Beiträge von kbn

    Ist die Lohnsteuer korrekt berechnet und einbehalten worden, bleibt der Arbeitnehmer zwar Gesamtschuldner, die Haftung für die Zahlung obliegt aber allein dem Arbeitgeber- das ist der Sinn der Quellensteuer! Sicher nicht wird sie dazu führen, dass ein Arbeitnehmer seine Lohnsteuer doppelt abführen muss!

    Danke Häschen für die Rückkehr zur sachlichen Diskussion.
    Ich wollte als Themenersteller eigentlich nur wissen, ob ich eine objektiv falsche Lohnsteuerbescheinigung trotzdem verwenden und dem FA den Fehler beschreiben bzw. klarmachen kann, was in meinen Augen der schnellere Weg wäre,
    oder ob ich auf einer korrigierten Fassung über den Insoverwalter bestehen "muß", was mit Sicherheit dauert in diesem Laden.


    Zu den "Kriminalisierungsversuchen" eines anderen Ratgebers hier möchte ich keinerlei Stellung mehr beziehen, wir reden über wenige hundert Euro "abgeführter", oder auch "nichtabgeführter" Steuer, und da sehe ich mich - unabhängig von der Höhe - "grundsätzlich" nicht in der Verantwortung.


    Deine Argumente sind mir völlig unverständlich. Es geht doch schließlich um Dein Geld, oder?


    Auch in dem Fall muss es einen Insovenzverwalter geben, mit dem Du Dich in Verbindung setzen musst

    also so ganz unverständlich kann es doch nicht sein, der pleitegegangene AG hat in seiner Bescheinigung - warum auch immer - ein höheres Einkommen "UND" einen höheren Steuerabzug/Sozialabgaben bescheinigt. Von der KK habe ich erfahren, daß er im ganzen Jahr überhaupt nichts abgeführt hat, was aber nicht mein Problem sei, so die Auskunft der KK. Ich vermute, daß das FA auch nichts gesehen hat, aber das kann doch auch nicht mein Problem sein.


    Wenn ich jetzt die Zahlen so eingebe wie sie bescheinigt sind, habe ich da im Moment weder einen nennenswerten Vor- noch einen nennenswerten Nachteil durch.
    Ein Nachteil könnte nur entstehen, wenn ich das Geld irgendwann doch nochmal kriege und ich es dann nochmal versteuern müßte.

    Sonst geht es echt gut? Und ein Steuerstrafverfahren ggf. auch noch am Hals, mit allem was dazu gehört.


    Für dumm musst Du das FA nicht halten. Und wenn Du deinen Lohn nicht bekommen hast, werden bestimmt Steuerrückstände in erheblicher Höhe bestehen.


    Abgesehen davon betrügst Du nicht den Staat, sondern uns alle als Steuerzahler. Vielen Dank. :cursing:


    jetzt aber mal Hallo !!,
    WER betrügt den Staat, oder uns alle?


    Ich glaube hier verwechelst Du was,
    Aber Danke für deine persönliche Meinung, ich hatte eine praktische Hilfe erwartet !!

    Schon mal mit dem FA und dem Insolvenzverwalter Kontakt aufgenommen?


    FA nein,
    ich wollte zunächst keine schlafenden Hunde wecken,


    Insoverwalter?, es war ein sogenannter Zweimannbetrieb, der Chef und ich.
    Die berühmten zwei Finger (EV) hat er, der Chef, erst vor wenigen Wochen gehoben. Keine Ahnung ob es schon einen Insoverwalter gibt, habe keinen Kontakt mehr.


    Die zitierten Bescheinigungen sind offensichtlich vor seiner EV ausgestellt worden. Heute ist das totale Chaos dort ausgebrochen.


    Frage: Habe ich Anspruch auf eine korrekte Bescheinigung, oder muß ich dem FA die Situation anderweitig klarmachen?
    Kann es sein, daß ich für nichtabgeführte Lohnsteuer/sonstige Abgaben (auch aus der Zeit wo ich noch bezahlt wurde) geradestehen muß?

    Hallo zusammen,
    ich habe einen sehr kuriosen Fall, ich war letztes Jahr von Mitte Feb. bis Sept. bei einem Arbeitgeber beschäftigt, der mir aber von Anfang August nichts mehr bezahlt hat (wegen Pleite). Mir wurde dann sehr kurzfristig zum 15. Sept. gekündigt, was das Arbeitsgericht verworfen und auf 30. Sept korrigiert hat. Mir wurden die letzten beiden Monatslöhne zugesprochen, aber mangels Masse warte ich noch immer darauf.


    Trotzdem hat mir dieser Arbeitgeber in seiner Lohnsteuerbescheinigung Lohn und Abgaben (Steuer u. Versicherungen) lückenlos bis 30. Sept. bescheinigt. Von der KK weiß ich zufällig, daß dort nichts angekommen ist, vom FA weiß ich es nicht.


    Frage: Wie verhalte ich mich jetzt bei der Einkommensteuererklärung? Das FA zahlt doch keine Lohnsteuer zurück, die es nicht erhalten hat, oder?


    Zusätzliche Problematik, ich hatte mir zum 16. 9. schon einen neuen Job gesucht, so daß ich jetzt eine Überschneidung der Lohnsteuerbescheinigungen habe.
    D.h. eine Bescheinigung deckt den Zeitraum bis 30.09. ab, mit Geld was ich nicht bekommen habe und auch so schnell nicht bekommen werde, der AG hat die EV abgegeben.
    Die Andere bescheinigt mir ab dem 16.09. ebenfalls Einkünft in der Steuerkl. 1, was ich glücklicherweise sogar bekommen habe.


    Wer weiß Rat ?


    kbn

    Es gibt ja auch gute Finanzbeamte ..... 8) :D

    Na Ja, aber nicht jeder erwischt einen solchen,
    an dieser Stelle der Dateneingabe im WISO-Sparbuch könnte ich mir im nächsten Jahr etwas mehr Hilfestellung und Erläuterung vorstellen !!
    Denn eine Fehleinschätzung hier führt standardmäßig zu einer deutlich höheren Steuerschuld.


    Ich benutze das WISO-Sparbuch jetzt sicher schon 10 Jahre, ich denke es gehört zu den besten in der Branche, aber nichts ist so gut, daß es nicht noch verbessert werden könnte!
    Nochmals Danke !

    In diesem Fall würde ich empfehelen, die Steuererklärung persönlich beim Finanzamt abzugeben und den Sachverhalt. Der Bearbeiter muss nämlich extra Kennziffern in seinem Programm ansprechen, damit die Kürzung des Vorwegabzugs nicht automatisch vorgenommen wird.

    Hallo Petz, da muß ich meinen Sachbearbeiter aber mal loben !!
    Habe mal meine letzten beiden Steuerbescheide daraufhin kontrolliert, ob diese Minderung vorgenommen wurde, da die Randbedingungen ähnlich waren, allerdings noch ohne Altersrente. Ich hatte damals "Vorruheständler mit Vereinbarung" eingegeben, worauf das Programm diese Minderung vorgenommen und mir eine höhere Steuerschuld sugeriert hatte.
    Mein Sachbearbeiter hatte, wie ich jetzt den Bescheiden entnehme, diese "Fehleinschätzung" offensichtlich erkannt und korrigiert, die Minderung wurde in jedem Fall nicht vorgenommen und ich erhielt eine deutlich höhere Rückzahlung als das Programm mir vorgegeben hatte. :)

    so, also noch mal ganz von Vorne:
    habe jetzt mal bei sonst unveränderten Randbedinungen den fraglichen Einkommensanteil einerseits unter der Überschrift:
    - "Vorruheständler mit Vorruhestandsvereinbarung" und andererseits unter:
    - "RV-freie Beschäftigung" und "Bezieher einer Altersrente" eingetragen,
    und das Ergebnis (die Steuererklärung) in eine pdf-Datei ausgedruckt, und Zeile für Zeile verglichen.
    (Die Ergebnisse bei "Betriebsrentner" oder "normaler Arbeitnehmer" gleichen der des Vorruheständlers)


    In den "Erläuterungen für die eigene Akte" ist nun der entscheidende Unterschied in der "Behandlung" der Vorsorgeaufwendungen zu erkennen.


    Dort wird im erstgenannten Fall eine Minderung n §10 Abs. 3 Nr.2 EStG(2004) von 8297€ angenommen.
    Im zweiten Fall beträgt diese Minderung 0.
    Das führt zu "Ansetzbaren Vorsorgeaufwendungen" im ersten Fall von 4002€, im zweiten Fall von 9106€


    In der Erläuterungen K03 zu diesem Satz steht dann:
    -----
    Minderung des Vorwegabzugs
    Die Minderung des Vorwegabzugs ist grundsätzlich bei allen Arbeitnehmern vorzunehmen, die in der
    gesetzlichen Sozialversicherung pflichtversichert sind oder die nicht pflichtversichert sind und von Ihrem
    Arbeitgeber steuerfreie Zuschüsse zu einer Lebensversicherung oder freiwilligen Rentenversicherung erhalten.
    Ebenso bei Beamten, Soldaten, Richtern, Abgeordneten und GmbH-Geschäftsführern und
    Vorstandsmitgliedern einer AG, die vom Unternehmen eine Pensionszusage erhalten haben.
    (§ 10 Abs. 3 EStG)
    -----
    Ich bin in der gesetzlichen Sozialversicherung freiwillig versichert und erhalte derzeit "keine" steuerfreien Zuschüsse zu einer LV oder einer RV.


    Folglich sehe ich mich mit dieser Eingruppierung der Einkunftsart doch an der richtigen Stelle, oder?

    Aha! Jetzt auf einmal ist das Programm an allem schuld. Tipp: Such Dir einen Steuerberater oder wende Dich direkt ans FA mit Deinen Fragen.

    Na Ja, sind wir hier wirklich noch in einem Forum, welches Hilfestellung zu "Schwachstellen" des Wiso-Sparbuchs leisten will/soll ??
    Deinen Hinweis, zum Steuerberater gehen zu sollen, hätt ich mir notfalls auch selbst geben können. :sleeping:

    Für mich hört sich das nicht nach Eingabe gemäß Anweisung (Lohnsteuerbescheinigung+Leistungsmitteilung) an, sondern vielmehr nachr Herumprobieren zum Erhalt des steuerlich günstigtsen Ergebnisses.


    Ohne Deine Zahlen zu kennen, kann Dir hier keiner mehr weiterhelfen. Und ansonsten scheinst Du ja mittlerweile mehr an der Verringerung der Zahllast als an einer zutreffenden Steuererklärung interessiert.

    .. ja das verstehe jetzt wer will !!


    Ich erwarte vom Programm, daß es mir "eindeutige" Hinweise und Hilfestellung gibt, wo ich meine Zahlen einzutragen habe, so das es beim Finanzamt auch Bestand hat !! Punkt !!
    Und es wird doch wohl niemand erwarten, daß ich hier meine konkreten Zahlen veröffentliche, oder? Und wem würde das helfen ?


    Die notwendigen Details meiner Lohnsteuerbescheinigung dieses dritten hier diskutierten Postens (Firmenrente als reine Firmenleistung, neben BfA-Rente und einer Pensionskasse), in welcher Zeile etwas steht und in welcher nicht, habe ich hier dargelegt. Das Programm bietet mir dafür mindestens 3 plausible Eingaben an, mit unterschiedlichem Ergebnis.
    Was soll ich jetzt von so einem Programm halten?

    Hallo Petz, miwe4 und Hermann,
    ob die Differenz in der Steuerschuld nun hoch erscheint oder auch nicht, ist sicher relativ. Ich hatte ja nicht behauptet, am Hungertuch zu nagen.
    Tatsache ist, auf meiner Lohnsteuerbescheinigung ist in Zeile 8 wie auch in Zeile 27 "nichts" (Null) eingetragen.
    Also bin ich formaljuristisch, für diese Einkunftsart, Arbeitnehmer. Gleichzeitig bin ich aber auch Bezieher einer vorgezogenen Altersrente wegen vorangegangener Arbeitslosigkeit, somit besteht keine Verpflichtung mehr, Beiträge zur RV und ALV zu zahlen.


    Und bei diesen Bedingungen passe ich im vorliegenden WISO-Sparbuch in 2 Kategorien:
    - "Rentenver.freie Beschäftigung" als "Bezieher einer Altersrente"
    oder
    - "Vorruheständler mit VR-Vereinbarung"


    Diese erste Version ist für mich aus steuerlicher Sicht die wesentlich Günstigere, zumindest sagt das das Programm. Wenn ich mir die Erläuterungen zu dieser Einstufung so ansehe, ist diese eher für kurzzeitig Beschäftigte (mit 400€ Job) erfunden worden, aber wo sind die Grenzen wirklich? Immerhin gibt es die Tätigkeit "Bezieher einer Altersrente" in dieser Gruppe.


    Kann das denn falsch sein ??

    Hallo Petz,
    der Unterschied im Ergebnis ist rund 1650 Euro weniger Nachzahlung, wenn ich diese Variante einsetze.


    In der Anlage Vorsorgeaufwand steht in Zeile 10 zweimal eine "1" !!


    In der Anlage N ist kein steuerbegünstigter Versorgungsfreibetrag (Zeile 11) eingetragen.
    Hier sind nur die Zeilen 6-8, 41, 47 und 49, mit Leben erfüllt.


    Könnte das so durchgehen ?

    Hallo zusammen,
    jetzt gibt es für diese meine Einkünfte, die ja formaljuristisch Einkünfte aus einer Beschäftigung (wie ich jetzt gelernt habe) sind, aber nicht rentenversicherungspflichtig sind, auch die Möglichkeit, sie unter der
    - Berufsgruppe "renterversicherungsfreie Beschäftigung", und bei
    - Tätigkeit: "Bezieher einer Altersrente", einzusetzen.
    Das wäre steuerlich günstiger, wie ich feststelle. Das Programm meckert an keiner Stelle mehr. :thumbsup:


    Wäre das grundsätzlich falsch ???

    ... die 63er-Grenze bei Nicht-Beamten steht nun mal im Gesetz, das haben die von uns allen demokratisch gewählten Volksvertreter so beschlossen... :rolleyes:

    die 63er Grenze ist ja wohl wegen des neuen "frühestmöglichen Rentenbeginns" festgelegt worden. Ich bin ja nur im Rahmen der Vertrauensschutzregelung (mir wurde schon in 2002 gekündigt) noch mit 60 an diese Rente gekommen.
    Müßte da nicht auch für die Versorgungsbezüge eine analoge Vertrauensschutzregelung greifen ?? Wenn ein Teil dieser Firmenrente Versorgungsbezüge wären, wäre das schon ein gewaltiger Unterschied.

    Als Berufsgruppe wäre hier wohl Vorruheständler auszuwählen.

    Danke Petz,
    ja, hab's ausprobiert, das Programm meckert dann nicht mehr und ich muß wesentlich mehr Steuern zahlen !??


    Ist das "steuertechnisch" dann korrekt?
    Natürlich habe ich mit meinem AG eine Vorruhestandsvereinbarung (oder so ähnlich) abgeschlossen. Habe gemäß dieser Vereinbarung zum frühestmöglichen Zeitpunkt (mit Vollendung des 60. Lebensjahres) meine "Altersrente nach Arbeitslosigkeit" beantragt.
    Seit diesem Zeitpunkt beziehe ich ebenfalls diese Betriebsrente. Und ich soll trotzdem "kein" Betriebsrentner sein ?? Und mit 63 wäre ich dann einer ?? Das verstehe aber wer will.