizkostenabrechnungen manuell zu erstellen und diese dann dem Mieter als direkt zugeordnete Kosten in der Nebenkostenabrechnung mit zu berechnen, oder? Da bin ich jetzt von dem Programm doch ziemlich enttäuscht :-(

  • Ich wüsste mal gerne: macht jemand die HK Abrechnung wirklich komplett selbst, inkl. der Werte aus den einzelnen Heizkostenverteilergeräten erfassen und abrechnen ?

    Sprich, das was ISTA und Co. auch tun ?


    Ich frage weil ich mir das für mein MFH überlege - Messdienstleister ist gekündigt, und ich hatte mir Eddi24 angeschaut, die bieten für knapp 20 Euro eine Heizkostenabrechnung an. Da muss ich aber letztendlich auch alle Werte der Liegenschaft und Heizanlage eintragen...da frag ich mich, geht das nicht mit dem HV auch genausogut ?

  • Ich wüsste mal gerne: macht jemand die HK Abrechnung wirklich komplett selbst, inkl. der Werte aus den einzelnen Heizkostenverteilergeräten erfassen und abrechnen ?

    Sprich, das was ISTA und Co. auch tun ?


    Ich frage weil ich mir das für mein MFH überlege - Messdienstleister ist gekündigt, und ich hatte mir Eddi24 angeschaut, die bieten für knapp 20 Euro eine Heizkostenabrechnung an. Da muss ich aber letztendlich auch alle Werte der Liegenschaft und Heizanlage eintragen...da frag ich mich, geht das nicht mit dem HV auch genausogut ?

    Ich mache es für mein Haus und für andere und das alles mit dem Hausverwalter. Wenn man die Grundregeln der Heizkostenverordnung beachtet, ist das kein Hexenwerk.

    Da ich teilweise bundesweit Abrechnungen mache und dabei immer wieder damit konfrontiert werde, was die Messdienstleister (MDL) für Abrechnungen abliefern, da graut es mich.

    Und bei den meisten Vermieter die sich diese dort - sowie auch die komplette Abrechnung - haben machen lassen, habe ich die Kündigung durchgesetzt, da ich die Fehlfunktionen aufgezeigt habe.


    Natürlich können diese MDL nur soweit Berechnungen machen, wie denen die Vermieter zuführen. Das heißt ganz einfach und profan, wenn ein Vermieter falsche Daten abliefert, dann wird auch falsch berechnet. Denn ich behaupte vorsichtig, dass dort bei den MDL Eingabepersonal sitzt, die das was vom Vermieter kommt, einfach eintragen. Da wird nur bei ganz aus dem Rahmen fallende Kosten evtl. mal nachgefragt.

    Nicht nur das, sondern ich habe einer Vermieterin, die ihr 6 Familienhaus verkauft hat, danach 2 Mieter sich einen Anwalt und einer beim Mieterschutzbund die MDL Betriebskostenabrechnung prüfen liesen, ich die Sache zur Prüfung bis vor das Gericht vornahm, eine Email gelesen, wo der MDL mitteilte, dass die beanstandete Position nicht zu den Betriebskostenarten zählt, sie aber auf Kundenwunsch das reinrechnen würden.

    Ich glaube, jetzt braucht man sich nicht weiter wundern, wenn wie diese Woche geschehen, eine deutschlandweite Prüfung der Betriebskosten auch von MDL nicht gerade positiv war.


    Deine Frage kann ich daher nur mit ja beantworten, denn die Heizkostenabrechnung ist nichts anderes wie die Nebenkostenabrechnung. Nur sollte man da sorgfältig arbeiten, wie es ja bei der NK auch sein muss.

  • Wir machen die Heizkostenabrechnung auch selber mit dem Hausverwalter. Dabei ist ja nicht die Abrechnung das Problem, sondern der Aufwand für‘s Tauschen und Ablesen der Zähler, auch das Übertragen ins Programm dann. Ich hatte mal ausgerechnet, wie hoch der Aufwand ist und bin auf 12-15 Stunden pro Jahr gekommen, ungefähr für 54 Zähler in 11 Wohneinheiten. Dem stehen gesparte ca. 750 Euro pro Jahr gegenüber, wenn man den billigsten Messdienstleister nimmt. Für uns lohnt sich das; die Ablesung ist ein „social Event“ und etwas persönlicher, als wenn der ISTA-Mann klingelt. Zur Dokumentation machen wir Zählerfotos+Ableseprotokoll (nicht das vom Hausverwalter, sondern eine optimierte Excel-Liste). Bei anonymeren Eigentümergemeinschaften kann ich mur gleichwohl vorstellen, welche Vorteile die Beauftragung einer Firma hat.