Beiträge von morpheuss

    Hi. Danke für die produktive Antwort. Die im Link zu findende Lösung kommt ja einer Stornobuchung des bei Vorliegen von Lieferung und Rechnung vorgenommenen Vorsteuerabzugs am Tag der Zahlung gleich. Erscheint mir "richtiger" als das von mir vorgeschlagene direkte Ansprechen von 3200?


    Unabhängig davon werde ich aber auch weiterhin so vorgehen, die Vorsteuer bei Zahlung zu erfassen. Jedenfalls innerhalb eines Veranlagungszeitraumes.

    Hallo! Vielen Dank an alle Beteiligten. Zusammenfassend:


    - Konto 1718 möchte ich nicht benutzen, da so erstmal ohne Gewinnauswirkung; Erhaltene Anzahlung bei EÜR ist aber als Einnahme zu sehen

    - Konto 1718 hätte man modifizieren können, wollte ich aber nicht

    - Personenkonten nutze ich als EÜR'ler nicht

    - Warum die Anzahlung nicht gleich auf Erlöskonto 8400? Weil ich bisher mit Auftragsbestätigungen arbeitete, auf die sich die Anzahlung bzw. Bitte um 100% Vorkasse bezog. Bei Lieferung habe ich dann die finale Rechnung erstellt. Da die Anzahlung 100% betrug, gab es so keine Möglichkeit, die Rechnung noch in der Buchhhaltung zu erwähnen (100% des Umsatzes wären ja schon durch die Buchung der Anzahlung berücksichtigt worden).


    Lösung war nun:

    - Konto 8400 habe ich dupliziert und 8420 "Erhaltene Anzahlungen 19% USt." genannt

    - Buchung der Anzahlung auf 8420 -> Korrekt als Erlös inkl. Umsatzsteuer erfasst

    - Bei Lieferung und Rechnungsstellung Umbuchung von 8420 auf 8400 -> in puncto Gewinnermittlung und Vorsteuer neutral


    Und somit habe ich auch meine Rechnung in der Buchführung.


    Beste Grüße

    Ch. Engel

    Hallo miteinander,


    Anmerkung: EÜR und IST-Versteuerung.


    Ich habe das Problem, dass bei manchen Betriebsausgaben Konstellationen entstehen, bei denen das Datum des Vorsteuerabzugs nicht gleich dem Zahlungsdatum sind. Das ist ja nicht ganz uninteressant, wenn Vorsteuerabzug und Zahlung in unterschiedliche Veranlagungszeiträume fallen. Beispiel:


    1.) Bezahlung (Wareneingang) per Vorkasse, 119€ brutto:

    - Zahlung erfolgt am 30.03. per Vorkasse, Rechnung und Lieferung liegen noch nicht vor -> Aufwand ist es am 30.03.

    - Rechnung kommt am 05.04. -> Vorsteuerabzug am 05.04.


    2.) Kauf auf Rechnung (Wareneingang), 119€ brutto:

    - Rechnung und Lieferung liegen am 29.03. vor -> Vorsteuerabzug am 29.03.

    - Zahlung am 06.04. -> Aufwand ist es am 06.04.


    Mein Vorschlag zu 1.)

    - 30.03. : 3200 Wareneingang 119€ an 1200 Bank 119€ -> Aufwand erfasst

    - 05.04.: 1576 Vorsteuer 19% 19€ an 3200 Wareneingang 19€ -> Vorsteuerabzug erfasst


    Mein Vorschlag zu 2.)

    - 29.03.: 1576 Vorsteuer 19%“ 19€ an 3200 Wareneingang 19€ -> Buchung ist gewinnneutral, Vorsteuerabzug aber im 1. Quartal erfasst

    - 06.04.: 3200 Wareneingang 119€ an 1200 Bank 119€ -> Erfassung der Betriebsausgabe ohne nochmaligen Vorsteuerabzug


    Natürlich müssen ggf. Steuerautomatiken entsprechend im Auge behalten werden. Es hat sich ja scheinbar eingebürgert, dass bei EÜR der Vorsteuerabzug am Tag der Zahlung vorgenommen wird. Unterjährig mag das gehen, aber zum Jahreswechsel kann es doch doof werden?


    Sind die vorgeschlagenen Lösungen zu "russisch"? Die Möglichkeiten mit dem Sparbuch und dem EKR03 sind ja begrenzt.


    Beste Grüße

    Ch. Engel

    Danke maulwurf23. Also ganz ehrlich bin ich auch etwas baff, was mir hier für Antworten entgegen schwappen. Sorry, wenn das an mir liegen sollte, aber ich verstehe nicht, was hier für Punkte angesprochen werden. Fortlaufende Rechnungsnummer, Personen- bzw. Kundenkonten bei EÜR... Puh. Alles eigentlich gar nicht Thema...


    Viel spannender ist aber die Tatsache, dass ich Konto 1718 so gar nicht verwenden kann. Denn es ist in WISO EÜR/Kasse überhaupt nicht der Einahme-Überschuss-Rechnung zugeordnet. Das heißt, dass die Buchung über 1718 am Tag der Zahlung so gar keinen Gewinn bewirkt - was es aber bei mir als EÜR'ler müsste.

    Hey. Danke für die Antwort. Wie gesagt, ich bin EÜR. Ich nutze keine Debitoren und Kreditoren und arbeite auch nicht mit Forderungen und Verbindlichkeiten. Im Endeffekt sprechen wir doch aber vom selben Ergebnis. 1718 ist genullt und ich haben am Ende einen Erlös? Auch ohne über ein Kundenkonto gehen zu müssen.


    Umsatzsteuer ist abzuführen, sobald ich einen Teil einer an sich umsatzsteuerpflichten Zahlung erhalte.


    Ich hatte dem BUHL Support das Problem mit der fehlerhaften Werteübernahme gemeldet. Keine Reaktion. Daher meine "Beschwerde".

    Hallo miteinander,


    ich als EÜR'ler erhalte immer mal wieder Anzahlungen (in Höhe von 100% des Auftragwertes) von Kunden im Rahmen größerer Aufträge. Diese buche ich bei Zahlungserhalt auf 1718. Schreibe ich dann bei Lieferung der Ware die Rechnung, so würde ich gern den Nettobetrag von 1718 auf 8400 umbuchen. Folgende Beispielbuchungssätze:


    Buchung der Anzahlung: 1200 Bank 119€ an 1718 Erhaltene Anzahlungen 100€ und 1776 USt. 19% 19€


    Umbuchung bei Rechnungsstellung: 1718 Erhaltene Anzahlungen 100€ an 8400 Erlöse 100€


    Soweit so gut. Schaue ich nun in die Kontenübersicht für 1718, so ist der Endsaldo wie erwartet bei 0€.

    USt-Voranmeldung mit Datenübernahme aus den Buchungen ergibt 19€ Umsatzsteuerschuld.

    Umsatzsteuererklärung mit Datenübernahme aus den Buchungen ergibt... 57€ Umsatzsteuerschuld. Siehe da, Konto 1718 wird hier mit 200€ angegeben. Nicht mit 0€, wie erwartet. Wie denn das? Übersehe ich etwas oder ist das ein Programmfehler? Vielleicht kann das ja mal jemand nachstellen...


    Danke & Gruß

    Ch. Engel

    Hallo miteinander,


    ich nutze seit Jahren das WISO Steuer Sparbuch und bin zufrieden. Allerdings habe ich Probleme mit dem Thema Betriebsfahrzeug.


    1.) Warum gibt es eine so schöne Eingabemaske für die 1%-Regelung, in der sich die Fahrten zur Betriebsstätte allerdings nur pauschal per 0,03%-Regel erfassen lassen, nicht aber per 0,002%-Regel, falls weniger als 15 Fahrten per Monat erfolgt sind?

    2.) Ich habe derzeit ein zweites Fahrzeug im Bestand, für das sich die Anwendung der 1%-Regel nicht lohnt. Daher per Fahrtenbuch. Ist es richtig, dass ich hierfür im Steuer Sparbuch sämtliche Buchungen von Hand vornehmen muss, da es keine Eingabemaske gibt?

    Gibt es hinzu kaufbare Programmmodule, die genau diese Funktionalität - Eingabemaske für die Erfassung per Fahrtenbuch - hinzufügen?


    Danke & Gruß

    Chris

    Grüße! Steuerberater schlägt Buchung des Rechnungsbruttobetrags auf Konto 3125 (sonstige Leistung 19% VSt und 19% USt) vor. Eien Rechnungskorrektur seitens des Leistenden wird es in absehbarer Zeit leider nicht geben.

    Hallo. Ich möchte auch nochmal nachhaken. Geschrieben wird hier, dass bei Vorliegen einer Rechnung eines Unternehmers aus dem Ausland an einen Unternehjmer im Inland mit fälschlicherweise ausgewiesener USt. (=fehlerhafte Rechnung) zwar Reverse-Charge anzuwenden und auch Reverse-Charge-USt abzuführen sei, gleichzeitig aber kein Reverse-Charge-Vorsteuerabzug möglich ist (=Leistungsempfänger zahlt doppelt Umsatzsteuer). Wo genau steht denn geschrieben, dass dieser Vorsteuerabzug nicht zulässig ist? In diversen Quellen ist zu lesen, dass für den Vorsteuerabzug aus der Reverse-Charge-Umsatzsteuer keine ordnungsgemäße Rechnung nach §14 Abs. 4 UStG erforderlich ist?


    Danke & Gruß
    Chris

    Hallo liebe Mitstreiter,


    ich habe hier einen sehr blöden Fall: bei meiner Unternehmertätigkeit komme ich an einem gewissen Softwarehersteller aus den USA nicht vorbei. Aus mir nicht verständlichen Gründen stellt dieser Hersteller nun Rechnungen aus, die 19% VAT enthalten - trotz Angabe meiner UST-ID. Der Hersteller selbst verfügt über eine EU VAT-ID, weigert sich aber trotz intensivster Kommunikation, Rechnungen ohne VAT auszustellen. Obendrein hat man sich darauf eingelassen, meine UST-ID auf den Rechnungen mit anzugeben. Jetzt ist es aus meiner Sicht gleich doppelt falsch?!
    Es hilft nichts, ich muss die Rechnung ja irgendwie verbuchen. Normalerweise wäre dafür meinem Verständnis nach der gesamte Rechnungsbetrag (inkl. der fälschlich aufgeschlagenen VAT) als sonstige Leistung (da Bezug per Download) ohne VSt-Abzug und mit 19% USt. auf Konto 3145 zu buchen, richtig?
    Nun ist das natürlich nicht in meinem Interesse, da ich somit ja die USt. doppelt zahle. Wäre es auch denkbar, Konto 3125 (sonstige Leistung 19% VSt und 19% USt) zu bebuchen? Bis auf den fehlenden Hinweis auf der Rechnung, dass die Steuerschuldnerschaft auf den Leistungsempfänger übergeht, sind soweit ich das sehe alle Pflichtangaben enthalten?


    Danke & Gruß
    Chris

    Hallo,


    ich habe hier mehrere Rechnungen von Händlern aus den USA für den Einkauf von Waren (elektronischen Bauteilen). Konkret sind die Händler mouser und Digikey. Auf den Rechnungen sind sowohl deutsche MwSt. 19% als auch eine deutsche USt.-ID des Händlers angegeben. Aber auch der Firmensitz in den USA. Von Digikey meine ich zu wissen, dass sie seit geraumer Zeit als Importeur agieren und sich verpflichtet haben, die erhobene MwSt. als Einfuhrumsatzsteuer in Deutschland abzuführen.
    Gehe ich recht in der Annahme, dass ich hier ganz normal 19% Vorsteuer ziehen kann?


    Beste Grüße
    Chris