Zahlung oder Einnahme aus 2021 ins Vorjahr übernehmen

  • Hallo zusammen,


    sicherlich ist es für alte Hasen ein einfaches Thema, allerdings ist mir nicht klar, wie ich den Fall im HV 365 realisieren soll: Angenommen ich habe eine verbrauchsabhängige Zahlung am 06.01.2021 leisten müssen, die sich auf das Abrechnungsjahr 2020 bezieht. Wie bekomme ich diese Zahlung in die Abrechnung von 2020?


    Bisher klappt es nur dann, wenn ich das Wertstellungsdatum ins Vorjahr schiebe. Dann wirkt sich allerdings die Zahlung auch auf den Kontostand per 31.12.2020 aus - ist das so wirklich korrekt? Bin ich auf dem Holzweg? Ich suche doch eigentlich nur die Möglichkeit, ohne Anpassung des Wertstellungsdatum eine Zahlung in ein anderes Abrechnungsjahr zu schieben, sodass es in der Abrechnung Berücksichtigung findet - das kann doch nicht so schwer sein?!


    Danke für Tipps!

  • Hallo Betonmischer,


    WEG-Abrechnung? Mietverwaltung?


    Zahlungen um den Jahreswechsel herum dürfen auch in einer WEG noch in das Vorjahr übernommen werden. Ergo einfach den Gültigkeitszeitraum angeben. Zahlung 06.01.2021, Gültigkeitszeitraum z.B. 01.12.2020 - 31.12.2020. Ansonsten, wenn es sich um z.B. Heizung/Warmwasser handelt, ist es sowieso kein Problem.

  • Hallo Betonmischer,


    WEG-Abrechnung? Mietverwaltung?


    Zahlungen um den Jahreswechsel herum dürfen auch in einer WEG noch in das Vorjahr übernommen werden. Ergo einfach den Gültigkeitszeitraum angeben. Zahlung 06.01.2021, Gültigkeitszeitraum z.B. 01.12.2020 - 31.12.2020. Ansonsten, wenn es sich um z.B. Heizung/Warmwasser handelt, ist es sowieso kein Problem.

    Hallo KleinerVerwalter,


    vielen Dank für die Hilfe. Es handelt sich um eine WEG-Abrechnung. Die Regularien sind mir soweit bekannt.


    Genau wie beschrieben bin ich ursprünglich vorgegangen. Zahlung und Wertstellung also bspw. am 04.01.2021 und den Gültigkeitseitraum habe ich manuell auf 01.01.2020 - 31.12.2020 gesetzt. Ergebnis: Die Kosten werden in der WEG-Abrechnung für 2020 nicht berücksichtigt. Hat das Problem sonst noch jemand? Mache ich etwas falsch bzw. ist noch etwas zu beachten?


    Viele Grüße

  • Ich habe nun tatsächlich nochmal alle möglichen Varianten probiert. Könnte jemand bei sich einmal eine umlagefähige Dummy-Buchung mit Zahldatum und Wertstellungsdatum in 2021 anlegen, den Gültigkeitseitraum aber auf den Zeitraum 01.01.2020 - 31.12.2020 setzen? Der Wert sollte ja dann in der Abrechnung für 2020 berücksichtigt werden. Das ist bei mir definitiv nicht der Fall.


    Danke und Gruß

  • Ja, habe ich durchgeführt.

    10.000 € als Ausgabe auf Allgemeinstrom am 10.01.2021 für den Gültigkeitszeitraum 01.07.2020 bis 31.12.2020. Funktioniert.


    Für den Fall, dass Du auf 4599 buchst, musst du die Werte noch verteilen => Kostenverteilung => Angaben zur Heizkostenabrechnung. Funktioniert auch.

  • Das kann so nicht sein. Wenn der Zahlungszeitpunkt im HV in 2021 liegt, kannst Du diese Beträge nicht für 2020 geltend machen.

    AUSSER es geht um Heizkosten - dann ist das zulässig.

    Verbrauchsabhängig ist nicht gleichzusetzen mit "Heizkostenverordnungs-Ausnahme" ;)


    Steht auch auf jeder Abrechnung....

  • Ja, habe ich durchgeführt.

    10.000 € als Ausgabe auf Allgemeinstrom am 10.01.2021 für den Gültigkeitszeitraum 01.07.2020 bis 31.12.2020. Funktioniert.


    Für den Fall, dass Du auf 4599 buchst, musst du die Werte noch verteilen => Kostenverteilung => Angaben zur Heizkostenabrechnung. Funktioniert auch.

    Ich danke vielmals für die Mühe!!

    Es bleibt mir ein Rätsel. Ich habe mir nun den Demo Case zur Hand genommen und dort mit Datum 05.01.2020 (Zahlungsdatum + Wertstellungsdatum) einen sehr hohen Betrag auf das Konto für Kabel-TV gebucht. Mir ist bewusst, dass sich Kabelgebühren nicht abgrenzungsberechtigt sind - es geht lediglich ums Prinzip. Im Anschluss habe ich die Hausgeldrechnung erzeugt. Ich sehe keine Veränderung in den umlagefähigen Kosten. Im beigefügten PDF befinden sich die Screenshots.


    Was hast du anders gemacht?! Ich werde langsam verrückt.




    Ja, das ist mir durchaus bewusst. Bei meinen Kosten, die am 05.01.2021 abgebucht wurden, handelt es sich um heizungsbezogene Kosten. Das obige Beispiel mit dem Kabel-Anschluss ist nur fiktiv - das sollte ja keinen Unterschied machen.

  • Vielen Dank erneut für die Hilfe. Ich bin langsam ratlos. In den Umlageschlüsseln kann man diesbezüglich nichts einstellen. Ich habe auch schon sämtliche Konfigurationen durch und weiß einfach nicht weiter.


    Könntest du das obige Beispiel mit der sehr hohen Zahlung (Kabelgebühren) einmal bei dir einbuchen und die Buchung und das Ergebnis der Hausgeldabrechnung abfotografieren (Screenshot)? Das Demobeispiel kann hierzu gerne verwendet werden, damit die Zahlen nicht einer echten WEG entsprechen.


    Vielen Dank erneut. Ich werde morgen einmal bei Buhl anrufen. Vielleicht kommt da ja noch eine neue Erkenntnis.

  • Also, nochmal....Du kannst keine Betriebskosten für KabelTV aus 2021 für eine 2020er Hausgeldabrechnung geltend machen !

    Das geht nur für Kosten aus dem Umfeld der Heizkosten, das müssen dann auch die Konten im 45er Kreis sein !

    Betriebskosten werden zum Zeitpunkt der ZAHLUNG für die Hausgeldabrechnung gewertet!

    Anders formuliert: Du DARFST diese Kosten nicht geltend machen, und deswegen verhindert der WISO HV auch das eben dies nicht passiert.


    Mach die Testbuchung wie ich aufs 4550er Konto und dann stells hier rein, was passiert. Dann muss der Betrag aus 2021 in der Heizkostenabrechnung 2020 erscheinen...


    AUSSER der HV365 hat auch da eine Macke...mein Test war mit dem 2020er. Aber das würd mich dann wirklich schocken...=O


    Ein Lösungsvorschlag wäre, Du buchst für die Zahlung vom 6.1. eine Abgrenzungsbuchung auf den 31.12.

    Das geht so... Kostenkonto 31.12 an 1999, am 6.1. dann 1999 an Bank.

    So stimmen Bank und Buchungskonten. Musst halt ggfs. bei der Kassenprüfung erklären, was auf 1999 gebucht wurde.





  • Moin,


    vielen Dank für die Hinweise. Mir ist bewusst, dass das oben gewählte Beispiel mit den Kabelgebühren nicht das Cleverste gewesen ist und dass lediglich heizungsbezogene Kosten so gebucht werden sollten.


    Ich werde deinen Alternativvorschlag einmal ausprobieren - der klingt erst einmal sehr nachvollziehbar, auch wenn es eine Notlösung ist. Sie sollte ohnehin nicht vorkommen.


    Besten Dank für die Lösungsvorschläge.