Beiträge von gvde

    Ich bin Einsatzbeamter bei einer Berufsfeuerwehr und habe eine Beschein igung meines Arbeitgebers, das ich in meiner Freizeit Sport machen muß, da der Dienstsport für die hohe körperliche belastung nicht ausreicht (grober Auszug). Kann ich damit Kosten meines Fitnesstudios geltend machen? und wenn ja, wieviel Prozent des Beitrags?

    Sollte die Kosten dann nicht Dein Arbeitgeber erstatten?

    Sollte das wirklich jemand von uns für ihn ausrechnen?

    Nein. Es geht darum, ein grundlegendes Prinzip zu erklären.


    Wenn Dir eine Frage zu dumm ist, dann antworte nicht drauf. Wie ich auch schon immer wieder schrieb: Niemand verlangt von Dir, in jedem Thread zu antworten.


    Wie heißt es so schön: es gibt keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten. Wenn die Frage Dir also zu dumm ist, weil der Planspielmodus ja alles so viel besser beantwortet, als die "dumme Frage" zu beantworten, dann antworte einfach GAR NICHT. Kannst Du das? In einem Thread mal gar nicht antworten? Statt die Frage in Frage zu stellen und als dumm abzustempeln?

    Na dann mach das mal fein mit Hilfe von gvde. Der rechnet Dir das bestimmt alles genau vor, da er ja so viel netter und hilfsbereiter ist als ich es bin. Viel Spaß.

    Mal wieder solche überflüssigen und unqualifizierten Bemerkungen von jemandem, der Moderator sein soll. Du hast immer noch nicht verstanden, was "Moderator" oder "moderieren".


    Ich zitiere Dich nochmals: "Du solltest auch mal lesen, was der Threadersteller selber dazu geschrieben hat." Warum beherzigst Du nicht einmal, was Du sonst anderen an den Kopf knallst??

    Wieso müsst Ihr jeden Thread breittreten, wenn er nicht nach Eurem Geschmack geht?


    1. Die Frage von NautilusIII ist völlig zulässig.
    2. Man kann die Frage einfach und ohne großes Breittreten des Steuerrechts beantworten.
    3. Man braucht vielleicht nicht immer den Planspielmodus, um exakt herauszufinden, ob es 360 Euro oder 361,50 oder 357,75 Euro sind. Denn der Planspielmodus erklärt einem nicht, wie es funktioniert...
    4. Das hat nichts mit Glaskugeln zu tun. Und auch nichts mit Rätselraten.
    5. Man kann den Planspielmodus nur nutzen, wenn man die Software auch installiert hat, was bei NautilusIII wohl nicht mehr der Fall ist/war.
    6. Wenn mit Ansetzen der LV der Steuersatz auf fiktive 30% ist, dann ist er 30%. Dann sinkt er nicht und ist nicht 28 oder 29%. Der Steuersatz ist kann nie zwei Werte gleichzeitig sein. Ein Nichtansetzen der LV erhöht den Steuersatz.
    7. Die wesentliche Ersparnis zwischen dem Ansetzen und Nicht-Ansetzen wie in der ursprünglichen Fragen ist also die Ersparnis der mehr als 30% Steuern, die man darauf zahlen müsste, wenn man es nicht ansetzen würde.
    8. Manche Antworten müssen nicht bis auf die 5. Nachkommastelle genau sein. Manchmal reicht es auch, wenn man ein Prinzip erklärt. Dann lernt man vielleicht noch was, statt nur doof den Planspielmodus zu benutzen, ohne die Zahlen und das Prinzip dahinter verstanden zu haben...


    Wenn Ihr Euch also darüber aufregt, warum jemand nicht den Planspielmodus benutzt, dann ist es absolut nicht notwendig, dass zwei Personen dies in einem Thread VIERMAL schreiben müssen und einer davon insbesondere auch noch ein Moderator ist. Einmal reicht wirklich.

    Wenn Du die 1200 Euro nicht für die LV ausgeben würdest und auch sonst nicht absetzen kannst, dann müsstest Du Deine 30% Steuern darauf zahlen, d.h. 360 Euro. Wenn Du die 1200 Euro für die LV ausgibst, dann werden die 1200 Euro von Deinem zu versteuernden Einkommen abgezogen, dann "sparst" Du Dir die 360 Euro Steuern.


    Natürlich ist der Steuersatz progressiv, d.h. wenn Du mehr zu versteuerndes Einkommen hast, steigt der Steuersatz auch. Dadurch ist der Effekt noch ein wenig größer, d.h. Du "sparst" noch ein wenig mehr.

    Nutze doch die Funktionen des Programms: Das Programm rechnet Dir erstens analog zur Berechnung des Finanzamts exakt vor, wie das zu versteuernde Einkommen bestimmt wurde.


    Außerdem sollte das Programm doch auch noch eine Vergleichsfunktion für den Bescheid haben. Bei elektronischer Abgabe kannst Du den Bescheid elektronisch abholen und vergleichen lassen. Wenn keine elektronische Abholung möglich ist, dann gibt es eine Funktion, in der Du die Daten des Papierbescheids eingeben kannst und zeigt Dir das Programm exakt die Punkte, wo die Abweichung ist. Oder gibt es diese Funktion bei WISO Steuer nicht?


    Der Unterschied gibt Dir den ungefähren Bereich an, wo es nicht passt. Im Text des Bescheids sollte dann eigentlich noch mehr stehen, warum abgewichen wurde...

    ... Ich habe 2009 allerdings erst ab April gearbeitet.


    In Bescheid 2009 stand, ich habe ca. 900 EUR zuviel gezahlt (die mir dann auch erstattet wurden) und im Bescheid 2010 habe ich ca. 300 EUR zuviel gezahlt. Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass mir viel mehr Geld erstattet wird.

    Ohne die gesamten Einkünften beider Jahre zu kennen, kann man nicht viel sagen. Wenn Du im ersten Quartal von 2009 keine weiteren Einkünfte hattest, und seit April 2009 und das ganze Jahr 2010 Lohn gezahlt wurde, dann liegt der Hauptgrund wahrscheinlich eben in den drei Monaten ohne Einkommen in 2009:


    1. Die festgesetzte Steuer berechnet sich aus dem zu versteuernden Einkommen, welches auch im Steuerbescheid oder in WISO Sparbuch angegeben wird. Das zu versteuernde Einkommen berechnet sich aus Deinem Bruttoeinkommen und anderen Einkünften und diversen Abzügen für Vorsorgeaufwendungen etc. Genaueres steht im Steuerbescheid.


    2. Die Einkommensteuer berechnet sich anhand des gesamten Einkommen eines Kalendarjahres. Du hattest also 2009 nur 3/4 des Jahreseinkommens von 2010 bzw. in 2010 hattest Du ein 33% höheres Einkommen.


    3. Durch den progressiven Steuersatz hast Du in der Regel bei höherem Einkommen auch einen höheren Steuersatz, d.h. wenn Du 33% mehr verdienst, zahlst Du nicht nur 33% mehr Steuern, sondern wesentlich mehr. Außerdem gibt es diverse Pauschalen, die als Basis steuerfrei sind.


    4. Der Lohnsteuerabzug vom Lohn berechnet sich anhand von Tabellen, die vereinfacht gesagt davon ausgehen, dass Du das Gehalt in dem Monat, auch in jedem anderen Monat des Jahres gezahlt bekommst. Wenn Du jeden Monat eines Jahres dasselbe Gehalt bekommst, dann sollte idealerweise bei der Einkommensteuererklärung quasi +-0 aufgehen.


    5. Damit wurde Dir in den 9 Monaten von 2009 Lohnsteuer einbehalten, als ob Du im gesamten Jahr 33% mehr verdienen würdest. Dies wird aber in der Einkommensteuererklärung für 2009 wieder ausgeglichen, d.h. Du bekommst eine höhere Rückzahlung in 2009 als in 2010. Andersherum sollte es (unter den angenommenen Randbedingungen) nie sein. In Jahren, in denen Du nicht das gesamte Jahr über arbeitest und keine Lohnersatzleistungen bekommst, kriegst Du in der Regel immer mehr zurück als in Jahren, in denen Du das gesamte Jahr über Einkünfte hattest.


    6. In 2010 passt es dann besser. Die einbehaltene Lohnsteuer in den 12 Monaten passt besser zu der später tatsächlich festgelegten Einkommensteuer. Wenn Du 500 Euro zurückbekommen hast, dann vielleicht, weil Du einige Werbungskosten oder Sonderausgaben hattest, oder wegen der Zahlung von Weihnachtsgeld o.ä. Denn wegen der Lohnsteuertabellen zahlst Du in dem Monat, in dem Weihnachtsgeld ausgezahlt wird, hast Du immer einen wesentlich höheren Lohnsteuerabzug wie später dann in der Einkommensteuererklärung festgelegt wird. Aber wie gesagt, was genau der Grund dafür ist, kann man nur sagen, wenn man die genauen Angaben kennen würde...

    Das heißt also, es würde gehen, wenn auch nicht viel dabei rum kommt (sofern überhaupt, aber ein Versuch ist es ja wert, nicht wahr?).

    Nein. Das heißt, es wird höchstwahrscheinlich keinen Unterschied machen, sofern Du nicht eine ganze Menge weiterer außergewöhnlicher Belastungen in 2010 hattest. Schau doch in EStG 33. Der niedrigste Prozentsatz wäre 1%. Das bedeutet, Du müsstest drei Kinder haben und Einkünfte von unter 5800 Euro, damit Du die zumutbaren 1% Deiner Einkünfte überhaupt überschreiten würdest.


    Gib die Kosten einfach in Sparbuch ein. Du wirst vermutlich feststellen, dass mit oder ohne die Angabe dieselbe Einkommensteuer berechnet wird. Oder Du rufst die Funktion zur Steuerberechnung in Sparbuch auf. Da wird Dir sogar angezeigt, wie hoch die zumutbare Eigenbelastung in Deinem Falle wäre...

    Wieso schaust Du Dir nicht die Aufstellung des Gehaltsrechners an und vergleichst sie mit der Lohnabrechnung? Dann siehst Du doch, welche Teile davon abweichen.


    In der Einkommensteuerveranlagung werden nur steuerliche Belange ausgeglichen. Falls aber die abgeführten Sozialversicherungsabgaben nicht stimmen, dann gleicht die Steuererklärung da gar nichts aus.

    Warum wird der Erstattungsbetrag kleiner, beim ankreuzen von Kindergeld? muss ich das ankreuzen? Kindergeld bekomme ich nicht, aber das wird verrechnet mit Unterhalt.


    Du bekommst, wenn auch nur verrechnet im Unterhalt, die Hälfte des Kindergelds, also 92 * 12 = 1104 Euro. Du bekommst dafür 1000 Euro weniger Steuer erstattet.

    Du erhälst überhaupt keine Steuererstattungen für irgendwelchen bestimmten Zwecke oder wegen irgendwelcher bestimmten Ausgaben. Es werden Deine Einnahmen zusammengezählt, dann diverse Beträge für Ausgaben, Versicherungen, Werbungskosten etc. abgezogen und so Dein zu versteuerndes Einkommen berechnet, welches dann versteuert wird. Auf die fällige Einkommensteuer wird die einbehaltene Lohnsteuer während des Jahres angerechnet. Wenn während des Jahres zu viel einbehalten wurde, erhälst Du eine Rückzahlung. Wenn zuwenig einbehalten wurde, musst Du nachzahlen.


    Also weder erhälst Du 188 Euro für Deine 1200 Euro Fahrkosten zurück, noch haben Deine Kollegen für Ihre Fahrtkosten 50%-75% zurückerhalten. Das kann an allem möglichen liegen. Vielleicht haben die auch nur anderweitig größere Werbungskosten gehabt oder höhere Ausgaben für Sozialversicherungen, o.s.ä. Einen bestimmten Grund gibt es nicht.

    Ich habe dasselbe "Problem": Die Einkommensteuererklärung, die EÜR und die AVEÜR wurden alle per Elster übertragen. In der Checkliste beim Ausdruck direkt nach der Abgabe erscheint trotzdem die Punkt "Einnahmeüberschussrechnung(en) (Anlage EÜR + Anlagenverzeichnis)" zum Abhaken in der Liste.


    Ich habe den Eindruck, als ob dieser Punkt immer erscheint, wenn man entsprechende Einkünfte hatte. Da man die EÜR getrennt übertragen kann, nehme ich mal an, dass sich dieser Hinweis explizit nur auf die Abgabe der Einkommensteuererklärung bezieht und die Checkliste die Tatsache, dass die EÜR direkt danach per Elster übertragen wurde, gar nicht berücksichtigt. Die Checkliste kann ja in Sparbuch 2011 immer angezeigt werden und enthält dann immer diesen Hinweis...


    Ich werde diesen Hinweis in der Checkliste also abhaken, da die EÜR per Elster übertragen wurde...

    Die genaue Regelung hängt vom DBA ab. Normalerweise musst Du steuerfreie Stipendien im Ausland angeben. Sie werden unter Progressionsvorbehalt bei der Steuerberechnung berücksichtigt, d.h. auf den Anteil des Stipendiums werden zwar keine Steuern einbehalten, aber der Steuersatz erhöht sich durch die steuerfreien Einkünfte.


    Aber es hängt vom genauen Stipendium, der Vereinbarung mit der Uni und dem DBA ab, ob Dein Stipendium wirklich so berücksichtigt wird oder nicht. Angeben musst Du es bei unbeschränkter Steuerpflicht eigentlich immer. Die Frage ist eben nur, ob es unter Progressionsvorbehalt fällt oder nicht.


    Bist Du in 2010 überhaupt in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig?

    Zeile 21 sind steuerfreie Zuschüsse des Arbeitgebers, d.h. sie wurden vom Arbeitgeber nicht versteuert. Wenn Du nicht willst, dass diese versteuert werden, musst Du die entsprechenden Angaben machen, um den Zuschuss auch tatsächlich von der Steuer abzusetzen.


    In Deinem Fall musst Du also die Angaben für die doppelte Haushaltsführung in der Steuererklärung machen. Da musst Du auch die gezahlte Miete angeben. Die sind Kosten der doppelten Haushaltsführung. Auch wenn der Arbeitgeber Dir den Zuschuss gezahlt hat, so ist es letztendlich immer noch Deine doppelte Haushaltsführung und die Kosten sind eigentlich Deine, nur der Arbeitgeber hat es Dir eben ersetzt.