Beiträge von Oerdiz

    Welche Kosten wurden überhaupt geltend gemacht? Dass Fahrtkosten nicht in Frage kommen, steht ja nun fest. Aber daher können dennoch Verpflegungsmehraufwand geltend gemacht werden, wenn der Arbeitgeber diese nicht steuerfrei erstattet.


    Warum das Programm die Fahrtkosten nicht hinsichtlich eines Dienstwagens abfragt, ist mir schleierhaft. Vielleicht wurde das schon an anderer Stelle abgefragt.

    Oh, der Meister Petz (das hab ich mir nicht ausgedacht sondern steht da) benötigt wohl eine zweite Antwort, die besagt, dass seine richtig ist.


    Die Frage ist, warum?


    Zitat

    Alles richtig und gesetzesgemäß


    Solche Antworten sind m.E. völlig unnötig. Was soll das? Anders wäre es, wenn man eine falsche Antwort richtigstellt, dann ist jede Äußerung sehr wertvoll.


    ne andere Frage: wie ist es mit Arbeistlosengeld II für Januar 2008,


    Arbeitslosengeld II wird überhaupt nicht in der Steuererklärung "verbucht". Die Leistungen sind steuerfrei und unterliegen auch nicht dem Progressionsvorbehalt.

    Die Vorauszahlungen zu den Terminen 10.03, 10.06., 10.09. und 10.12. eines Jahres sind auch für dieses Jahr bestimmt. Die Vorauszahlungen, die in 2008 geleistet wurden werden dann auch erst mit Einkommensteuerveranlagung 2008 berücksichtigt.


    Ansonsten wäre das ja ziemlich unsinnig, denn die Vorauszahlungen sollen die voraussichtliche Steuerschuld des Veranlagungsjahres decken.

    Der Fragende kann selbstverständlich tun und lassen was er will, aber das Finanzamt wird diese Behandlungskosten nicht berücksichtigen. Das ist das Einmaleins des Finanzbeamten, da sollte man keine Hoffnung wecken, dass ein unbedarfter Beamter ohne Ahnung alles anerkennt.

    Also müsste der Wagen ca. 15.500 km im Jahr gelaufen sein. Glaubhaft kann man die Kilometerleistung machen mit TÜ-Belegen oder Werkstattrechnungen aus denen die Kilometerstände ersichtlich sind über einen repräsentativen Zeitraum oder aber ggf. mit Tankbelegen, wobei diese allerdings eher ungeeignet sind.


    Jetzt heißt es zumindest erst mal dem Bearbeiter dies mitzuteilen. Vielleicht hat der auch nur in Ihrem Interesse gehandelt denn wenn die Voraussetzungen für eine doppelte Haushaltsführung vorlägen, dann könnten die Kosten für die Unterkunft am Arbeitsort und die vollen Kilometer für Familienheimfahrten ohne Kürzung um 20 km geltend gemacht werden. Oder aber der Bearbeiter ist nicht so gesetzesfest und hat keine Ahnung wenn er einen Fragebogen für DHF verschickt.

    Das dürfte ausreichen. Viele Finanzbeamte sind so schlecht fortgebildet, dass sie selbst den Unterschied nicht verstehen.


    Der gute Franz Konz (www.konz.de) rät, die Aufwendungen dort anzusetzen, wo sie am meisten Berücksichtigung finden. D.h. unter Berechnung ob Werbungskosten oder Sonderausgaben günstiger sind. Wer bspw. Kosten hat, die unter dem Arbeitnehmerpauschbetrag liegen, der profitiert mehr von den Sonderausgaben. Sind die Kosten aber höher als 4.000 € (und ggf. noch 920 € Arbeitnehmerpauschbetrag dazu), dann wäre der Ansatz bei den Werbungskosten günstiger.


    Aber, Steuerrecht ist kein Wunschkonzert, wie eine Dame hier oft pflegt zu sagen und daran erkennt man auch die unseriöse Ratschlagsweise des Konz.


    Beim Erststudium liegen lt. Gesetz Sonderausgaben vor. Das sollte man dem Bearbeiter im Finanzamt deutlich machen ggf. mit Hinweis auf das BMF-Schreiben. Und leider ist es so, dass 80% der Bearbeiter im mittleren Dienst in den Arbeitnehmerveranlagungsstellen diese Verwaltungserlasse nicht kennen.

    Man sollte zunächst mal die Erläuterungen im Steuerbescheid lesen. Das mag etwas Zeit in Anspruch nehmen, nicht zuletzt weil man den Passus erst mal finden muss. Dort steht, dass kein Einspruch erforderlich ist, weil der Bescheid diesbezüglich vorläufig ergeht. Man wird also von einer Entscheidung des BVerfG immer profitieren auch ohne Einspruch. Möchte man aber die Erstattung unter Berücksichtigung der ersten 20 km bereits jetzt erhalten, dann ist ein Einspruch mit Antrag auf Aussetzung der Vollziehung erforderlich. Dann bekommen Sie auch diese Werbungskosten im Aussetzungsverfahren angerechnet und haben nach der Bearbeitung im FA das Geld auf dem Konto. Entscheidet das BVerfG aber später zu Ungunsten der Steuerbürger und Pendler, so müssen Sie das zu viel erhaltene Geld (die steuerliche Auswirkung der ersten 20 km) wieder zurückzahlen und zwar mit (Aussetzungs-)Zinsen (§ 237 AO) von 6 % p. a. Im Gegensatz erhalten Sie aber keine Zinsen vom Finanzamt, sollten später die ersten 20 km wieder anerkannt werden.

    Entweder haben Sie die Heimfahrten bei Doppelter Haushaltsführung eingetragen oder das Finanzamt hat es nicht verstanden. Bei Bewohnen eines Zimmers im Haus der Eltern liegt kein eigener Hausstand vor und eine doppelte Haushaltsführung demnach auch nicht.


    Dennoch können die Fahrten zum Lebensmittelpunkt als Fahren Wohnung-Arbeitsstätte berücksichtigt werden. Diese Heimfahrten sind auch dort auf der Anlage N Seite 2 einzutragen, dort wo auch die Fahrten von Zweitwohnung zum Arbeitsplatz eingetragen werden können.


    Die Durchführung der Fahrten sollte aber nachweisbar sein. Wie fahren Sie denn, mit PKW oder öffentlichen Verkehrsmitteln?


    Weil es aber Fahrten Wohnung-Arbeit sind, wird das Finanzamt nach neuer Rechtslage die ersten 20 km nicht berücksichtigen, die Bescheide ergehen aber vorläufig (sh. in den Erläuterungen zum Bescheid), so dass ein Einspruch nicht erforderlich ist. Die Berechnung würde also lauten: 48 Fahrten x 140 km (160 - 20) x 0,30 €.


    Mit diesen Werbungskosten dürfte auch die Grenze fürs Kindergeld von 7.680 € noch unterschritten werden, ansonsten wäre das Kindergeld wohl zurückzuzahlen an die Familienkasse.


    § 9 Abs. 2 Satz 6 EStG


    Richtlinie 9.10 Abs. 1 Satz 3 und Satz 6 ff LStR

    DIe Krankenversicherung hat hier also nichts gezahlt, dann gilt


    Der Nachweis der Zwangsläufigkeit, Notwendigkeit und Angemessenheit von Aufwendungen im Krankheitsfall ist zu führen


    - durch amtsärztliches Attest vor Kauf oder Behandlung für wissenschaftlich nicht anerkannte Behandlungsmethoden.

    Hier benötigt man u.a. Angaben zu den Einnahmen des Studenten. Wenn es nur ums Kindergeld geht, dann gehören diese Ausgaben zu den besonderen Ausbildungskosten und sind auf der Anlage Kind bei der Steuererklärung der Eltern einzutragen bzw. der Familienkasse mitzuteilen, damit Kindergeld gewährt wird.

    Das Urteil bezieht sich auf Fortbildungsmaßnahmen. Sie versuchen, Ausbildungskosten bis zu 4.000 Euro geltend zu machen. Hierzu ein älteres Urteil
    http://www.jurawelt.com/gerich…sonstige/steuerrecht/3511.


    Ab 2004 wurden die Ausbildungskosten neu geregelt, § 12 Nr. 5 EStG.


    Siehe BMF-Schreiben vom 4.11.2005




    Es bringt daher nichts, hier uralte Urteile zu posten, die mit der momentanen Gesetzeslage überhauptnichts mehr zu tun habne.

    Ich denke man sollte auch mal auf das Datum des Beitrags schauen. Die Frage ist wohl damals untergegangen und niemand hat geantwortet. Aber was bringt es, nach so langer Zeit alte unbeantwortete Beiträge zu beantworten. Das ist zwar alle Ehre wert aber dem Fragenden wird es nichts bringen, weil dieser hier wohl nicht mehr lesen wird.