Kontoführungsgebühren Rücklagenkonto

  • Hallo zusammen,


    ich habe gerade einen Knoten im Kopf bezüglich der korrekten Verbuchung der Kontoführungsgebühren bei Rücklagenkonten.


    Sachverhalt:

    - WEG-Verwaltung

    - Wir haben zwei Konten: Hausgeld, Rücklage

    - Kontoführungsgebühren werden zu gleichen Anteilen von beiden Konten belastet


    Die Kontoführungsgebühren des Hausgeldkontos werden normal als Ausgabe erfasst und dem entsprechenden Konto zugeordnet, damit es in der Abrechnung brav erscheint. Das passt.

    Nun möchte ich die Kontoführungsgebühren vom Rücklagenkonto buchen. Dafür gibt es ja auch im Wizard die Option der Kontoführungsgebühren. Das habe ich gemacht mit dem Ergebnis, dass der Betrag in der Rücklagenentwicklung auftaucht und die Rücklage entsprechend reduziert. Muss der Betrag nicht aber zusätzlich noch in den nicht umlagefähigen Betriebskosten erscheinen, genau wie auch die Bankgebühren des Hausgeldkontos? Habe ich einen Denkfehler?


    Danke für "Denkanstöße" :-).

  • Kontoführungsgebühren auf dem Rücklagenkonto sind erst einmal eine Entnahme aus der Rücklage. Dazu bedarf es eigentlich eines Beschlusses der WEG. In den Betriebskosten tauchen diese dann nicht auf.


    Will man aber das Rücklagenkonto wieder auffüllen, so dass keine Entnahme entsteht, macht man zusätzliche eine Umbuchung und belastet dabei das Hausgeldkonto. So wandern die Kontoführungsgebühren in das entsprechende Sachkonto und werden über die Hausgeldabrechnung beglichen. Das Rücklagenkonto bleibt unter dem Strich unangetastet.


    Welchen der beiden Wege man geht ist meines Erachtens Beschlußsache. Im Anbetracht der geringen Beträge würde ich es evtl. im Ermessen des Verwalters sehen.


    Belastung der Rücklage und Abrechnung über Hausgeld wäre dagegen eine unzulässige doppelte Abrechnung.

    Wenn ich nicht mehr antworte heißt das nicht, dass ich überzeugt bin oder zustimme. Manche Dinge lasse ich einfach so im Raum stehen...

  • Hallo gdrexl,


    vielen Dank für deine sehr nützlichen Anmerkungen. Ich habe mich nun erst einmal für die Variante "Auffüllen des Rücklagenkontos" entschieden, weil die Kontoführungsgebühren des Hausgeldkontos ebenfalls über die Jahresabrechnung abgerechnet werden. Kontoführungsgebühren an zwei unterschiedlichen Stellen fand ich schwer nachvollziehbar. Ich nehme den Punkt aber mal auf die Agenda für die nächste Versammlung, um Klarheit zu schaffen.


    Ich bin nun wie folgt im HW365 vorgegangen:


    1) Erfassung einer Ausgabe vom Rücklagenkonto mit Buchungskonto für Bankgebühren.

    2) Erfassung einer Umbuchung vom Hausgeldkonto (Haben) auf das Rücklagenkonto (Soll).


    Über diese Methodik taucht der Betrag in den Rücklagenentnahmen nicht auf, in der Abrechnung aber schon.


    Vielen Dank erneut!

  • Bei keinem einzigen Objekt buche ich die Kontoführungsgebühren der RL Konten auf die Betriebskostenabrechnung.

    Die reduzieren den RL Bestand, das ist korrekt. Und gdrexl hat Recht, das ist Beschlussache...machen die ET bisher immer

    direkt über die Genehmigung der Abrechnung ... ;)

  • Lustig. In keinem meiner Objekte habe ich für die Rücklagen Kontoführungsgebühren.


    Hallo. Bei einem "normalen" Sparkonto ist das wohl auch so. Ich bin gerade auf der Suche nach einem Spar- bzw. Tagesgeldkonto für WEGs, also auf deren Namen. Sind Ihre Konten kostenlos und lauten auf den Namen der WEG? Bestenfalls noch verzinst? Wo gibt es das?


    Ich hatte ein Rücklagenkonto bei der DKB - selbstverständlich auf Namen der WEG -, kostenlos und verzinst. Dann nur noch kostenlos, nicht verzinst. Und seit letztem Jahr kostet das Konto 3,- pro Monat. Daher wurde beschlossen, die Rücklagen nicht mehr auf einem separaten Bankkonto zu halten. Die Rücklagen befinden sich jetzt auf dem normalen Hausgeldkonto und werden über ein Buchungskonto verwaltet. Gleiches Szenario auch bei einer neu von mir übernommenen WEG - nur noch ein Bankkonto worauf sich auch die Rücklagen befinden.


    Aus dem Grund bin ich auch auf der Suche nach einer Lösung hier im Forum. WISO Hausverwalter will leider zwingend ein Bankkonto für Rücklagen. Hierzu öffne ich aber ggf. einen neuen Thread, da ich meine, dass ich nicht die einzige mit der Problemstellung bin.

  • Ja, man muss tatsächlich die Instandhaltungsrücklage getrennt vom sonstigen Hausgeld der WEG auf ein separates Konto bringen.


    Ich führe die Konten bei der örtlichen Sparkasse, Gebühren beim Girokonto derzeit 7,50 € + Entgelte für den Zahlungsverkehr. Dafür sind aber die Sparbücher für die Instandhaltungsrücklage umsonst. Zinsen gibt es auch, auf manchen Konten sind jetzt auch Kapitalertragsseteuern zu zahlen. Das ist dann aber einfach so.

  • Das hab ich aktuell nur für neue Kunden gemacht. Altbestände fasse ich erst an, wenn/falls der Mehrwert der DKB den Aufwand eines Wechsels rechtfertigt. Die DKB hat jedenfalls telefonisch durchgehend aktive Ansprechpartner, alles ausgerichtet auf Hausverwalter.


    Kannst mal die DKB Verwalterplattform googlen...


    Um ehrlich zu sein, ich wollte primär Dauerlastschriften und EBICS mal testen...rein wegen den Kosten lohnt sich der Wechsel nicht unbedingt. Meine SK berechnet knapp 7 Euro fürs Konto, Sparbücher - noch - sind umsonst.