Maschine in Anlagevermögen - Abschreibung mit Anzahlung

  • Hallo Zusammen,


    das Thema wurde schon mehrmals diskutiert, ich werde dennoch für meinen konkreten Fall nicht ganz schlau was die einzelnen Buchungen angeht.


    Ich habe eine Maschine (Formatkreissäge) bestellt. Dafür habe ich eine Anzahlung von 20% (975 EUR Brutto) geleistet. Schlusszahlung erfolgt kurz vor Lieferung. Es wäre prima, wenn Ihr mir sagen könntet, wie ich die einzelnen Buchungen nun durchführen muss. Meine Vermutung ist:

    1. Freie Buchung: 819,33 EUR netto, Konto 299 (Anzahlungen auf Technische Anlagen und Maschinen) soll AN Konto 1200 (Bank) Haben. Jeweils "Keine Umsatz / Vorsteuer" in beiden Dropdown Feldern gewählt.

    2. Freie Buchung: 155,67 EUR netto, Konto 1576 (Anrechenbare Vorsteuer 19%) soll AN Konto 1200 (Bank) Haben. Jeweils "Keine Umsatz / Vorsteuer" in beiden Dropdown Feldern gewählt.



    Sollte das soweit passen, wie würde ich dann die Maschine im Anlagevermögen (Konto 200) buchen? Meine Vermutung: Mit der Restzahlung von 80% auf das Konto 200 buchen und die geleistete Anzahlung hinterher ebenfalls auf dieses Konto dazu buchen? Oder muss ich die Anzahlung via "Zugänge zum Wirtschaftsgut" dieser Anlage hinzufügen? Für die Abschreibung sollte ja eigtl der Gesamtpreis der Maschine als Berechnungsgrundlage zählen oder?



    Vielen Dank schon mal für eure Unterstützung!


    Beste Grüße

    Benny

  • "Keine Umsatz / Vorsteuer"

    warum?

    Du hast doch eine Anzahlung geleistet und darfst die USt. dafür gleich zurück holen.

    Ok das Bsp. behandelt nicht EÜR eher Bilanz.

    Wenn Anzahlung und Schlusszahlung in einen UStVa.-Zeitraum fallen, könnte man die Anzahlung auch auf dem Verrechnungskonto ´parken´um dieses als Geldkonto für die Schlusszahlung zu nehmen.

    Zudem würde ich die Buchungen über die Anlagenverwaltung laufen lassen.

  • Hi,

    danke für deine schnelle Rückmeldung.

    "Keine Umsatz / Vorsteuer"

    warum?

    Du hast doch eine Anzahlung geleistet und darfst die USt. dafür gleich zurück holen.

    Weil ich bei der freien Buchung eine Fehlermeldung bekomme, wenn ich Vorsteuer 19% einstelle... Siehe Screenshot. Daher habe ich die Vorsteuer sep. gebucht. Damit kann ich sie ja auch direkt zurück holen. Konnte diesen Vorgang nur nicht in eine Buchung packen, weil eben diese Fehlermeldung kommt...


    Von meiner Seite aus, dürfen die Buchungen gerne so einfach wie möglich gehalten werden. Am liebsten würde ich die Anzahlung überhaupt nicht erwähnen und einfach den Gesamtbetrag angeben. Das wäre aber steuerlich nicht korrekt.


    Dein Vorschlag mit Zwischenparken finde ich gut. Über die Anlagenverwaltung kann ich die Anzahlung aber nach meinem Verständnis nicht laufen lassen, da es ja erst eine Anlage wird, wenn das Ding bei mir aufm Hof steht, richtig? Würde ich dann die Schlusszahlung ebenfalls zunächst auf das Zwischenkonto parken und von diesem dann die gesamte Zahlung bei der Erstellung der Anlage (bei Lieferung der Maschine) über die Anlagenverwaltung abwickeln?

  • da es ja erst eine Anlage wird, wenn das Ding bei mir aufm Hof steht, richtig?

    richtig

    und auch erst ab da (Anlagegut betriebsbereit u. kplt.) beginnt die Abschreibung.

    Würde ich dann die Schlusszahlung ebenfalls zunächst auf das Zwischenkonto parken und von diesem dann die gesamte Zahlung bei der Erstellung der Anlage (bei Lieferung der Maschine) über die Anlagenverwaltung abwickeln?

    so ist es.

    Verrechnungskonto an Bank und beim aktivieren im AVermö. als Finanzkonto das V-Konto nehmen.

    (Wenn Du für die Anzahlung schon VSt. gezogen hast, muss dieser Teil natürlich zurück gebucht werden.)

    Das wäre aber steuerlich nicht korrekt.

    warum nicht?

    du hast die Anzahlung (den Geldfluss) doch gebucht.