Gemeinsame Veranlagung und Minijob

  • Hallo Forum,


    eine Frage:

    Aktuelle Situation:

    Ich (SK3) arbeite Vollzeit. Meine Frau (SK5) arbeitet auf Minijobsbasis für 450€.


    Nun möchte meine Frau Aufstocken und ihre Stunden erhöhen, wodurch ihr Gehalt über die 450€ steigt und demnach ja versteuert werden muss. Somit würde sie theoretisch weniger pro Stunde verdienen.


    Da wir aber gemeinsam veranlagt sind die Frage: Wirkt sich das am Ende des Jahre mit der Steuererklärung wirklich negativ aus oder werden die 450€ die sie bisher verdient eh schon auf die Jahreslohnsteuer von uns angerechnet?:/

  • Ein "echter" Minijob interessiert bei der Einkommensteuerveranlagung niemanden. Alles andere ergibt sich aus der Progression des Steuertarifs und kann von niemandem ohne genaue Zahlen bewertet werden. Investiere ein paar Euro in ein Steuerprogramm und teste alle variablen aus. Die Buhl-Programme haben da einen Planspielmodus ("Was wäre wenn?"), mit dem man nach Belieben herumprobieren kann. Im Zweifel reicht dafür auch schon die Testversion.

  • die Programmhilfe von Steuer:Sparbuch meint hierzu:

    Zitat

    Wenn der Arbeitslohn pauschal versteuert wurde, bleibt dieser bei einer Veranlagung zur Einkommensteuer außer Ansatz und muss nicht in der Einkommensteuererklärung angegeben werden.

    In Ihrer Steuererklärung geben Sie die Beträge aus einem pauschal versteuerten Minijob zwar gar nicht an, Sie müssen aber für die Gewährung der Arbeitnehmersparzulage angeben, dass Sie einen Minijob hatten.

    Diese Angabe ist wichtig, damit geprüft werden kann, ob Sie gegebenenfalls eine Förderung bekommen.

  • Wird der momentane nicht versteuerte 450€

    Wenn es ein "echter" Minijob ist, dann ist der pauschal versteuert. Wenn der Betrag aber auf einer Lohnsteuerbescheinigung auftaucht, dann ist es zwar ein Mini-Verdienst, aber kein echter Minijob. Sprich, dann wird er angerechnet.

    Befolge einfach den Rat von miwe4.

  • Sprich: Ob meine Frau nun momentan gar nicht arbeitet oder einen Minijob hat, hat keine Auswirkung auf unsere momentane gemeinsame Steuererklärung.

    Noch einmal: wenn es ein echter Minijob ist, der pauschal versteuert wurde, dann nicht.

  • da sie eine Lohnsteuerabrechnung kriegt,

    Was nennst Du denn jetzt Lohnsteuerabrechnung? Eine Gehaltsabrechnung bekommt heutzutage jeder, bei dem der AG etwas über die maschinelle Buchhaltung abwickelt. Du wirst doch wohl sehen, ob da etwas von Steuerklasse 5 steht, da Du ja die 3 hast, oder ob da etwas von Pauschalversteuerung steht. Und wenn nach Steuerklasse abgerechnet worden ist, dann muss sie nach Ablauf des Jahres auch eine Bescheinigung über die dem FA elektronisch übermittelten Daten bekommen haben. Und wenn Du ganz sicher sein möchtest, registrierst Du Euch für den Belegabruf (vorausgefüllte Erklärung) und lädst die Daten nach Aktivierung in das Steuerprogramm.