Ist ein Import der Steuerberater-Daten möglich

  • Hi Leute,


    ich hatte immer einen Steuerberater für mein Einzelunternehmen, jedoch sind wir nicht im "guten" auseinander gegangen. Das Einzelunternehmen ist mittlerweile abgemeldet (seit August 2018) und ich will die letzte Steuererklärung für das Unternehmen selber machen,


    Ich habe die abgegebenen Steuerunterlagen vom letzten Jahr vorliegen und wollte eigentlich mich anhand der Unterlagen durchhangeln. Leider wird es schwieriger als gedacht, daher muss ich direkt hier Fragen stellen.


    Kann ich irgendwie die gebuchten Umsätze / Ausgaben von meinem Steuerberater importieren? Dieser hatte bis zum Schluss die Sachen gebucht und die Steuervoranmeldung eingereicht. Welche Formate kann ich mir exportieren lassen und bei Steuer:Sparbuch 2019 (windows Version) importieren?

    Oder muss ich alle Buchungen erneut in die Sachkonten eingeben? Sprich dann brauche ich alle Sachkonten vom alten Steuerberater um diese dann von Hand zu übertragen? Das wäre halt Fleißarbeit, aber wäre auch für mich möglich.


    Wenn alle Einnahmen/Ausgaben eingetragen sind, sollte die Steuererklärung ja recht "einfach" gehen. Mir fehlen halt alle Daten und die muss ich irgendwie in die Buhl Software bekommen, nur wie?


    Danke für eure Hilfe

    Danjo

  • ich hatte immer einen Steuerberater für mein Einzelunternehmen, jedoch sind wir nicht im "guten" auseinander gegangen.

    hallo Danjo,


    auseinander gehen, egal wie, bedeutet nicht gleich dass der StBer. Dir keine Berichte/Akten/Daten/Abschlüsse über seine bisherige Tätigkeit etc. aushändigt/übermittelt.

    Kann ich irgendwie die gebuchten Umsätze / Ausgaben von meinem Steuerberater importieren?

    Nein.

    Das können meist nur "höherpreisige" Buchhaltungsprogramme leisten.

    Oder muss ich alle Buchungen erneut in die Sachkonten eingeben?

    darauf wird es wohl (oder Übel) hinaus laufen...

    Sprich dann brauche ich alle Sachkonten vom alten Steuerberater um diese dann von Hand zu übertragen?

    Du bräuchtest zumindest das Buchungsjournal für das lfd. Jahr und...etwas buchhalterisches Hintergrundverständnis

    sollte die Steuererklärung ja recht "einfach" gehen.

    das "einfach" hast Du wohlwissend gut hervor gehoben ;)

    Mir fehlen halt alle Daten und die muss ich irgendwie in die Buhl Software bekommen, nur wie?

    wie oben schon geschrieben.

    Buchungsdaten/Listen kommen vom Steuerberater incl. verwendetem SKR

    Aber auch nur wenn er über alle Belege für das Wirtschaftsjahr verfügte!

  • ich hatte immer einen Steuerberater für mein Einzelunternehmen, jedoch sind wir nicht im "guten" auseinander gegangen. Das Einzelunternehmen ist mittlerweile abgemeldet (seit August 2018) und ich will die letzte Steuererklärung für das Unternehmen selber machen,

    Dir ist aber schon klar, dass im Falle einer Betriebsaufgabe noch weitere Besonderheiten bzw. Fallstricke des Steuerrechts auf Dich warten, oder?


    Einfach mal mittels der erweiterten Forumssuche nachlesen und dann überlegen, ob Du Dir das dann wirklich selber zutraust.


    https://www.buhl.de/wiso-softw…search/&q=betriebsaufgabe

  • Hi,


    habe vom Steuerberater eine PDF mit allen Konten. Fehlt nur noch das buchhalterisches Hintergrundverständnis :)


    Datum BelegNr SF GegKto Soll Haben Buchungstext KSt KTR Bchg.ref


    damit kann ich nun erst einmal alles in das Sparbuch übertragen. Blöd ist leider, dass das Bankkonto von 2018 nicht mehr existiert. Somit ist ein Bankabgleich nicht möglich. mit PayPal kämpfe ich auch noch. Die Daten werden einfach nicht abgerufen, Balken bewegt sich 10 Minuten und nix ist abgerufen. Dauert ein Erstabruf sehr lange. ?

    ich breche die Abfrage nach eienr Weile ab und sehe nichts. Keine Buchungen importiert.


    LG Danio

  • habe vom Steuerberater eine PDF mit allen Konten.

    Ich bin, ebenso wie miwe4 der Meinung einen Steuerberater mit dem "Abschluss" und dem Erstellen der "Aufgabebilanz" zu beauftragen.

    Zudem solltest Du Dich einmal mit den GoBD (Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und Dokumentation) befassen.

    Wir Foristi hier können Dir zwar aufzeigen wie Buchen mit dem Programm geht, aber nicht Deine Buchhaltung machen. (darauf würde es nämlich hinauslaufen)

    Das Dilemma um nicht zu sagen Chaos beginnt schon mit den fehlenden Bankbelegen.

    Es ist einfach nicht mit einem PDF getan.

    Wie lange bist Du denn schon "Unternehmer"?

  • Ich habe meine Buchhaltung jeden Monat gemacht und meinem Steuerberater zugeschickt. Alles fein säuberlich sortiert nach Monaten / Zahlungen und Ausgaben. Der Steuerberater hat dann alles in sein Programm eingeben und die Steuervoranmeldung gemacht. Habe das Unternehmen jedoch mitte 2018 abgemeldet. Da der Steuerberater sich mehr als unkooperativ gezeigt hatte, möchte ich den Steuerberater nicht mehr beauftragen.


    Sicherlich ist das selbermachen nicht ideal, aber es ist bei einem Einzelunternehmen sicherlich noch zu schaffen.


    LG Danio

    Ich bin, ebenso wie miwe4 der Meinung einen Steuerberater mit dem "Abschluss" und dem Erstellen der "Aufgabebilanz" zu beauftragen.


    Zudem solltest Du Dich einmal mit den GoBD (Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und Dokumentation) befassen.

    Wir Foristi hier können Dir zwar aufzeigen wie Buchen mit dem Programm geht, aber nicht Deine Buchhaltung machen. (darauf würde es nämlich hinauslaufen)

    Das Dilemma um nicht zu sagen Chaos beginnt schon mit den fehlenden Bankbelegen.

  • Hallo

    ein Im-/Export für einen Steuerberater mach durchaus Sinn; weniger wg. fachlicher Fragen sondern wenn es zu Verhandlungen mit dem Finanzamt kommt. Geht es dann ans Eingeachte, hat nach meiner gemachten Erfahrung ein Steuerberater ein anderes Standing beim FA als gewöhlicher Steuerbürger (liegt vielleicht daran, dass ich wg. einer Klage vor Jahren gegen das FA auf der Blacklist stehe - die es offiziell gar nicht geben darf. Technisch wäre eine Schnittstelle für das Steuersparbuch sicher kein Hexenwerk; hat eher Produkt-/Statuspolitische Gründe ??


    Grüße

    Meunier

  • Ich weiß ja nicht, was man sonst noch alles für den Preis der Software einbauen soll. Sie ist ja gerade gemacht, um eben möglichst nicht einen Steuerberater in Anspruch zu nehmen. Und für die wenigen Wechselfälle wäre eine Preiserhöhung für die überwiegende Mehrheit der Nutzer wohl unangemessen.


    Es gibt ja Buhl-Produkte mit entsprechenden Schnittstellen, die dann eben auch entsprechend mehr kosten. Dann müssen eben die wenigen Euro für die zusätzliche Anschaffung des Sparbuchs in Kauf genommen werden, um auch die ESt selber zu erstellen. Und da gibt es dann ja Importmöglichkeiten us den anderen Buhl-Produkten.


    Abgesehen davon haben wir den GDP-Export für Prüfungszwecke der Finanzverwaltung. Und genau wie dann die Finanzverwaltung die Daten in ihre Software importieren kann, ist dies einem Steuerberater grundsätzlich auch bei seiner Software möglich.