Beiträge von Der Steuerzahler

    Wer sagt denn, das mit der Abgeltungssteuer alles einfacher wird. :-)


    Ohne das ich Deinen Sachverhalt jetzt nachvollziehen konnte könnte es meiner Ansicht nach durchaus sein, dass das Programm alles richtig macht.


    Das Programm macht bei den Kapitaleinkünften ab 2009 eine Günstigerprüfung. Es wird geprüft, ob die Besteuerung der Kapitaleinnahmen durch die Abgeltungssteuer oder die Besteuerung mit dem individuellen Steuersatz günstiger ist. Ist die Abgeltungssteuer günstiger, dann brauch grundsätzlich auch keine Anlage KAP erzeugt werden. Ist die Besteuerung mit Deinem individuellen Steuersatz günstiger, dann werden die Einkünfte in der Anlage KAP ausgegeben, die "normale" Einkommensteuer inklusive dieser Einkünfte berechnet und die Abgeltungssteuer wieder "gutgeschrieben".


    Daneben kann es jedoch auch sein, dass die Anlage KAP aus anderen Gründen abgegeben werden muss (hier bei deiner Frau ggf. der Fall), z.B. weil bei der Berechnung der Abgeltungssteuer von der Bank keine Kirchensteuer berechnet wurde, obwohl die Person kirchensteuerpflichtig ist.


    Also, obwohl es sich merkwürdig anhört, könnte das Verhalten korrekt sein. Hier müsste man genauer die Eingaben zur Anlage KAP prüfen.

    Bis zum Veranlagungsjahr 2008 (WISO Sparbuch 2009) gab es eine Anlage KAP für beide Ehegatten.
    Ab dem Veranlagungsjahr 2009 (WISO Sparbuch 2010) mit der Einführung der Abgeltungssteuer hat jeder Ehegatte seine eigene Anlage KAP.


    Zitat

    Aebr nicht, wenn sich das neue Dach auf dem Anbau befindet. Und so wurde der sachverhalt geschildert.

    Das hatte ich anders verstanden...

    Zitat

    bzw. ein Teil vom Altbau wird mit Saniert ( Dach ).


    Wenn das Dach vom Altbau saniert wird, dann wäre dieser Teil doch begünstigt.



    Der Verlustfeststellungsbescheid zum 31.12.2008 stellt doch nur den Verlust für 2008 fest. Er sagt doch nichts darüber aus, ob der Verlust vor- oder zurückzutragen ist.


    Und Einspruch wegen neuer Tatsachen müsste man dann doch gegen den 2007er Bescheid einlegen. Und ob dieser bestandskräftig ist oder nicht spielt doch gar keine Rolle, wenn man nach §173 AO berichtigen kann.

    Soweit neuer Wohnraum geschaffen wird, können die Aufwendungen nicht als Handwerkerleistungen geltend gemacht werden.



    Wenn jedoch vorhandener Wohnraum modernisiert wird, auch die Erneuerung des Daches, können die darauf entfallenden Aufwendungen (ohne Materialkosten) als Handwerkerleistungen bis zu 6.000 Euro (davon dann 20% = max. 1.200 Euro) berücksichtigt werden.



    Für die Handwerkerleistungen ist entscheidend, wann die Rechnung (per Banküberweisung) bezahlt wird.

    und die
    Ausl. Steuern (Wahlrecht zur Anrechnung oder zum Abzug gemäß der Anleitung zur Anlage
    AUS zu den Zeilen 4 bis 20) --> Einkunftsquelle/Niederlande --> 6,62€



    Zuvor musst du den Betrag zu Zeile 33 Anlage KAP erfassen.


    Dann unter Anlage AUS "Zeilen 4 bis 13 ... und ausländische Quellensteuer" aufrufen.


    Dort kannst du dann den Betrag zu Zeile 7 (Anlage AUS) erfassen und dann unter "Zeile 19 Anzurechnende Quellensteuer zu den Zeilen 7 und 9" die6,62 Euro.


    Viele Grüße
    Der Steuerzahler

    Die
    [*]Aufwendungen im Zusammenhang mit Kapitalerträgen --> 93,96€


    Wenn du im Programm unter Kapitalvermögen eine Erträgnisaufstellung angelegt hast, dann gibt es auf der Übersichtsseite dieser Erträgnisaufstellung etwa in der Mitte unter "Anlage KAP" die Zeile "Zeilen 45,46,49 und 50 Werbungskosten". Diesen Unterdialog aufrufen.


    Dort findest Du dann "Werbungskosten laut Erträgnisauffstellung oder Jahressteuerbescheinigung".


    Hier kannst Du die 93,96 Euro erfassen.

    Also wenn beim ersten Update irgendwas schief gegangen ist, dann läßt sich dies mit dem von der Hotline beschriebenen Vorgehen beheben. Wenn das nicht geholfen hat, dann liegt es wohl nicht am fehlerhaften Update.


    Vielleicht ist mit der Datenbank Datei etwas nicht in Ordnung. Da kann vermutlich nur die Hotline weiterhelfen.


    Viele Grüße
    Der Steuerzahler

    Schau noch mal in die Berechnung. Du findest dann dort eine Summe für die Einkünfte des Ehemannes und ein für die der Ehefrau.


    Dann werden diese zusammengerechnet, inklusive der negativen Einkünfte aus der Arbeitnehmer-Tätigkeit.


    Somit wirken sich die vorweggenommenen Werbungskosten direkt bei dieser Steuererklärung aus.


    Viele Grüße
    Der Steuerzahler

    Also, die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit werden für jeden Ehepartner getrennt ermitteln, jeweils durch Berechnung der Einnahmen minus der entsprechenden Werbungskosten.


    Die vorweggenommenen Werbungskosten sind in dem Jahr zu erfassen, in dem sie gezahlt wurden. In der Software musst du dazu den Bereich Nichtselbständige Arbeit für den entsprechenden Ehepartner aufrufen und dort die Werbungskosten erfassen. Wenn keine Einnahmen vorliegen, sollten dann negative Einkünfte für die Einkunftsart und diesen Ehepartner in der Steuerberechnung erscheinen.

    Für die doppelte Haushaltsführung ist es nicht entscheidend, ob oder wie oft du nach Hause gefahren bist. Lies dir am besten noch mal in der steuerrechtlichen Hilfe des Programms die Texte zu diesem Thema durch.


    Zu den Belegen:


    Ich würde auch die Kosten ansetzen, die ich nicht belegen kann. Der Beleg ist nicht zwingend erforderlich. Es reicht in der Regel aus, wenn die Kosten dem Sachbearbeiter glaubhaft gemacht werden können. Deshalb lieste alle Kosten sauber auf, wenn sie plausibel und nachvollziehbar sind, dann wird es schon passen.


    Mit dem Einsenden der Belege ist das eine Geschmackssache. :-) Die einen belegen alles, schicken eine "Ordner" mit, die anderen belegen nur die wichtigsten Ausgaben (Steuerbescheinigungen, Spenden, außergewöhnlich hohe Aufwendungen). Ich selber schicke meine Steuererklärung per Elster. Das hat laut Finanzverwaltung den Vorteil, das man auf die Zusendung von Belegen verzichten kann. Allerdings könnten dann schon mal Belege nachgefordert werden, wenn dem Sachbearbeiter etwas komisch vorkommt - war bei mir allerdings noch nie der Fall.


    Viele Grüße
    Der Steuerzahler

    Ich habe noch ein wenig gegoogelt... :-)


    Also - die Unfallkosten. Typischerweise werden hier immer Verkehrunfälle aufgezählt. Eine interessante Textstelle habe ich in einem Posting gefunden, welches den Hilfetext aus dem WISO Geldtipp Steuer zitiert. Es geht um Unfallkosten, und hier im Speziellen die Kosten für einen Austauschmotor:


    ### zipp ###


    Kosten für einen Austauschmotor
    Kosten für einen Austauschmotor sind neben der Kilometer-Pauschale abzugsfähig, wenn es sich um einen außergewöhnlichen Verschleiß handelt, d. h. um einen "vorzeitig" benötigten Austauschmotor. Die Feststellung, ob die Kosten für einen Austauschmotor zu den außergewöhnlichen Aufwendungen gehören, wird vom Finanzamt auf Grund der Würdigung aller Umstände des konkreten Einzelfalles getroffen. Erfahrungsgemäß kann man sagen, dass der vorliegende Sachverhalt in diesem Bereich einer besonders kritischen Prüfung unterzogen wird, mit dem Ergebnis, dass eine Anerkennung der Kosten für einen Austauschmotor in den seltensten Fällen tatsächlich in Betracht kommt. Sollte jedoch bei Ihrem (fast) neuen Pkw ein Motoraustausch notwendig geworden sein, so haben Sie gute Chancen die Kosten hierfür als außergewöhnliche Aufwendungen geltend zu machen. Sollte jedoch bei Ihrem Sportwagen, der erfahrungsgemäß etwas sportlicher gefahren wird, ein derartiger Schadensfall vorliegen, so sollten Sie bei der Finanzverwaltung nicht auf Verständnis hoffen. Auch wenn bei Ihrem aus erster Hand gekauften Gebrauchtwagen mit 50.000 km auf dem Tacho ein Motoraustausch notwendig wird, liegen für den Finanzbeamten keine außergewöhnlichen Kosten vor.


    ### zapp ###


    Daraus schließe ich jetzt mal: Der gerissene Keilriemen stellt keine außergewöhnlichen Kosten dar. Durch den üblichen Verschleiss ist halt hin und wieder ein neuer Keilriemen fällig. Die Kosten sind daher nicht als Unfallkosten abzugsfähig.


    Allen, die bei der Klärung mitgeholfen haben, vielen Dank!


    Wer noch irgendwelche interessanten Ergänzungen hat kann hier gerne noch antworten.


    Viele Grüße
    Der Steuerzahler