Beiträge von knowingless

    So, und nun der Hammer:


    Die Möglichkeit Senden/Drucken zu aktivieren besteht immer noch.

    Aber jetzt, im Wiso Sparbuch 2018, kann man dann die Option zum Nachreichen der Belege nicht mehr abwählen.

    Die Option aktiviert sich nach dem Einblenden des entsprechenden Hinweises von selbst.


    Das ist mehr als Bevormundung. Das ist eine Frechheit und letztendlich ein Bug. Denn es macht das Programm für mich unbrauchbar.


    Schau hier:



    Und von hier aus auch direkt ein dickes Dankeschön an SkyAngel41 und ein Kopfschütteler an den Rest der Mannschaft.

    Was daran schwer zu verstehen war, dass man sich bevormundet fühlt, wenn man bei einer papierlosen Erklärung gezwungen werden soll Papiere einzureichen, ist mir unverständlich.


    Ich z.B. hatte direkt 4 Erklärungen einzureichen und dem FA VORAB sämtliche Erläuterungen und Belege zukommen gelassen. Wenn es jetzt aber wieder übermittelt bekommt, dass es bitte mit der Bearbeitung warten soll bis weitere Belege eintreffen, weil BUHL das gerne so hätte, wäre damit nichts gewonnen gewesen und ich würde bis zum St. Nimmerleinstag auf den Bescheid warten.


    Natürlich richtet sich solche Kritik an Buhl und nicht an die User hier - ist doch wohl logisch. Buhl liest hier ja wohl aber mit. Und darum lege ich direkt noch mal einen drauf:


    Die Möglichkeit für ergänzende Angaben ist grottenschlecht umgesetzt. Mehr dazu im eigenen Thread!

    Kann ich Werbungskosten, die erst 2017 in Form von Rechtsstreitkosten gezahlt worden, tatsächlich in die ESt-Erklärung für 2016 eingeben, weil hier nun mal die Entschädigung ausgezahlt wurde, auf die sich diese Rechtsstreitkosten beziehen?

    Gerade dieser Bezug dem Grunde nach besteht nach Deinen Aussagen in dem ersten Thread ja nicht. Und der § 11 EStG ändert ja nichts an den Kosten dem Grunde nach. Und da hast Du dann eben nachträgliche Werbungskosten zu einem "normalen" Beschäftigungsverhältnis.


    Nein, dieser Bezug besteht und daran ändert der erste Thread auch nichts. Ich habe es doch oben erklärt. Als ich den ersten Thread erstellte, gab es keinen spezifischen Bezug zur Einmalzahlung in 2017, da es sich hier um Urlaubsabgeltung handelte. Also kamen wir bzw. Du zu dem Schluss, dass die Rechtskosten dem "ganz normalen" Arbeitsverhältnis zuzuordnen wären - im Gegensatz zu den Versorgungsbezügen. Es geht um Anwaltskosten, die 2017 gezahlt wurden und den Zweck verfolgten, die Frühpensionierung in 2015 zu vermeiden bzw. aufzuheben. Daher Klage, die dann 2016 gewonnen wurde. Daher wurde 2016 das in 2015 gekürzte Gehalt nachgezahlt. Damit gibt es jetzt eine spezifischere Möglichkeit der Zuordnung als in 2017. Diese Nachzahlung in 2016 ist tatsächlich das wofür die Anwälte letztendlich gestritten haben bzw. ist sie die Folge des gewonnenen Rechtsstreits. Die Anwaltskosten könnten also ganz direkt dieser Nachzahlung zugeordnet werden, wenn die Kosten 2016 gezahlt worden wären. Sie wurden aber 2017 gezahlt.


    Und beim ersten Thread wusste ich noch nichts davon, dass mir das Programm für die ESt-Erklärung 2016 anbieten würde, Anwaltskosten direkt der in 2016 erhaltenen Nachzahlung zuzuordnen. Warum? Weil ich ja gesetzestreu erstmal die falschen Daten der Lohnsteuerbescheinigung ins Programm übernommen hatte. Erst jetzt im Planspiel für 2016, wo ich mal getestet habe, wie es sich auswirkt, wenn ich das Brutto korrekt in "regulär" und "Entschädigung" aufteile, kommt die Option Werbungskosten direkt dieser Entschädigung zuzuordnen. Die Frage ist jetzt eigentlich eindeutig: Kann ich dies tun? Kann ich die Anwaltskosten aus 2017 der Nachzahlung in der ESt-Erklärung 2016 zuordnen? Mir bringen Verweise aufs EStG ehrlich gesagt herzlich wenig. Da finde ich zum einen zig weitere Verweise und Begrifflichkeiten, die mir absolut fremd sind. Wahrscheinlich wäre es am schlauesten gewesen, in diesem Fall tatsächlich mal einen Steuerberater zu konsultieren. Aber wer will schon Geld für einen Steuerberater ausgeben, wenn er ohnehin keine großartige Erstattung zu erwarten hat und bisher aufgrund von 0815-Steuererklärungen auch nie einen brauchte. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass mir das Ganze dermaßen Probleme bereiten würde.

    @babuschka

    Danke. Die erste Möglichkeit wäre natürlich die Einfachste.

    Aber es müssen in der "offiziellen" Steuererklärung tatsächlich exakt die Werte der Lohnsteuerbescheinigung eingetragen werden - auch wenn sie falsch sind. So sagte es mir die freundliche Dame beim Finanzamt.

    Daher bleiben nur zusätzliche Erläuterungen an das Finanzamt.


    Aber mein Problem geht ja darüber hinaus:


    Kann ich Werbungskosten, die erst 2017 in Form von Rechtsstreitkosten gezahlt worden, tatsächlich in die ESt-Erklärung für 2016 eingeben, weil hier nun mal die Entschädigung ausgezahlt wurde, auf die sich diese Rechtsstreitkosten beziehen?


    miwe4

    Da habe ich nichts aufgewärmt. Denn jetzt geht es um ESt-Erklärung 2016.

    Zuvor ging es um die ESt-Erklärung 2017 und was hier Versorgungsbezügen zuzuordnen ist.

    Da ging ich ja noch davon aus, dass diese Werbungskosten ganz klar in die ESt-Erklärung 2017 gehören, da Abflussprinzip.

    Unsicher war ich, ob sie den Versorgungsbezügen oder den aus aktivem Arbeitsverhältnis zuzuordnen sind.


    Jetzt, wo ich parallel an der ESt-Erklärung für 2016 hocke, stelle ich fest, dass die in 2016 gezahlte Entschädigung dann tatsächlich die wäre, auf die sich die gezahlten Anwaltskosten in 2017 beziehen. Ich habe die Erklärung für 2017 ja noch nicht versandt. Aber wie soll ich das jetzt zuordnen, wenn Zufluss und Abfluss 1 Jahr auseinander liegen? Das ist mein Problem. Darf ich Werbungskosten aus 2017 nach 2016 vortragen, weil eben dann die Entschädigung gezahlt wurde, auf die sich die Werbungskosten 2017 beziehen?

    Hallo liebe Forengemeinde,


    ich stehe gerade vor folgendem Problem bei meiner Steuererklärung für 2016.

    Hier arbeite ich mit Wiso Steuer Start und nicht dem Sparbuch - ist aber für die Frage irrelevant.


    Und zwar habe ich in 2016 eine hohe Summe an Nachzahlung für mehrere Kalenderjahre erhalten, da Rechtsstreit gegen Frühpensionierung gewonnen.

    Mal ganz abgesehen davon, dass das LBV dann verpennt hat, das auch so in der Jahreslohnsteuerbescheinigung einzutragen (haben alles aufs normale Brutto gepackt), stehe ich nun vor dem Problem, dass ich Kosten des Rechtsstreits eigentlich als Werbungskosten dieser Entschädigung zuordnen müsste.


    Daraus ergeben sich direkt 2 Probleme:

    1. Da ich ja die "falschen" Daten der Jahreslohnsteuerbescheinigung erstmal übernehmen muss, bietet mir das Programm den Eintrag der Werbungskosten unter "Entschädigungen" gar nicht erst an


    Das Finanzamt hat von mir jedoch bereits vorab eine Erläuterung und schriftliche Bestätigung des LBV über die Summe der "Entschädigung" eingereicht bekommen - weiß also bescheid und kann dann selbst prüfen, ob Fünftel-Regelung sinnvoll ist.


    Doch nun zu Problem Nr. 2:


    Unabhängig von diesem ganzen Schlamassel weiß ich nicht, wie ich die Anwaltskosten anzugeben habe. Denn die Entschädigung wurde 2016 gezahlt, aber die letzte große Kostennote erfolgte erst 2017 und wurde daher auch erst 2017 beglichen. Wird in diesem Fall das Abfluss-Prinzip verlassen und es erfolgt ein Vortrag von 2017 in die Erklärung für 2016 unter "Werbungskosten für Entschädigung"? Und in diesem Zusammenhang: Die Kosten des Rechtsstreit, die diesbezüglich bereits 2014 & 2015 angefallen waren, habe ich auch bereits dort unter den "normalen" Werbungskosten geltend gemacht, da ja noch keine Entschädigung zugeflossen war. War das nun falsch, nachteilig oder egal?


    Mein Plan ist nämlich, dem Finanzamt jetzt nochmal zusätzlich einen Ausdruck im Papierformat als Muster zukommen zu lassen, in dem ich die Einträge in WiSO korrekt (also so als hätte das LBV mir direkt eine korrekte Jahreslohnsteuerbescheinigung ausgestellt) eintrage. Dann kann ich auch die Werbungskosten für die Entschädigung ins Programm eintragen. Ich müsste eben nur wissen, ob ich dafür die Kosten des Rechtsstreit, die erst 2017 gezahlt wurden, dann jetzt bereits in der richtigen Rubrik eintragen darf/kann/muss oder diese dann erst mit der Erklärung für 2017 eingetragen werden. Dann habe ich aber keinen Entschädigungsposten mehr, dem ich sie zuordnen könnte und müsste sie wieder "normal" unter Werbungskosten eintragen.


    Habe ich mich irgendwie verständlich gemacht? :/

    Nochmals vielen Dank an Bautroika und Billy.

    Anhand des 1. Screenshots sehe ich jetzt das Missverständnis bezüglich der "Einstellungen für Elster".


    Zumindest in "Steuer Start 2016" sieht die Maske beim Versand anders aus. Da steht "Einstellungen für Elster" nicht zur Verfügung.

    Aber irgendwo lässt sich das dort bestimmt auch einstellen. Ich habe jetzt die Erklärung schon versendet und in der Sendebestätigung steht nun, dass Belege nachgereicht werden. Das hatte ich bewusst nirgends gewählt und muss jetzt mal die Einstellungen dafür in "Steuer Start" suchen und nochmals versenden.

    Habe es gerade ausprobiert und muss jetzt doch nochmal blöd nachfragen:


    Was meinst Du mit "Einstellungen für Elster"?

    Einfach den "Elster-Button" im Programm? Der zeigt mir jetzt wieder den "Entwurf" - jetzt nur mit Zusatz "Testfall".


    PS: Kannst Du mir vielleicht bei noch einer Frage helfen?

    Was ist mit dem Begleitschreiben? Geht irgendein Begleitschreiben elektronisch mit raus?

    Lt. Testversand ja nicht...aber man weiß ja nie.

    Aloha,


    ich nutze die elektronische Übermittlung mit Zertifikat eigentlich schon länger.

    Aber da ich gerade in den Genuss komme, direkt 4 Erklärungen auf einmal abliefern zu müssen (LBV sei Dank X(), ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass die detaillierten Eintragungen (z,B. für Arbeitsmittel) , ruft man dann "Formulare" auf, auf Anlagen verweisen. Da ich ja zertifiziert übermittele, bekommt das FA aber keine Papier-Anlagen. Sind die jetzt trotzdem in der Übermittlung enthalten?

    Hat das irgendwie mit der Option im Programm zu tun, ob Anlagen erstellt werden sollen?

    Also, ich will, dass Anlagen erstellt werden - und zwar für mich. Das Programm soll aber alles Eingetragene natürlich versenden, OHNE dass ich noch Anlagen zum FA tragen muss.


    Kann ich irgendwo im Programm (nutze Steuer Start und Sparbuch) genau sehen, was ans FA übermittelt wird, BEVOR ich es absende?

    Ist es das, was ich als "Entwurf" sehe? Das Programm weiß zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht, ob ich papierlos versende.

    Was zeigt es mir als "Entwurf"? Wie eine Erklärung mit Papiereinreichung beim FA aussieht, oder wie es papierlos übermittelt wird?


    Wie gesagt, ich stoße zum ersten Mal auf das Problem, weil ich wohl nie zuvor mal den Mantelbogen aufgerufen habe, nachdem ich alle Posten im Programm eingetragen hatte - wusste also nie, dass der auf "Anlagen" verweist und die detaillierten Eintragungen dort gar nicht auftauchen.


    Ich stehe gerade irgendwie völlig auf dem Schlauch.

    Könnt Ihr helfen?

    Soll ich die Rechtsstreitkosten also jetzt bei den ganz normalen Werbungskosten für aktive Beamte einsetzen und nicht bei den Werbungskosten für Versorgungsbezüge?

    Das habe ich doch ebenfalls versucht, oben durch entsprechende Formulierungen so zu erläutern. Ja, weil es eben der Versuch war, Einnahmen aus aktiver Beschäftigung zu sichern bzw. weiterhin zu erzielen.

    :thumbup::thumbup::thumbup::thumbup:

    Trommelschlag !!! Ich hab's gerafft.

    Das war jetzt DIE entscheidende Formulierung, die bis in die Tiefen meiner grauen Zellen einzudringen vermochte.

    Vielen herzlichen Dank.


    Kurzform: Unabhängig der Einkunftsart, welche im aktuellem Veranlagungszeitraum vorliegt, lassen sich Ausgaben immer auch ggf. vergangenen Einkunftsarten zuordnen. Richtig? Für ebenfalls im gleichen Zeitraum liegende andere Einkunftsarten war mir das klar, aber die Tatsache, dass es sich um eine nicht mehr aktuelle handelte, verursachte dann wohl den Knoten im Kopf.

    Hallo,


    vielen Dank, dass mir hier so schnell geholfen wird.

    Aber lieber miewe4...ich bin zu blöd.

    Du schreibst der 9a Nr. 1b EStG habe mit dem 9a Nr. 1a EStG nichts zu tun.

    Verstehe ich nicht. Sie haben doch insofern miteinander zu tun, als dass sie sich im Normalfall gegenseitig ausschließen - zumindest dann, wenn man das ganze Jahr über Pensionär ist und keine anderen Einkünfte hat.


    Wie auch immer. Ich werde leider nicht schlau aus Deinen Anmerkungen.

    Überall ist nachzulesen, dass Versorgungsempfänger nur 102€ Werbungspauschale ansetzen können, außer es trifft der unwahrscheinliche Fall ein, dass man i.Z.m. seinen Versorgungsbezügen tatsächlich mal höhere nachweisbare Ausgaben hat.

    Und nebeneinander wären lt. Lektüre die Pauschalen nur ansetzbar, wenn im gleichen Steuerjahr eben auch ein aktives Beschäftigungsverhältnis bestand - also z.B. die Pensionierung mitten im Jahr erfolgte.

    Darum stehe ich leider immer noch auf dem Schlauch.


    Oder beziehen sich Deine Ausführungen jetzt konkret auf die Tatsache, dass ich diese Nachzahlung aus aktiven Jahren erhalten habe und daher entsprechendes Einkommen vorliegt?

    Du schreibst, es kommt auf "die Art der Einkünfte" an. Offensichtlich verstehe ich das nicht wirklich. Die Art der Einkünfte sind Versorgungsbezüge + Urlaubsabgeltung.


    Wiso Sparbuch bietet auch an, die Ausgaben ganz konkret für diese Nachzahlung einzutragen.

    Allerdings würde es dann auch nicht stimmen. Denn der Rechtsstreit hatte damit ja auch nichts explizit zutun.

    Der zog sich über 3 Jahre hin und die Urlaubsabgeltung erfolgte dann problemlos nach Pensionierung.


    Soll ich die Rechtsstreitkosten also jetzt bei den ganz normalen Werbungskosten für aktive Beamte einsetzen und nicht bei den Werbungskosten für Versorgungsbezüge?


    Dann frage ich mich jetzt aber, was wäre, wenn ich diese Nachzahlung nun nicht zufällig erhalten hätte? Dann hätte ich ja immer noch die gleichen Rechtsstreitkosten in 2017 bezahlt und hätte dann kein Einkommen aus aktiven Jahren. Könnte ich diese dann gar nicht geltend machen? Ne ne, ich dreh' mich nach wie vor im Kreis. Bitte helft mir noch ein wenig auf die Sprünge.

    Der Groschen will einfach nicht fallen.

    Hallo liebe WISO-Gemeinde,


    nach langer Zeit schlage ich mich mal wieder mit einem Problem in der Software rum.

    Seit 01.01.2017 liegen nur noch für das gesamte Jahr Versorgungsbezüge als Beamter vor.

    AUßER: Einträge in Zeilen 10-13, da nicht genommener Urlaub in 2017 ausgezahlt wurde.


    Nun habe ich aufgrund Rechtsstreits (in Bezug auf die Pensionierung) mit meinem Arbeitgeber, also dem Bundesland, sehr hohe Rechtsstreitkosten, da die Anwälte ihre Kostennote erst 2017 übersandten.

    Diese Kosten habe ich jetzt z.B. unter den Werbungskosten für Versorgungsbezüge eingetragen.

    (Genau genommen darf es da aber auch nicht rein, da der Rechtsstreit ja darum ging, die Frühpensionierung zu verhindern, und nicht etwa um Versorgungsbezüge)


    NUR: Die Software fordert mich ständig auf, zusätzlich Einträge bei den anderen Werbungskosten (als aktiver Beamter) vorzunehmen, um die 1000,-€ Werbungskostenpauschale zu übertreffen.

    Ich habe alles kontrolliert. Dem Programm müsste "klar" sein, dass ausschließlich ein Versorgungsverhältnis für 2017 vorlag. Es dürfte schon die 1000,-€ gar nicht ansetzen, sondern allenfalls 103,- € für Versorgungsemfänger.


    Oder kann es sein, dass die Software diese Einmalnachzahlung für unverbrauchte Urlaubstage (ca. 8.000,-) in Zeile 8 als mögliche Nachzahlungen von aktiven Arbeitslohn wertet und daher zusätzlich die Werbungskostenpauschale von 1000,- € ansetzt und mich auffordert hier durch weitere Eintragungen das Ergebnis zu optimieren?

    Wenn dem so ist, kapier ich es trotzdem nicht. Denn selbst wenn es sich um Nachzahlungen aus dem aktiven Verhältnis und nicht um reine Urlaubsabgeltung der Vergangenheit handeln würde, könnte ich doch nicht als Pensionär in einem Jahr, in dem definitiv keine Ausgaben aus einem aktiven Arbeitsverhältnis angefallen sein können (eben weil ich ja das gesamte Jahr über pensioniert war), hier nun die Pauschale ansetzen oder gar noch Arbeitsmittelpauschale, etc. geltend machen. Es gilt doch das Zuflussprinzip, und das war nun mal 2017 als ich bereits pensioniert war. Ehm...ja...ich kapier es nicht.

    Zeile 3 + 8 der Lohnsteuerbescheinigung stimmen übrigens centgenau überein und wurden auch so ins Programm eingetragen. Auch hier kann der Irrtum nicht liegen.



    Und wenn ich noch eine kleine Frage stellen dürfte:

    Wo liegt der Nährwert, dass ich nun Haushaltsnahe Dienstleistungen und dergleichen an mehreren Stellen im Programm eintragen kann? Ich finde das total verwirrend, zumal der Bereich an anderer Stelle im Programm ja auch frei bleibt und nicht etwa automatisch ebenfalls ausgefüllt wird. Es wird also so behandelt als würde es sich um verschiedene Ausgabearten handeln.

    Kuddel, das ist ja inzwischen alles klar - und ich habe seit gestern nichts anderes gemacht als darüber zu lesen.
    Da dieser Betrag aber nun mal in der Lohnabrechnung für 2011 noch nicht eingetragen war, und ich nun meine Steuererklärungen der Reihe nach einreichen wollte, hatte ich aktuell erst mal nur diese Lohnabrechnung für 2011 genauer untersucht und geschlossen, dass hier nicht das Problem der Abweichungen bei der Einkommenssteuer zu suchen sind.


    Das Problem ist doch nicht, wie Du selbst richtig feststellst, dass der Betrag jetzt (bei mir ab 2012) dort steht, sondern tatsächlich zu wenig Lohnsteuer ans FA abgeführt wurde und nach wie vor wird und ich aus diesem Grund seit Jahren pflichtveranlagt war, ohne es zu wissen. Merkblätter hin oder her; wenn für Dich ebenfalls das LBV zuständig ist oder Du dort tätig bist (LBV-Mitglied?), weißt Du ja, dass es nicht um einen Schnupfen geht, wenn Schwerbehinderung und Dienstunfähigkeit eintritt. Dementsprechend war ich seit 2012 mit anderen Dingen beschäftigt und habe die Entwicklung tatsächlich nicht mitbekommen. Dafür mache ich ja gar keinen anderen verantwortlich, aber ich wüsste natürlich gerne, welche Konsequenzen dies nun für mich hat. Hatte im ganzen Leben noch kein Problem mit dem FA und das sollte eigentlich auch so bleiben.


    Frage mich, ob ich jetzt erst mal abwarten soll bis das FA mich anschreibt oder schnell die restlichen Erklärungen bis 2014 machen soll. Oder gar einen Anwalt einschalten, weil ich mich strafbar gemacht habe?

    Guten Morgen,


    es ist vollbracht. Du hast Recht und ich sehe ganz schön blöd aus...


    Hatte ja einen Grund, dass ich erst jetzt die Erklärung für 2011 gemacht habe. War halt sehr viel im Krankenhaus zwischendurch, dann immer wieder gekämpft, dass ich doch noch weiter arbeiten kann, und und und...
    Da sind ganz offensichtlich ein paar wichtige Entwicklungen an mir vorbeigegangen - vor allem, weil ich eben jetzt erst die Steuer gemacht habe. Ansonsten hätte mich ein entsprechender Bescheid ja schon viel ehr hellhörig werden lassen.


    Das Einzige, was ich noch nicht verstehe, ist, warum das LBV das jetzt über Jahre so handhabt, anstatt zumindest bei Polizisten zwar meinetwegen die Pauschale aufzuführen, aber nicht tatsächlich bei der Lohnsteuer zu berücksichtigen. Und warum das FA mich nicht angeschrieben hat, um mir mitzuteilen, dass ich mehr als überfällig bin mit meiner Steuererklärung, kann ich auch nicht ganz nachvollziehen. Ich meine, es wird doch nicht wirklich erwartet, einem bei so viel Undurchsichtigkeit von selbst auffällt, dass man plötzlich pflichtveranlagt ist, oder? Selbst in der neuen kleinen Steuerfibel vom FA steht dieser Fall nicht bei den Pflichtveranlagungen drin.


    Habe jetzt die aktuelleren Lohnsteuerbescheinigungen rausgekramt, und seit 2012 ist die Zeile 28 mit 1900 Euro ausgefüllt. Jemand 'ne Idee, ob die mich jetzt für 2012 und 2013 einfach schätzen werden oder ich eine Aufforderung erhalten werde, schleunigst die fehlenden Erklärungen nachzureichen? Mir ist ganz schlecht... Für diese Jahre kann ich erheblich weniger absetzen als ohnehin schon und muss auf jeden Fall nachzahlen; für 2014 dann auch.


    Auch direkt auf der LBV-Webseite finde ich nichts darüber, ob man nicht auf Antrag eine höhere Steuer monatlich entrichten kann. Gibt immer nur Möglichkeiten den Steuerfreibetrag raufzusetzen. So etwas ist Mist; ich will dieses monatliche "Darlehen" nicht. Mit meiner Mindestpension ist eh schon schwer auskommen. Dann immer was für die Steuer zur Seite legen zu müssen, ist verdammt hart. Zahle jetzt auch mehr Mietnebenkosten-Vorschuss als nötig, denn je weniger Geld man hat, desto wichtiger ist es sich vor hohen Eimalbelastungen zu schützen. Könnt heulen...


    Aber vielen Dank fürs Augenöffnen. Wäre im Leben nicht auf den richtigen Pfad gekommen, wenn ich hier nicht in die richtige Richtung geschubst worden wäre.

    Danke, miwe.


    Ich werde das natürlich jetzt nochmal recherchieren, aber die Besoldungsstelle weiß natürlich, dass sie es mit Polizeibeamten zutun hat, genauer: Es ist eine spezielle Abteilung der Besoldung nur für Empfänger der Freien Heilfürsorge zuständig. Außerdem mache ich seit zig Jahren für jedes Jahr eine Steuererklärung bei verschiedenen FA und das soll bisher niemandem aufgefallen sein? Habe ebenfalls ledige Kollegen, die seit Jahren keine Erklärung abgeben, da ihnen der Aufwand zu groß ist, etc.


    Habe jetzt mal in Zeile 28 einen Betrag von 1900,- Euro eingegeben. Ändert sich nichts dadurch. Das Programm gibt aber auch den Hinweis, dass Zeile 28 rein informatorisch ist und nicht ausgewertet wird. Wenn ich die 1900,- dann unter Vorsorge usw. eingebe, ändert es sich zwar erheblich, aber stimmt immer noch nicht.


    Ich geh jetzt oder morgen erst mal googlen. ;-)

    Danke für Deine Antwort, miwe4.


    Aber als Polizei in NRW haben wir mit Krankenkassenbeiträgen bei der Steuer zumeist nichts am Hut, da "Freie Heilfürsorge".
    Hier ist nichts in der Lohnsteuerbescheinigung eingetragen und muss grundsätzlich auch nicht bei der Erklärung eingetragen werden.
    Wenn man sich zusätzlich privat abgesichert hat, setzt man das ganz normal im Programm bei den Beiträgen zur privaten KV ein.


    Das eine kann auch nicht die Rechtsfolge des anderen sein. Im ersten Fall geht es darum, dass ich bei exakt gleichen Eingaben bei Versorgungsbezügen als Pensionär, bei der Errechnung der puren Grundsteuer, in Wiso Steuer völlig andere Ergebnisse bekomme als beim o.g. Rechner. Und der Rechner stimmt nun mal mit den tatsächlich vorhandenen Besoldungsmitteilungen überein - WISO Steuer aber ganz und gar nicht.


    Im zweiten Fall geht es um die Einkommenssteuererklärung von 2011 als aktiver Beamter. Hier hat die Zahlstelle des Landes über das gesamte Jahr zu wenig Steuern einbehalten, so dass am Ende über 400,- Euro Minus als Ergebnis standen. Da stimmen ja auch die Programmwerte von WISO steuer 2012 mit den Berechnungen überein. Dass Posten nicht anerkannt wurden und es daher zu Differenzen kam, spielt dabei ja keine Rolle. Das FA hat aufgrund von Streichungen, eine Erstattung von ca. 94,- Euro errechnet. Streiche ich grob in WISO Steuer auch die Posten - setzte also statt der eingereichten Werbungskosten die Pauschale ein und streiche noch Umzugskosten, etc. kommt das Programm auch auf die ca. 95,- Erstattung. Streiche ich dann noch alles andere und setze wirklich nur und ausschließlich die Pauschale ein, dann ergibt sich ein Nachzahlbetrag, also ein Minus von über 400,- Euro.


    Es wurden also schlichtweg zu wenig Steuern ans FA abgeführt.


    Was meine Veranlagungspflicht betrifft:


    Ist nun mal so. Mag jetzt nicht die Paragraphen dazu raussuchen. Da das FA das ja nun mal seit Ewigkeiten auch so sieht und mir daher 4 Jahre Zeit für meine Steuererklärung lässt, besteht offensichtlich keine Veranlagunspflicht.


    PS: Kann mir noch mal auf Sprünge geholfen werden, was diesen Editor hier betrifft? BBCodes sind aktiviert, aber ich finde keine Formatierungsmöglichkeit fürs Antworten. Danke.

    Es muss grundsätzlich alles erläutert werden. Übriegns auch im Interesse des FAs, da ansonsten eine verlängerte Rechtsbehelfsfrist greift.


    Danke, das ist doch mal 'ne klare Aussage. Also die Erläuterung sieht so aus, dass eben die beiden erwähnten Posten als "gekürzt" bzw. nicht anerkannt aufgeführt werden und ansonsten nur dort steht, "anstelle der anzuerkennenden Werbungskosten ist der höhere Werbungskosten-Pauschbetrag angesetzt worden."
    Es wird aber nicht aufgeführt, welche Postem, außer den 2 genannten, welche eben kaum ins Gewicht fallen, ebenfalls nicht anerkannt wurden. Ich meine, da waren ja noch zig andere - von Kilometerpausche, über Arbeitsmittel bis zu Abschreibungen, die schon Jahrelang laufen. Ich kann also selbst mit phantasievollster Spielerei im Planspielmodus nicht rekonstruieren, was tatsächlich anerkannt wurde und was nicht.


    Aber warum macht man Sachen geltend, von denen man genau weiß, dass diese nach Gesetz nicht abziehbar sind? Vielleicht deshalb:

    Frei nach dem Motto, "alles mal rein, man kannes ja mal probieren"? Dann bekommt man aber irgendwann die Quittung und es wird ohne großes TamTam der Rotstrich angewendet.


    Nö, da unterstellst Du mir jetzt einfach was. Auch mein altes FA hat sicher nicht prinzipiell entgegen gesetzlicher Richtlinien gehandelt - war vielleicht nur etwas lebensnäher in seinen Entscheidungen und hat bei ordentlichen Rechnungen auf weitere Prüfung verzichtet, ob auch ein Kontoauszug für die Umzugskosten vorhanden ist. Da selbst die seriösesten Unternehmen auf Barzahlung bestehen, ist die Gesetzgebung diesbezüglich einfach lebensfremd und wirkt sich nur günstig auf Leute aus, die eben tatsächlich mit dem Unternehmen "rumklüngeln", in dem sie z.B. bar zahlen und anschließend irgendwelche Hin- und Herüberbweisungen vollziehen. Die fahren nun mal ohne Zahlung vor Ort nicht weg. Aber davon abgesehen wusste ich es auch nicht sicher, da ja mein altes FA Umzugskosten anerkannte und ich daher noch von einer Ermessensregelung ausging. Dann sprach ich schon vorab mit meiner neuen Sachbearbeiterin, da durch den Umzug meine Elster-Erklärung erst mal ins Daten-Nirwana der Finanzbehörden verschwand. Und als die SB diese endlich im Computersystem entdeckte, checkte sie direkt die Posten, während ich noch am Telefon war. Da sagte sie mir, dass sie die Umzugskosten nicht anerkennen könne, wenn bar gezahlt wurde, ich die Rechnung aber trotzdem mal noch separat schicken soll, falls die Finanzsoftware widererwartend nicht meckern würde. Auch meiner Mutter wurden in der Nachbarstadt 2012 noch die Umzugskosten trotz Barzahlung anerkannt. Also solange man diese Unterschiede bei der Handhabung feststellt, ist es wohl auch legitim entsprechende Rechnungen einzureichen.


    Die Bescheiddatenrückübermittlung ist ein "Service" der Finanzverwaltung und befindet sich nach dem Text auf derselben nach wie vor im Beta-Stadium. Dort stehen übrigens sogar genau die falsch oder irreführend dargestellten Positionen aufgelistet.


    Oh ja, diese Liste habe ich gelesen und mir gedacht, dass sie dann die Rückübermittlung auch auf den Rückerstattungsbetrag beschränken könnten. Besser keine weiteren Zahlen als falsche, würde ich sagen. Allerdings war mein elektronischer Bescheid aus den Vorjahren wesentlich besser und übersichtlicher, weshalb ich mir nicht ganz sicher bin, ob es nicht doch auch etwas damit zutun hat, dass in "WISO Steuer" die übermittelten Daten dann schlechter aufgearbeitet werden als im Sparbuch.


    Vieles lässt sich diesbezüglich auch telefonisch klären. Also einfach mal beim FA anrufen.


    Werde ich der Einfachheit halber wohl dann am Montag auch mal machen.

    Hallo,


    aus aktuellem Anlass tat sich bei mir folgende Fragestellung auf:


    Was mir zuvor noch nie so passiert ist, ist, dass wenn nicht wenigsten ein wenig bei meiner soeben beschiedenen Erklärung für 2011 anerkannt worden wäre, insbesondere dann auch ein Schwerbehinderten-Pauschbetrag hätte geltend gemacht werden können, hätte ich über 400,- Euro nachzahlen müssen. Das habe ich erst jetzt im "Planspiel-Modus" festgestellt.
    Ist das normal, insbesondere wenn man Beamter ist und so natürlich das Landesamt für Besoldung eigentlich immer sehr pingelig rechnet?
    Wie sollen das denn Leute machen, die ohne Steuersoftware abgeben? Ich könnte es ohne wirklich nicht selbst ausrechnen. Und muss sich das FA nicht darauf verlassen können, dass der AG bei Leuten, die nicht zur Abgabe verpflichtet sind, ganz genau im Blick hat, wie viel Steuern er einbehält? Wäre doch, gerade wenn es zu wenig sind, eine enorme Ungleichbehandlung gegenüber denen, die verpflichtet sind.


    Weiß Jemand da zufällig Bescheid, ob so etwas häufiger vorkommt und welche Toleranzen es da seitens des FA gegenüber dem Arbeitgeber gibt?