Zusätzliche Einkünfte (Honorare) als Rentner

  • Vielen Dank schon mal. Ich verstehe das aber noch nicht ganz: Wenn ich unter "Einkünfte aus selbständiger Arbeit" dann "Freiberufliche Tätigkeit" wähle, habe ich nur die Möglichkeit, "laufende steuerpflichtige Einkünfte" anzukreuzen, meine diesbezüglichen Einkünfte sind ja aber gar nicht "laufend" - im letzten Jahr habe ich z.B. nur einmal einen längeren Text/Buch für einen Verlag übersetzt. Wenn ich jetzt die erhaltene Honorarsumme von ca. 13.000,- Euro eintrage, dann "freier Beruf" ... "nebenberufliche Tätigkeit (Künstler, Schriftsteller etc)" wird mir am Ende eine Pauschale von 614 Euro abgezogen, ich lande bei 12386 Euro Gewinn - und muss laut Programm ca. 3500 Euro Steuern nachzahlen (das wären rund 27 % von den 13000 Euro Honorar!) - kann das denn stimmen? Oder mache ich hier irgendetwas falsch? Vielen Dank im voraus...

    • Offizieller Beitrag

    Ich verstehe das aber noch nicht ganz: Wenn ich unter "Einkünfte aus selbständiger Arbeit" dann "Freiberufliche Tätigkeit" wähle, habe ich nur die Möglichkeit, "laufende steuerpflichtige Einkünfte" anzukreuzen, meine diesbezüglichen Einkünfte sind ja aber gar nicht "laufend" - im letzten Jahr habe ich z.B. nur einmal einen längeren Text/Buch für einen Verlag übersetzt.

    Bei der Höhe des Honorars hast Du ja nicht nur fünf Minuten an der Übersetzung gesessen. Somit liegen m.E. schon auf jeden Fall Einkünfte i.S.d. § 18 EStG vor.


    Wenn ich jetzt die erhaltene Honorarsumme von ca. 13.000,- Euro eintrage, dann "freier Beruf" ... "nebenberufliche Tätigkeit (Künstler, Schriftsteller etc)" wird mir am Ende eine Pauschale von 614 Euro abgezogen, .... .

    Dieser Pauschale Betriebsausgabenabzug ist nur für bestimmte Berufsgruppen vorgesehen. Zu diesen gehören Übersetzer nicht. Dir bleibt somit nur eine Geltendmachung etwaiger tatsächlicher Betriebsausgaben.


    ... ich lande bei 12386 Euro Gewinn - und muss laut Programm ca. 3500 Euro Steuern nachzahlen (das wären rund 27 % von den 13000 Euro Honorar!) - kann das denn stimmen?

    Passt mit Sicherheit und kannst Du doch in Form Deines persönlichen Grenzsteuersatzes in der Steuerberechnung genau ablesen. Im Übrigen hättest Du die Aufnahme dieser Tätigkeit dem FA vorab anzeigen sollen/müssen, damit dieses ggf. Vorauszahlungen zur ESt hätte festsetzen können.