Beiträge von entejens

    Die Regel ist aber, dass ein umsichtig arbeitender Bearbeiter im FA den Erbschein anzufordern hat, bevor er eine Erstattung leistet. Geht diese nämlich nicht an den Gesamtrechtsnachfolger oder den von den Erben genannten berechtigten ...

    Dann ist es aber nicht "i.d.R." so, sondern eigentlich immer ("i.d.R." läßt ja auch Ausnahmen zu).

    Dann hatte ich wohl einfach nur "Glück" (wenn man es so nennen kann). Oder es lag an anderen Gründen, die ich nicht kenne - jedenfalls mußte ich keinen Erbschein oder einen anderen Nachweis, daß der Ehemann meiner Mutter, für die ich die Steuererklärung (auch in den 2 Jahren vor dem Tod meines Vaters) gemacht hatte, verstorben war, vorlegen (haben wir nirgends gebraucht).

    eine Steuererstattung oder Nachzahlung im fünf- oder sechsstelligen Bereich

    Das ist aber nun wirklich nicht die Regel ... :)



    Was soll das denn damit zu tun haben? Ein Empfänger der Hinterbliebenenrente muss doch nicht gleichzeitig Gesamtrechtsnachfolger sein.

    Vielleicht nicht generell, aber im Fall der TE ja wohl schon. Und genau darauf bezog sich mein Satz.

    da i.d.R. ja auch ein Erbschein vorgelegt werden sollte/muss

    Sicher heißt "i.d.R." nicht, daß es immer so ist - aber diese Erfahrung habe ich bei meinen Eltern nicht gemacht.

    Ergibt sich ja eigentlich auch aus dem Fakt der Hinterbliebenenrente ...

    Aber: du teilst das Schicksal aller Eltern, die stillschweigend das Dauerstudium der Kinder akzeptieren. ... Andere Kinder sind mit dem Studium früher fertig.

    Ich denke, man sollte nicht davon ausgehen, daß grundsätzlich mit 18/19 Jahren ein Studium begonnen wird (Abitur mit über 20 oder "Dritter Bildungsweg", okay, hier fällt dann das Thema "Erstausbildung" weg). Wehrdienst/Bufdi und andere Dinge können auch einen deutlich späteren Studienbeginn bedingen und damit auch ein "normales" Studienende deutlich jenseits der Vollendung des 25. Lebensjahres. Und ein Medizinstudium hat eine Regelstudienzeit von 12 Semestern, da ist man mit z. B. 14 Semestern auch kein Dauerstudent ... :)

    Ich habe noch nicht mit den Interviews gearbeitet, kann dazu also nichts sagen.


    Aber die Werbungskosten bei nichtselbständiger Arbeit werden doch seit jeher für jeden einzeln erfaßt, sie werden ja auch getrennt für jeden betrachtet.


    Genauso ist es doch bei vielen anderen Dingen auch, daß sie jeweils einem der beiden Ehepartner zugeordnet werden (also z. B. bei Kapitalerträgen, wenn nur einer der Kontoinhaber ist).

    Das ist ja auch sehr sinnvoll, da es ja auch darum geht, die günstigste Veranlagungsart zu ermitteln, was bei zusammengefaßten Angaben eher schlecht bis nicht möglich ist. Die Art der Veranlagung kannst Du auch so einstellen, daß vom Programm die günstigste gewählt wird (gibt es auch schon ne ganze Weile).

    aber vorher müssen Dritte Dir die Berechtigung erteilen, für sie rechtsgültige Erklärungen abgeben zu dürfen.

    Also ich habe gerade am Wochenende die Steuererklärung für meine Schwiegermutter abgegeben, zwei Wochen vorher die für meine Mutter (der elektronische Bescheid war erstaunlicherweise schon 10 Tage später da) - und ich bin mir sicher, daß ich weder in diesem Jahr noch in einem der vorherigen Jahre eine Berechtigung dafür irgendwie im Programm eingeben mußte.

    Die Berechtigung/Ermächtigung hat meine Schwiegermutter mir vor Jahren mit einem entsprechenden Schreiben an das FA (Vollmacht gemäß § 80 AO) gegeben.

    Aber meines Wissens nach geht es hier um den Belegabruf.

    Ja, dafür mußte ich eine Berechtigung eintragen.

    Hm, bist Du jetzt auch ganz schnell raus oder warum verräts Du uns nicht, was der Support Dir gesagt hat?

    So sind sie halt, die Gekränkten ...

    Es handelt sich um tatsächliche Kosten aus 2018. Anschaffung eines Aktenvernichters und Bürostuhls, Literatur und Verbrauchsgüter fürs Büro.

    Hast Du die Anschaffungen bar bezahlt? -> Kontoauszüge

    Weißt Du noch, wo Du die Anschaffungen getätigt hast? -> Händler nach Belegkopien fragen (evtl. helfen mit Glück auch Mails mit Auftragsbestätigungen bei Onlinekäufen)

    Wahrscheinlich in meinem eigenen Chaos untergegangen.

    Keine gute Grundlage, aber das weißt Du ja jetzt selbst ... ;)

    Ich verstehe nicht wieso das ganz neu gemacht werden soll und dann über die Zentrale.

    Es soll doch laut miwe4 gar nicht "ganz neu" gemacht werden. Und welche Zentrale meinst Du?

    Wenn Du das so machst, also den Bearbeiter anrufst und einen Termin ausmachst, ist das Deine Sache. Elektronisch geht aber durchaus schneller (für einen Freitag erhaltenen Bescheid kann ich erst Montag einen Termin ausmachen, die aktualisierten Daten und eventuelle Belege habe ich aber im besten Fall auch schon Freitag verschickt.

    Sie soll ihr Geschäftsmodell so gestalten, dass das nicht passiert.

    Und wie sollte das gehen? Alle Versionen, die zu Händlern gehen, erstmal sperren und nach Bezahlung entsperren?

    Oder welchen Vorschlag hast Du?

    Warum sollen sie noch etwas eintreiben, wenn die Lizenz nicht mehr gültig ist? Sie würden quasi für nichts Geld bekommen.

    Weil Buhl dann die Lizenz wieder als gültig deklarieren könnte. Außerdem besteht ein Schuldverhältnis zwischen dem Händler und Buhl, warum sollte der Händler bei Nichteinhalten seiner Pflichten da so einfach rauskommen, zumal er ja das Geld vom Kunden (sprich von Dir) bekommen hat. Man würde ihn sozusagen noch belohnen, da er nicht nur den Roherlös behält sondern das, was Du bezahlt hast, also deutlich mehr.

    Ob das Auto ist oder etwas anderes, spielt keine Rolle. Dies würde bei praktisch jeder vom Retailer vertriebener Ware zutreffen. Oder nimmt mir der Fleischer die Wurst weg, die ich im Supermarkt kaufe, wenn Supermarkt die Rechnung nicht begleicht?

    Du hast den Unterschied zwischen dem Kauf einer physischen Ware und dem Erwerb des Nutzungsrechts nicht beachtet. Es sei denn, der Satz

    Ich habe Steuer-Sparbuch online (nicht direkt bei Buhl) gekauft.

    bzw.

    Die Software wird gekauft

    stimmt tatsächlich, dann wäre aber nicht Buhl der Ansprechpartner, sondern Du selbst, Du bist ja dann jetzt der Eigentümer.

    Geleastes Auto kann man zurückgeben.

    Wir reden nicht vom Zurückgeben.


    Setz dem die Pistole auf die Brust

    bin mal gespannt wann ein Sondereinsatzkomando Deine Bude stürmt ^^8)

    Ach, ich habe doch meine Software direkt bei Buhl gekauft, ähm das Nutzungsrecht erworben ... und auch bezahlt. :P

    Sorry, aber mal unterstellt, die Aussage von Buhl stimmt: Warum sollte Buhl dann die Praktiken von Säumigen (oder gar Betrügern) unterstützen? Und eintreiben werden die schon versuchen, nur geht das nicht immer so schnell (wenn überhaupt).

    Du hast hier meiner Meinung nach auch keinen direkten Anspruch gegenüber Buhl sondern gegenüber dem Verkäufer. Setz dem die Pistole auf die Brust (was dann hoffentlich viele seiner Kunden machen).

    Der Vergleich zwischen der Nutzung einer Software und einem Auto hinkt übrigens recht kräftig, da es sich um verschiedene rechtliche Konstellationen handelt. Im Übrigen kann ein geleastes Auto (Nutzungsrecht) dem Fahrzeughalter auch weggenommen werden, wenn er und der Leasingnehmer verschiedene Personen sind und letzterer die Leasingrate nicht bezahlt.

    Ein weiterer Denkfehler, auf den wir hier immer wieder hinweisen, ist, dass die Dir steuerfrei durch den AG erstatteten Reisekosten Deinem Geldbeutel 1:1 zu Gute kommen und die Reisekosten durch Kilometerpauschalen sich nur durch deinen individuellen Grenzsteuersatz auswirken.

    Der Arbeitgeber würde die Kosten für die einfache Fahrt Arbeitsstätte - Niederlassung (15km) übernehmen, was allerdings ein relativ umständlicher Prozess ist, den ich für jeden Tag manuell ausführen müßte.

    Hm, nach meinem Verständnis ist das nicht wirklich ein umständlicher Prozeß - bzw. wird es dadurch, daß die Abrechnung wohl jeden Tag vorgenommen wird und nicht wochen- oder monatsweise (so kenne ich das, nicht nur bei mir). Vielleicht ist auch diesbezüglich die Organisation in Deiner Firma nicht halbwegs optimal.

    Aber wenn Dir das (vermutlich) geringere finanzielle Ergebnis das wert ist, zumal

    es aber eines ganzjährig geführten ordnungsgemäßen Fahrtenbuches nebst Nachweises sämtlicher im Rahmen der Kfz-Nutzung entstandenen tatsächlichen Kosten

    bedingt, um wirklich die tatsächlichen Kfz-Kosten ansetzen zu können, was letztlich auch einen gewissen, nicht zu unterschätzenden Aufwand bedeutet.

    Sämtliche Kosten müssen natürlich nicht aufgelistet sein, das mindert dann aber auch möglicherweise den Kilometersatz, wenn man was vergißt ... :S


    Mal ganz abgesehen davon, dass man seinen AG nicht auf Kosten der Allgemeinheit "entlasten" sollte.

    Das ist eine moralische Frage, die aber nicht von der Hand zu weisen ist.

    (16,5 km * 0,3 EUR * 250 Tage)

    Du meintest sicherlich 220 Tage, oder? Bei 250 Tagen und Wochenenden und Feiertagen würde fast nix für Urlaub übrig bleiben ... ;)

    Und so wenig wird Töchterchen im Jahr nun auch nicht verdienen, nicht mal als Friseur-Azubi.

    Das ist Ansichtssache, vor allem aber wohnortabhängig.

    In Hessen erhalten Azubis 500/600/700 €, in Rheinland-Pfalz 420/540/640 € und im Osten durchschnittlich 325/390/445 €. Und es geht auch noch geringer.

    Aber ob das für einen Verlustvortrag reicht, hängt wiederum von vielen anderen Dingen des Einzelfalls ab.

    Scheinbar wurde mein erster Post nicht richtig gelesen:

    Ich habe schon richtig gelesen, aber den Zusammenhang falsch hergestellt. ;)

    Ich wollte lediglich wissen ob ich die Reisekosten in die Entfernungspauschale (natürlich dann nur als einfacher Weg) umwandeln kann, sollte der BFH entscheiden, dass AÜ's doch eine erste Tätigkeitsstätte haben (und somit keine Reisekosten absetzen dürfen).

    Ich würde, falls Du noch die Möglichkeit hast, das Thema ins Einspruchverfahren mit reinbringen. Also wenn die Rechtsbehelfsstelle dem Einspruch nicht stattgibt, muß das FA meiner Meinung nach die Entfernungspauschale für die Monate April bis Dezember als Werbungskosten ansetzen, weil die Reisekosten ja mit der Begründung "1. Tätigkeitsstätte beim Entleiher" abgelehnt wurden.

    Ich denke, am fehlenden Nachweis der Fahrten hat es nicht gelegen, das FA geht ja gerade nicht von "Dienstfahrten" aus:

    Daher haben Sie ab dem ersten Tag der Tätigkeit auf Grund der arbeitsrechlichen Zuordnung des Arbeitgebers Ihre erste Tätigkeitsstätte bei der Firma xy (BMF-Schreiben vom 24.10.2014(BStBl I S. 1412-RZ 13).

    Aber, lieger Ittig - Du machst hier widersprüchliche Aussagen:

    Im Steuerbescheid wurde mir allerdings nur die Entfernungspauschale berechnet.

    und noch nicht einmal in die Entfernungspauschale umgewandelt wurden

    Prüf bitte den Steuerbescheid noch einmal dahingehend.