Unterschied zwischen HBCI/FinTS-Chipkarte und TAN-Generator

  • Hallo zusammen,


    ich eröffne gerade ein Konto bei der DKB und habe als ersten Schritt mal TAN2go eingerichtet. Künftig möchte ich aber auch HBCI/FinTS mit Chipkarte oder auf ChipTAN mit TAN-Generator umsteigen.

    Wo ich jetzt gerade hänge, sind die Vor- u. Nachteile dieser beiden Verfahren.


    HBCI mit Chipkarte hatte ich früher mal bei der Sparkasse im Einsatz.

    Für das Abrufen von Umsätzen, bzw. für das Senden von Überweisungen musste man die Karte ins Lesegerät stecken und mit seiner PIN am Lesegerät autorisieren. Dabei konnten auch gerne mehrere Überweisungen auf einmal abgeschickt werden.


    Wie funktioniert das mit dem ChipTAN-Verfahren und dem TAN-Generator? Muss hier für jede einzelne Überweisung eine eigene TAN eingegeben werden?


    Was sind die grundsätzlichen Unterschiede und was würdet ihr empfehlen?


    gruß anderl

  • Das sicherste Verfahren ist Chipkarte - du hast hier einen externen Leser (z. B. Reiner SCT), auf dem du die PIN eingibst. Damit ist die PIN auf einem vom Computer nicht lesbaren Medium eingegeben. Die ChipKarte ist auch nur für dieses Konto und dieses Verfahren nutzbar - du kannst damit nicht einkaufen oder ähnliches. Hat aber auch den Vorteil, dass du diese am Computer aufbewahren kannst (Schreibtisch).

    Weiterer Vorteil: mit dem Lesegerät kannst du auch den Personalausweis verwenden, um dich im Internet zu identifizieren. Da immer mehr Ämter damit arbeiten, ist dies ein echter Vorteil. Die Geräte sind allerdings nicht billig (Einmalanschaffung, kann auch für andere Banken verwendet werden).

    Das ChipTAN-Verfahren arbeitet mit einem TAN-Generator - hier musst du deine "normale" Bankkarte in den TAN-Generator (auch Extra-Gerät, aber billiger als diejenigen für die ChipKarten) stecken und mit einer Start-TAN eine TAN für den Vorgang generieren.

    Die besten Grüße aus dem tiefen Süden (wo es fast immer schön ist, auch bei Regen)
    nesciens



    WISO Steuersparbuch seit 1994, Windows 7

  • Danke für Deine Erklärungen.

    Ich hab mir zwischenzeitlich einen CyberJack one besorgt. Der funktioniert sowohl als manueller TAN-Generator (war für das Aktivieren des chipTAN-Accounts bei der DKB zwingend erforderlich) als auch als chipTAN-USB Generator, was im täglichen Umgang mit MG deutlich komfortabler sein sollte und an HBCI-Chipkarte herankommen sollte (bzgl. Komfort). Ich kann das allerdings noch nicht testen, da auf meinem DKB-Konto noch keit Guthaben vorhanden ist und ich somit noch keine Überweisungen testen kann.


    Der cyberJack one funktioniert ja ebenso als Lesegerät für HBCI-Chipkarten und die HBCI-Chipkarte ist auch schon angefordert - daher bin ich dann flexibel aufgestellt. Meine Wahrnehmung ist, dass HBCI-Chipkarten von den Banken langfristig nicht mehr allzu viel Unterstützung erfahren werden.


    Bzgl. der Funktionalität mit dem nPA bin ich mit dem One aber wohl nicht gut aufgestellt, oder? Da wären wohl der RFID standard oder komfort die richitgere Wahl gewesen. Haben die wiederum Einschränkungen bzgl. Banking?

  • Ich hab heute Antwort von der DKB bekommen: HBCI wird wohl seit Mai nicht mehr angeboten und es wird ebenfalls auf ChipTAN verwiesen.

    Ich konnte mittlerweile ChipTAN-USB mit der DKB testen - funktioniert. Man bekommt im Lesegerät halt Empfängerkonto und Betrag angezeigt und muss die TAN-Übermittlung bestätigen. Insgesamt 3 Tastendrücke auf dem Lesegerät.

  • Man bekommt im Lesegerät halt Empfängerkonto und Betrag angezeigt und muss die TAN-Übermittlung bestätigen. Insgesamt 3 Tastendrücke auf dem Lesegerät.

    Das ist aus meiner Sicht auch der größte Nachteil: mit HBCI Chiptan gebe ich einmal die PIN ein, dann geht alles automatisch. Beim gleichen Gerät mit einer ChipTAN USB muss ich 3mal auf OK tippen...nervig. Macht das mal bei vielen Zahlungen....


    Ich hoffe HBCI Chiptan bleibt noch eine Weile erhalten...