Garantie-Code nicht mehr gültig

  • Hallo,


    ich möchte hiermit über die Praktiken von Buhl informieren, mit denen ich als langjähriger Kunde konfrontiert wurde. Ich habe Steuer-Sparbuch online (nicht direkt bei Buhl) gekauft. Die Software lief und der Garantie-Code passte. Plötzlich nach Tagen der Nutzung hörte die Software auf zu funktionieren und den Code zu akzeptieren.


    Auf Anfrage beim Buhl-Support wurde mir mitgeteilt, dass der Vertreiber seine Rechnungen bei Buhl nicht bezahl hat und somit wurden die Codes deaktiviert.

    Gehts noch, Buhl?! Wenn die Firma nicht in der Lage ist ihr Geschäftsmodell aufrecht zu halten, anstatt das Geld beim Retailer anzutreiben, müssen die Endkunden dafür büßen? Wenn ich ein Auto im Autohaus kaufe und das Autohaus seine Rechnung beim Hersteller nicht bezahlt, nimmt der Hersteller mir das Auto doch nicht weg.


    Von so einem namhaften Unternehmen hätte ich das nicht erwartet. Sehr enttäuscht.


    MfG

  • Sorry, aber mal unterstellt, die Aussage von Buhl stimmt: Warum sollte Buhl dann die Praktiken von Säumigen (oder gar Betrügern) unterstützen? Und eintreiben werden die schon versuchen, nur geht das nicht immer so schnell (wenn überhaupt).

    Du hast hier meiner Meinung nach auch keinen direkten Anspruch gegenüber Buhl sondern gegenüber dem Verkäufer. Setz dem die Pistole auf die Brust (was dann hoffentlich viele seiner Kunden machen).

    Der Vergleich zwischen der Nutzung einer Software und einem Auto hinkt übrigens recht kräftig, da es sich um verschiedene rechtliche Konstellationen handelt. Im Übrigen kann ein geleastes Auto (Nutzungsrecht) dem Fahrzeughalter auch weggenommen werden, wenn er und der Leasingnehmer verschiedene Personen sind und letzterer die Leasingrate nicht bezahlt.

  • Zitat

    Warum sollte Buhl dann die Praktiken von Säumigen (oder gar Betrügern) unterstützen?

    Soll sie nicht. Sie soll ihr Geschäftsmodell so gestalten, dass das nicht passiert.


    Zitat

    Und eintreiben werden die schon versuchen

    Warum sollen sie noch etwas eintreiben, wenn die Lizenz nicht mehr gültig ist? Sie würden quasi für nichts Geld bekommen.


    Der Vergleich zwischen der Nutzung einer Software und einem Auto hinkt übrigens

    Ob das Auto ist oder etwas anderes, spielt keine Rolle. Dies würde bei praktisch jeder vom Retailer vertriebener Ware zutreffen. Oder nimmt mir der Fleischer die Wurst weg, die ich im Supermarkt kaufe, wenn Supermarkt die Rechnung nicht begleicht?


    Übrigen kann ein geleastes Auto (Nutzungsrecht) dem Fahrzeughalter auch weggenommen werden

    Geleastes Auto kann man zurückgeben. Es wird nicht gekauft sondern quasi gemietet. Die Software wird gekauft und nicht gemietet und ist vom Rückgaberecht ausgeschlossen. Es ist kein Software-Abo, wo es zutreffen würde.

  • Gehts noch, Buhl?!

    Bitte bleib sachlich! Dieser Ton ist hier unerwünscht.

    Wenn die Firma nicht in der Lage ist ihr Geschäftsmodell aufrecht zu halten, anstatt das Geld beim Retailer anzutreiben, müssen die Endkunden dafür büßen?

    Sie sollen also tatenlos zusehen, wie jemand Ware weiter verkauft, die nicht bezahlt wurde? Im Übrigen ist das bei Software nicht unüblich. Das kann man nicht mit Autos oder Ähnlichem vergleichen.

    Du hast hier meiner Meinung nach auch keinen direkten Anspruch gegenüber Buhl sondern gegenüber dem Verkäufer. Setz dem die Pistole auf die Brust (was dann hoffentlich viele seiner Kunden machen).

    Das sehe ich auch so.

  • Zitat

    Geleastes Auto kann man zurückgeben. Es wird nicht gekauft sondern quasi gemietet. Die Software wird gekauft und nicht gemietet und ist vom Rückgaberecht ausgeschlossen. Es ist kein Software-Abo, wo es zutreffen würde.

    Da irrst du aber gewaltig - du erwirbst lediglich ein Nutzungsrecht für in der Regel ein Jahr. Wenn du die Software kaufen müsstest, wären zig Tausend Euro für die Entwicklung fällig und du hättest den Software-code erhalten. Daher ist der Vergleich mit einem geleasten Auto völlig richtig.

    Die besten Grüße aus dem tiefen Süden (wo es fast immer schön ist, auch bei Regen)
    nesciens



    WISO Steuersparbuch seit 1994, Windows 7

  • Von so einem namhaften Unternehmen hätte ich das nicht erwartet.

    Ich kann Dich nicht verstehen. Das läuft nicht anders als bei jedem anderen Softwarehandel. Du hast über Deinen Anbieter ein, wohl nicht ohne Grund, sehr günstiges Angebot erhascht und nach der ersten Freude über das vermeintliche Schnäppchen ist, nach Sperrung des durch Deinen Anbieter nicht bezahlten Lizenzcodes/Seriennummer/Garantienummer, bei Dir nunmehr Ernüchterung eingetreten. Dir ist nun genau das passiert, was vielen, die auf Ebay oder in Kleinanzeigen die offensichtlich viel zu günstigen Lizenzen/Seriennummern für Microsoft Windows/Office, Nero etc. erwerben, eben auch schon passiert ist. Die Lizenzen sind nicht bezahlt oder aus anderen Gründen illegal in den Handel gekommen und deshalb werden sie durch den Hersteller gesperrt. Klar mag jeder Schnäppchen, aber gerade das ist eben auch das Lockmittel der Betrüger. Und dieser ist immer Dein Ansprechpartner, gegen den Du eben ggf. auch vorgehen musst. Wobei ich diese Schnäppchenhascherei nicht nachvollziehen kann, wenn ich sehe, wie günstig z.B. auch das WISO steuer:Sparbuch bei den einschlägig bekannten offiziellen Onlinehändlern legal und sicher angeboten wird. Also einfach mal ein bisschen an die eigene Nasenspitze fassen.

  • Sie soll ihr Geschäftsmodell so gestalten, dass das nicht passiert.

    Und wie sollte das gehen? Alle Versionen, die zu Händlern gehen, erstmal sperren und nach Bezahlung entsperren?

    Oder welchen Vorschlag hast Du?

    Warum sollen sie noch etwas eintreiben, wenn die Lizenz nicht mehr gültig ist? Sie würden quasi für nichts Geld bekommen.

    Weil Buhl dann die Lizenz wieder als gültig deklarieren könnte. Außerdem besteht ein Schuldverhältnis zwischen dem Händler und Buhl, warum sollte der Händler bei Nichteinhalten seiner Pflichten da so einfach rauskommen, zumal er ja das Geld vom Kunden (sprich von Dir) bekommen hat. Man würde ihn sozusagen noch belohnen, da er nicht nur den Roherlös behält sondern das, was Du bezahlt hast, also deutlich mehr.

    Ob das Auto ist oder etwas anderes, spielt keine Rolle. Dies würde bei praktisch jeder vom Retailer vertriebener Ware zutreffen. Oder nimmt mir der Fleischer die Wurst weg, die ich im Supermarkt kaufe, wenn Supermarkt die Rechnung nicht begleicht?

    Du hast den Unterschied zwischen dem Kauf einer physischen Ware und dem Erwerb des Nutzungsrechts nicht beachtet. Es sei denn, der Satz

    Ich habe Steuer-Sparbuch online (nicht direkt bei Buhl) gekauft.

    bzw.

    Die Software wird gekauft

    stimmt tatsächlich, dann wäre aber nicht Buhl der Ansprechpartner, sondern Du selbst, Du bist ja dann jetzt der Eigentümer.

    Geleastes Auto kann man zurückgeben.

    Wir reden nicht vom Zurückgeben.


    Setz dem die Pistole auf die Brust

    bin mal gespannt wann ein Sondereinsatzkomando Deine Bude stürmt ^^8)

    Ach, ich habe doch meine Software direkt bei Buhl gekauft, ähm das Nutzungsrecht erworben ... und auch bezahlt. :P