Eingabe Wasserverbrauch Haupt- und Nebenzähler

  • Guten Abend :)


    Ich bin neu hier in diesem Forum und habe mich registriert, nachdem bei mir einige Fragezeichen während meiner ersten (!) Nebenkostenabrechnung entstanden sind.


    Ich habe in jeder Etage Wasserzähler für jeweils Warm- und Kaltwasserverbrauch. Im Technikraum habe ich dann einen "Hauptwasserzähler", durch den läuft ja dann quasi alles, egal ob das später Kalt- oder Warmwasser ist.


    Nun gibt man in die Nebenkostenabrechnung von Wiso (Wiso Vermieter) für jede Etage jeweils die Zählerstände Kalt- und Warmwasser ein, um später den Verbrauch zu haben. Unter der Rubrik Zähler gibt man jedoch AUCH den Zählerstand des Hauptzählers an. Soweit so gut, nur wäre es ja dann so, dass das Programm beim Hauptzähler den Gesamtverbrauch hat, während ich ja von den Etagen dies ja berücksichtigt werden müsste? Sonst würde es ja "doppelt" berechnet werden.

    Normalerweise hätte ich nun ALLE Kalt- und Warmwasserverbräuche von 3 Etagen addiert und von der Verbrauchsmenge des Hauptzählers im Keller abgezogen (Differenz wäre dann nach meiner Auffassung der Verbrauch für den Allgemeinverbauch wie z. B. Garten o. ä.).


    Habe ich einen Denkfehler?


    Sorry wie gesagt ,ich versuche mich da reinzufuchsen :)


    Viele Grüße und einen schönen Abend,


    Sascha

  • Die Summe der Einzelzähler gibt in der Regel einen deutlich niedrigeren Verbrauchswert, wofür es mehrere Gründe geben kann:

    1. Oftmals gibt es Zapfstellen für die Gemeinschaft, die an gar keinen Zähler angeschlossen sind, z.B. den Wasserhahn in der Waschküche oder den Außenwasserhahn.

    2. Es gibt auch noch andere - wenn auch sehr geringe - Verluste, z.B. Durch das Spülen eines Wasserfilters.

    3. Der Hauptgrund ist jedoch, dass der Gesamtwasserzähler sehr empfindlich ist, während die Messkapseln in den Wohneinheiten oftmals einfach gröber und dadurch weniger Durchfluss messen, weil sie bei kleinen Verbräuchen gar nicht ansprechen. Der Gesamtwasserzähler ist in der Regel horizontal (Drehachse vertikal), während die Einzelzähler vertikal ist (Drehachse horizontal).

    Die dadurch auftretenden Differenzen verteilt das Programm gleichmäßig auf alle Mieter. Damit das geht, muss man auch die Zählerstände des Hauptzählers mit eingeben, denn die Messwertdifferenzen werden in der Abrechnung explizit ausgewiesen. Um nur zu verteilen, bräuchte man zwar nur die Gesamtsumme, aber damit würde in der Abrechnung diese wichtige Information über die Differenzen fehlen. Die Verteilung ändert sich dadurch aber nicht.

  • Der Hauptgrund ist jedoch, dass der Gesamtwasserzähler sehr empfindlich ist, während die Messkapseln in den Wohneinheiten oftmals einfach gröber und dadurch weniger Durchfluss messen, weil sie bei kleinen Verbräuchen gar nicht ansprechen.

    Genau das ist zu umgehen in dem der Hauptwasserzähler mit Qn 2,5 (50 l/h bis 5 m³/h) und der Wohnungsszähler mit Qn 1,5 (30 l/h bis 3 m³/h) auszustatten ist.

  • Zitat

    Genau das ist zu umgehen in dem der Hauptwasserzähler mit Qn 2,5 (50 l/h bis 5 m³/h) und der Wohnungsszähler mit Qn 1,5 (30 l/h bis 3 m³/h) auszustatten ist.

    Differenzen wirst Du immer haben! Die Frage ist höchstens, wie groß sie sind, und dass sie für denjenigen, der das Wasser anteilig bezahlt, nachvollziehbar sind.

  • Normalerweise hätte ich nun ALLE Kalt- und Warmwasserverbräuche von 3 Etagen addiert und von der Verbrauchsmenge des Hauptzählers im Keller abgezogen (Differenz wäre dann nach meiner Auffassung der Verbrauch für den Allgemeinverbauch wie z. B. Garten o. ä.).

    Es ist zwar schon einiges an Gegebenheiten beantwortet worden, doch möchte ich einen zusätzlichen Hinweis geben.


    Es ist egal welcher Anschluß die einzelnen Zähler haben, wichtig ist zu wissen, dass der Hauptwasserzähler bei ca. 7l/h anfängt zu zählen, ein Wohnungswasserzähler, wenn er waagrecht eingebaut ist, bei ca. 12l/h und bei senkrechtem Einbau bei ca. 20l/h. Daher ist die Summe der Wohnungswasserzähler immer geringer als der Hauptwasserzähler gemessen hat. Der Gesetzgeber "erlaubt" für diese Messdifferenzen bis zu 20% Differenz. Und unser Programm verteilt diese Differenzen auf die einzelnen Zähler, ist ja schon erwähnt worden. Also hast du eine saubere Abrechnung!


    Wenn du Gartenwasser hast, dann empfehle ich einen separaten Zähler, der bei der Wasserwirtschaft angemeldet werden sollte, dann wird kein Abwasser dafür bezahlt (bei mir im letzten Sommer 47m³ x € 2,68 (!)

  • Hallo an alle Antwortenden und vielen Dank für die zahlreichen Infos 👍😎


    Hm also das mit den Differenzen leuchtet zwar ein, jedoch kann ich mir das bei den hier vorliegenden Werten nicht vorstellen:


    OG kalt: 22,052

    OG warm: 8,008

    EG kalt: 22,240

    EG warm: 12,838

    KG kalt: 15,582

    KG warm: 0,647


    Gesamtverbrauch Hauptzähler: 129,984


    Wenn ich nun die oberen Werte von den 129,984 abziehe, dann verbleiben 48,617.


    Vielleicht unterschätze ich das als neuer "Häuslebauer", aber kommt mir recht viel vor... Ok, 2018 war ein strammer Sommer und der Garten hatte Durst.


    Der Link von Blumenmeer1 war zwar detailliert erklärt, jedoch für jemanden, der das zum ersten Mal macht nicht unbedingt leicht verständlich.😒


    Also so wie ich es verstehe, ist der Hauptzähler der Summenzähler und muss nur 1x für das ganze Haus angelegt werden? Oder muss ich jeweils 6x einen Summenzähler anlegen (3x Kalt, 3x Warm)? Wir haben übrigens keinen Wärmemengenzähler, falls das in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen sollte.


    Und da ich in dem Programm ja auch den "Hauptzähler" Wasser als Objekt angelegt habe ist die Frage, wie der Bezug zustandekommt, dass dieser bei den anderen Wasserzählern in den Etagen Berücksichtigung findet...


    Grüße und ein sonniges Wochenende :)

  • Hallo zusammen 🙂

    Ich habe nun alles wohl korrekt "zusammengestellt", allerdings habe ich immer noch ein Problem:


    Ich hatte zunächst die Werte der insg. 3 Etagen/Wohnungen eingetragen 👉 Warm- und Kaltwasser. Hier hatte ich eine Differenz zum Gesamtverbrauch von 48,617 m³ (siehe Beitrag oben). Das ist dann wohl das Außenwasser bzw. alles, was eben nicht über die "Etagen" läuft. Da nur EG und KG davon "betroffen" (weil sie den Garten nutzen und OG eben nicht) sind, habe ich diese Differenz (48,617 geteilt durch 2 = 24,309) auf EG und KG zu gleichen Teilen auf die jeweiligen Kaltwasserzähler dazuaddiert.

    Jetzt habe ich in der Abrechnung dennoch das Problem, dass hier folgendes steht:



    Weshalb nimmt das Programm die Annahme "von 108,493"? Ich blicke da nicht durch. Normalerweise sollte das ja nun "null auf null" ausgehen, so wie ich es eingegeben habe. Evtl. da Einzug OG am 12.3.2018 war, der Abrechnungszeitraum aber 1.1. beginnt? Da Neubau, waren die Zähler aber ohnehin auf "null". Aber selbst dann komme ich irgendwie nich drauf...


    Über Antworten würde ich mich freuen.


    Schönen Feiertag noch 😃

  • Wie ist der Umlageschlüssel ?

    Er muß auf Kaltwasser stehen und nicht Gesamtwasser.

    Könntest Du mir das genauer erklären? 😶

    Also weshalb lässt man Gesamtwasser jetzt komplett weg? Wozu gibt es den Eintrag? Oder nimmt man den nur, wenn man einen Verbrauch X hat, den man keinem genau zuordnen kann, was ja bei mir nicht der Fall ist. Dann hätte ich es verstanden. 😄