Handwerkerleistungen i.S.v. §35a EStG. nach Leistungsprinzip?

  • Ich habe eine Handwerkerleistung für Heizungswartung, die im Abrechnungsjahr erbracht wurde. Die Rechnung kam aber erst im Folgejahr und wurde dann bezahlt. Die Leistung ist auf der Steuerbescheinigung für das Abrechnungsjahr unter der Rubrik für in der Heizkostenabrechnung angefallene Handwerkerkosten schon mit ausgewiesen, denn Heizkosten werden nach dem Leistungsprinzip abgerechnet. Muss ich die Bescheinigung bei der Steuererklärung für das Folgejahr erneut einreichen, oder akzeptiert das Finanzamt, wenn man diese Kosten noch mit für das Abrechnungsjahr ansetzt? :/

  • Die Rechnung kam aber erst im Folgejahr und wurde dann bezahlt.

    Wenn die Rechnung bis zum 10.1. eingegangen ist meine ich, dürfen diese Kosten noch ins Abrechnungsjahr eingerechnet werden. Ich hatte heute im Programm nach den haushaltsnahen Dienstleistungen gesucht und diesbezüglich eine solche Information gelesen.


    Gehe doch im Programm mal hin und stelle unter Suche eine entsprechende Anfrage.

  • Den § 11 EStG kann man separat diskutieren. Das war ja gar nicht meine Frage. Unsere Sanitärfirma schickt Rechnungen regelmäßig erst 4-8 Monate später. Da rutscht eine Zahlung so weit ins kommende Jahr, dass sich diese steuerliche Frage stellt: Die Handwerkerleistung (Heizungseinstellung oder -Wartung) erfolgt im Abrechnungszeitraum, die Leistung ist also Bestandteil der Hausgeldabrechnung.

    Meine Vermutung ist, dass man dann diese Steuerbescheinigung in zwei Jahren vorlegen müsste, denn die im ersten Teil der Steuerbescheinigung gem. §35a EStG ausgegebenen Handwerkerleistungen der Nicht-Heizkostenpositionen beinhalten Kosten, die im Abrechnungszeitraum erfolgt sind. Die weiter unten angegebenen Positionen der Handwerkerleistungen, die in der Heizkostenabrechnung enthalten sind, können dagegen Zahlungen enthalten, die nur im Folgejahr steuerlich relevant sind. Da die Zahlungen mit Datum gekennzeichnet sind, kann man das auf der Bescheinigung sehen. Ich bin halt nicht ganz sicher, ob das üblich ist, wegen dieser Kleinbeträge die Bescheinigung im Folgejahr nochmal vorzulegen.

    Dem Finanzamt dürfte auch egal sein, ob die in der Abrechnung angegebenen und nach HKV verteilten Handwerkerleistungen überhaupt in die HKV gehören, z.B. weil sie regelmäßig durchgeführte Wartungsarbeiten betreffen bzw. überhaupt in der Verordnung als Heizkosten oder Warmwasserkosten genannt sind. Entscheidend dürfte der ausgestellte Abrechnungsbeleg sein und die Tatsache, dass die Summe der Anteile in allen Abrechnungen wieder den Gesamtbetrag ergibt.